Von wegen starke Mittelklasse:
User kaufen immer teurere Smartphones
Während der weltweite Markt für Smartphones zuletzt ziemlich sichtbar schwächelte, kaufen die Deutschen munter weiter viele Geräte ein. Und dabei greifen die Verbraucher hierzulande zu immer teureren Modellen. Das geht aus einer aktuellen Marktanalyse der IT-Branchenverbandes Bitkom hervor.
Wenn man die bisherigen Daten einer Hochrechnung zugrunde legt, werden in diesem Jahr voraussichtlich rund 22,4 Millionen neue Smartphones an Nutzer herausgegeben. Damit läge der Absatz dann in etwa auf dem Vorjahresniveau von 22,6 Millionen Stück. Unterdessen zeigt sich, dass der Umsatz der Hersteller auf dem deutschen Markt eine neue Rekordmarke von voraussichtlich 11,9 Milliarden Euro erreichen wird. Das sind immerhin 11 Prozent mehr als im letzten Jahr.
Das bedeutet letztlich, dass die Deutschen in 2019 durchschnittlich 532 Euro für jedes neue Gerät ausgeben werden. Sie sind also bereit, 12 Prozent mehr auszugeben als im Vorjahr. Diese Zahlen zeigen ziemlich deutlich, dass jene vermeintlichen Experten nicht recht haben, die immer wieder erklären, dass die modernen Mittelklasse-Smartphones inzwischen völlig ausreichend sind und es kaum noch einen Grund gäbe, zu den teuren Premium-Modellen zu greifen. Infografik: Smartphones in Deutschland
Und dieser Trend erstreckt sich dann über den gesamten Bereich der Unterhaltungselektronik: Die Umsätze mit Geräten wie Fernsehern, Digitalkameras, Audio-Anlagen oder Spielkonsolen gehen im laufenden Jahr voraussichtlich um 7,7 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2015 hatte das Marktvolumen erstmals die 10-Milliarden-Marke unterschritten, konnte die Stärke dann aber nicht mehr halten.
Das bedeutet letztlich, dass die Deutschen in 2019 durchschnittlich 532 Euro für jedes neue Gerät ausgeben werden. Sie sind also bereit, 12 Prozent mehr auszugeben als im Vorjahr. Diese Zahlen zeigen ziemlich deutlich, dass jene vermeintlichen Experten nicht recht haben, die immer wieder erklären, dass die modernen Mittelklasse-Smartphones inzwischen völlig ausreichend sind und es kaum noch einen Grund gäbe, zu den teuren Premium-Modellen zu greifen. Infografik: Smartphones in Deutschland
Andere Bereiche halten nicht mit
"Privatverbraucher wie Geschäftskunden wollen hochwertige Smartphones", kommentierte Olaf May, Mitglied im Bitkom-Präsidium, die Zahlen. "Für größere Displays, eine hohe Kameraqualität und schnelle Prozessoren geben sie in diesem Jahr sehr viel mehr Geld aus." Damit steht das Segment in deutlichem Gegensatz zu anderen Bereichen der Elektronik. Bei Fernsehern beispielsweise sinken die durchschnittlichen Kaufpreise weiterhin, obwohl die Hersteller sich hier ebenfalls bemühen, die Verbraucher mit immer neuen Features zum Kauf höherpreisiger Modelle zu bewegen.Und dieser Trend erstreckt sich dann über den gesamten Bereich der Unterhaltungselektronik: Die Umsätze mit Geräten wie Fernsehern, Digitalkameras, Audio-Anlagen oder Spielkonsolen gehen im laufenden Jahr voraussichtlich um 7,7 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro zurück. Im Jahr 2015 hatte das Marktvolumen erstmals die 10-Milliarden-Marke unterschritten, konnte die Stärke dann aber nicht mehr halten.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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