Die Folge des Abo-Trends:
Adobe nimmt ganzem Land die Software weg
Die Software-Industrie verfolgt im Eiltempo eine Umstellung von Einzelverkäufen auf Abo-Modelle - und wie problematisch das für die Nutzer sein kann, zeigt sich aktuell am Beispiel Adobes. User in Venezuela werden bald komplett ihrer Werkzeuge beraubt.
Adobe hält seit Jahren quasi die Monopolstellung bei Software für die Bearbeitung von Multimedia-Inhalten. An Photoshop und den diversen Schwester-Applikationen aus der Creative-Suite kommt hier kaum jemand vorbei. Und als das Unternehmen vor einiger Zeit begann, die teuren Einzel-Lizenzen komplett durch Abo-Modelle zu ersetzen, war das für viele User durchaus eine recht angenehme Entwicklung. Denn wer beispielsweise nur gelegentlich einige Tools aus dem Angebot benötigt, muss hier nicht hunderte Euro in die Hand nehmen.
Man lernt allerdings die andere Seite der Medaille kennen, wenn man in Ländern lebt und arbeitet, die bei der US-Regierung in Ungnade fallen. Das ist aktuell bei Venezuela der Fall. Washington hat Sanktionen gegen das lateinamerikanische Land verhängt und es ist US-Unternehmen untersagt, ohne Sondergenehmigungen Geschäfte mit dort ansässigen Kunden und Partnern zu führen.
Ab dem Tag werden sich Adobe-Produkte in Venezuela auch nicht mehr nutzen lassen. Da kein Verschulden des Herstellers vorliegt, kann man auch nicht damit rechnen, dass bereits gezahlte Abogebühren erstattet werden. Kaufte man sich also gleich mehr als ein einzelnes Monatspaket, hat man Pech. Bei zahlreichen Nutzern vom freiberuflichen Designer bis hin zu Organisationen und Medien-Unternehmen dürfte daher nun eine hektische Betriebsamkeit ausbrechen, da man binnen weniger Tage die kompletten Produktions-Prozesse auf Software umstellen muss, die im besten Fall halbwegs vergleichbare Funktionen bereitstellen kann.
Man lernt allerdings die andere Seite der Medaille kennen, wenn man in Ländern lebt und arbeitet, die bei der US-Regierung in Ungnade fallen. Das ist aktuell bei Venezuela der Fall. Washington hat Sanktionen gegen das lateinamerikanische Land verhängt und es ist US-Unternehmen untersagt, ohne Sondergenehmigungen Geschäfte mit dort ansässigen Kunden und Partnern zu führen.
Ende Oktober ist Schluss
Die Nutzer von Adobe-Produkten haben daher nun eine Mitteilung erhalten, wonach ihre Abos auslaufen. Bis zum 28. Oktober haben die Anwender nun noch Zeit, ihre Arbeiten von den Cloud-Services hinter den Creative Suite-Anwendungen herunterzuladen und lokal zu sichern. Am darauffolgenden Tag werden die Zugänge abgeschaltet und die Speicherbereiche wahrscheinlich gelöscht.Ab dem Tag werden sich Adobe-Produkte in Venezuela auch nicht mehr nutzen lassen. Da kein Verschulden des Herstellers vorliegt, kann man auch nicht damit rechnen, dass bereits gezahlte Abogebühren erstattet werden. Kaufte man sich also gleich mehr als ein einzelnes Monatspaket, hat man Pech. Bei zahlreichen Nutzern vom freiberuflichen Designer bis hin zu Organisationen und Medien-Unternehmen dürfte daher nun eine hektische Betriebsamkeit ausbrechen, da man binnen weniger Tage die kompletten Produktions-Prozesse auf Software umstellen muss, die im besten Fall halbwegs vergleichbare Funktionen bereitstellen kann.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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