Adobe-Tool erkennt Photoshop-Manipulationen & bietet Undo-Funktion

Adobe, Photoshop, CC, Creative Cloud Bildquelle: Adobe
Adobe will zukünftig nicht nur immer bessere Möglichkeiten zur Bild­be­ar­bei­tung liefern, sondern auch ein Tool anbieten, mit dem Manipulationen an Fotos aufgedeckt werden können. Allerdings sollen nicht nur bearbeitete Bilder erkannt werden, sondern unter Kenntnis der Adobe-Werkzeuge kann die KI auch versuchen, das Original wiederherzustellen. Insbesondere Adobes Photoshop hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht und heute ist es kaum mehr nötig, noch weitreichende Kenntnisse mitzubringen. Durch Unterstützung moderner KI-Algorithmen, die beispielsweise Strukturen in Gesichtern erkennen können, sind sehr feine Anpassungen und Aufhübschungen möglich, die selbst von Kennern nur schwer erkannt werden können.

Manipulierte Bilder gibt es daher in wachsender Zahl und zumindest sieht man es bei Adobe als so etwas wie ein Recht an, dass andere Nutzer zumindest erkennen können, wenn an einem Bild Veränderungen vorgenommen wurden. Daher arbeitet man mit Informatikern der University of California Berkeley daran, Maschinenlern-Algorithmen auf entsprechende Hinweise zu trainieren.


KI schlägt sich schon gut

"Es klingt wahrscheinlich unmöglich, weil es auch so sehr viele Variationen der Gesichtsgeometrie gibt", erklärte Professor Alexei A. Efros. Allerdings kann die Software sehr viel genauer als ein Mensch sehr feine Hinweise wie bestimmte Artefakte oder auch Bildkompositionen erkennen.

Das zeigte sich beispielsweise bei Probeläufen mit Bildern, bei denen teilweise das "Face Aware Liquify"-Feature von Photoshop zum Einsatz kam. Mit diesem können unter anderem Gesichtsausdrücke weitgehend automatisiert verändert werden. In Tests konnten Menschen nur mit einer Trefferquote von 53 Prozent - was im Grunde der statistische Wert eines einfachen Ratens ist - korrekt erkennen, ob es sich um das Original oder die bearbeitete Version eines Fotos handelt. Die KI kam hingegen auf 99 Prozent.

Doch das Tool soll letztlich noch viel weitergehen. Wenn Manipulationen erkannt wurden, soll das System auch versuchen können, den Originalzustand zu rekonstruieren. Im Kern soll man also einen Zurück-Button für fremde Arbeiten bekommen. Wie gut das funktionieren kann, wird sich zeigen müssen - aber immerhin schaffen es vergleichbare Algorithmen inzwischen ja auch recht passabel, verpixelte Gesichter wieder erkennbar zu machen.

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