Xgimi MemoMind One: Neue AR-Brille mit klarem Bild und ohne Kamera

Bei der MemoMind One handelt es sich um die erste AI-Brille des Projektorherstellers Xgimi. Die Brille ist in einem unauffälligen, alltagstauglichen Design gehalten. Anders als viele andere Geräte sieht sie nicht wie ein futuristisches Technik-Gadget aus, sondern erinnert eher an eine reguläre Brille.

Trotz des klassischen Designs steckt einiges an Technik in der MemoMind One: In den Bügeln sind Lautsprecher integriert, über die sich unter anderem Musik wiedergeben lässt. Die Brille verfügt über eine App-Anbindung, über die sich verschiedene Funktionen steuern lassen. Neben der Musikwiedergabe können Nutzer sich beispielsweise auch Navigationsanweisungen direkt auf der Brille anzeigen lassen. Über die App werden Firmware-Updates installiert. Außerdem lässt sich einstellen, was auf dem integrierten Display angezeigt werden soll.
Xgimi MemoMind One Xgimi MemoMind One Xgimi MemoMind One
Die App macht einen aufgeräumten Eindruck. Es stehen verschiedene Sprachen, darunter Deutsch, zur Verfügung. Über die App lässt sich festlegen, welche Inhalte, wie etwa Nachrichten, auf dem Display dargestellt werden sollen. Öffnet man den Kalender und es steht kein Termin an, erscheint passend dazu die Information auf der Brille. Zu den besonders nützlichen Features gehört u. a. die Navigation. In der App lässt sich auswählen, ob die Route per Fahrrad oder Auto zurückgelegt werden soll. Als Ziele waren im vorliegenden Fall bereits "Company" und "Home" hinterlegt. Nach dem Start der Navigation wird die Karte direkt vor dem Auge eingeblendet. Die Darstellung erwies sich als erfreulich klar und gut ablesbar.

Im konkreten Beispiel betrug die Strecke 624 Meter, die Fahrzeit wurde mit vier Minuten angegeben. Die Navigation war beim frühen Sample auf Deutsch möglich, allerdings tauchte an einer Stelle ein chinesischer Hinweis in der Einblendung auf, der offenbar das Rechtsabbiegen markierte. Kleine Sprachinkonsistenzen werden sicherlich mit einem Update behoben. Standardmäßig war der Ton beim Demo-Gerät deaktiviert, ließ sich aber problemlos einschalten. In diesem Fall würden die Navigationsbefehle direkt über die Lautsprecher in den Bügeln ausgegeben.

Neben Navigation und Medienwiedergabe bietet die Brille auch eine Teleprompter-Funktion. Damit lässt sich vorbereiteter Text direkt im Sichtfeld anzeigen. Die Anzeige selbst erscheint in Grün. Laut Aussage vor Ort wurde diese Farbwahl bewusst getroffen, weil sich grüne Inhalte auf dem Display der Brille besonders gut und kontrastreich darstellen lassen.

Eine Sache fehlt der MemoMind One: Eine Kamera ist nicht mit an Bord. Die Konsequenz hiervon ist, dass keine Fotos oder Videos aufgenommen werden können. Für manche Nutzer dürfte das ein Nachteil sein, andere werden gerade diesen Verzicht begrüßen. Smart Glasses mit Kamera sind in der Öffentlichkeit oft nicht gern gesehen, weil sie schnell Datenschutz- und Privatsphäre-Fragen aufwerfen. Xgimi konzentriert sich hier offenbar stärker auf Einblendungen, Audio-Features und Assistenzfunktionen statt auf eine Aufnahmefunktion.

Xgimi MemoMind OneXgimi MemoMind OneXgimi MemoMind OneXgimi MemoMind OneXgimi MemoMind OneXgimi MemoMind One

Unser Kollege Timm Mohn kann dank der IFA 2025 den direkten Vergleich mit anderen Produkten ziehen. Die Rokid AR Glasses enttäuschten im persönlichen Eindruck, weil kaum etwas klar erkennbar war. In diesen Bereichen punktet die MemoMind One: Die Darstellung wirkt im Test sichtbar besser. Noch sind die MemoMind One nicht offiziell verfügbar. Weitere erste Eindrücke lassen sich auf der Hersteller-Homepage sammeln.

Mehr von Timm: Nerdbench auf YouTube