Magcubic HY310: Billiger Beamer versagt im Test bei Bild und Ton

Beim Magcubic HY310 handelt es sich um einen 330 ANSI-Lumen hellen Projektor. Die Helligkeitsangabe bezieht sich auf die Artikelseite von Joybuy, wo der Projektor gekauft wurde. Die Amazon-Artikelseite spricht hingegen von 260 ANSI-Lumen. Die Bildqualität ist insgesamt allerdings so schwach, dass die unterschiedliche Helligkeitsangabe am Ende noch das kleinste Problem des Projektors ist.

Der HY310 sitzt auf einem Gimbal, mit dem eine Projektion an die Decke möglich ist. Die Frontseite wurde mit goldenen Akzenten verschönert, was dem Projektor durchaus einen edlen Look gibt. Der hält allerdings nur so lange an, bis man das Gerät und seinen durchaus lauten Lüfter einschaltet. Dieser ist eines der größten Probleme des HY310: Man muss mitunter die Lautstärke der 5-Watt-Lautsprecher komplett aufdrehen, um den Lüfter zu übertönen.
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Unter der Linse sitzt ein Sensor für den Autofokus und die Keystone-Korrektur. Ersterer arbeitet zuverlässig: Unser Kollege Timm Mohn musste das Bild nie nachschärfen. Der Projektor kann durch den Gimbal individuell aufgestellt werden. Der Beamer-Körper kann um 180 Grad angewinkelt werden. Allerdings: Etwaige HDMI-Kabel müssen unbedingt angewinkelt sein und der Stecker muss sehr kompakt ausfallen. Ansonsten würde das Kabel den Gimbal blockieren. Rückseitig befinden sich noch ein USB-A-Port und der Stromanschluss. Leider setzt Magcubic abermals auf einen eigenen Stecker statt auf einen simplen Kaltstecker.

Um den 330 ANSI-Lumen hellen Projektor nicht zu überfordern, wird im Test eine 70-Zoll-Leinwand verwendet. Da der Beamer nicht über einen Akku verfügt, muss er stets mit dem Strom verbunden sein. Da ein herstellereigenes Netzteil zum Einsatz kommt, lässt sich auch kein längeres Ersatzkabel kaufen, falls man den Projektor mal etwas weiter weg von der nächsten Steckdose aufstellen möchte.

Android funktioniert nur bedingt

Bei der beiliegenden Fernbedienung handelt es sich um eine Bluetooth-Fernbedienung, die aber auch ohne etablierte Verbindung mit dem Projektor kommunizieren kann. Während der Projektor das erste Mal startet, fällt auf, wie verschmutzt die Linse vom Linsenschutz, der im Auslieferungszustand angebracht war, eigentlich ist. Eine direkte Auswirkung auf die Bildqualität lässt sich dadurch nicht feststellen. Allerdings bewegt man sich beim HY310 in einem Rahmen, in dem anzuzweifeln ist, ob man von Bildqualität oder von optischer Zumutung sprechen muss.

Der Beamer verfügt über ein kaum nutzbares Android 14. Außerdem ist eine eher schlecht als recht arbeitende Auto-Keystone-Korrektur mit an Bord. Insgesamt dauert es 38 Sekunden, bis der Projektor vollständig gestartet ist. In dieser Zeit ist auch der erste Autofokus- und -Keystone-Vorgang inbegriffen. Letzterer scheitert an der durchaus einfachen Projektionsfläche, der Xgimi Outdoor-Leinwand. Die erste Einrichtung besteht aus zwei Schritten: Die Bluetooth-Fernbedienung wird gekoppelt und die WLAN-Verbindung kann eingerichtet werden. Das System kennt man bereits von anderen Magcubic-Projektoren. Das hat seine Vor- und Nachteile. Zum einen ist das System leicht und flüssig, zum anderen sieht sich der Hersteller immer wieder mit Spyware-Vorwürfen konfrontiert. Die Vorwürfe haben sich so stark gehäuft, dass Magcubic sogar ein Statement dazu veröffentlichen musste.

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Der Hersteller wirbt groß und breit mit den smarten Features des Projektors. Durch die Software könnte man fast versucht sein, nur externe Geräte anzuschließen. Da das aber nicht Sinn und Zweck eines Android-Beamers ist, sollte testweise die Netflix-App heruntergeladen werden. Der Download scheiterte aber mehrfach. Aber nicht nur das: Die App ist von 2024. Schaut man bei APKMirror, hat Netflix in den letzten zwei Jahren durchaus das eine oder andere Update auf den Markt gebracht.

Der HY310 ist aktuell für 72,99 Euro auf Amazon verfügbar. Im Vergleich dazu hat Joybuy allerdings den besseren Preis: Hier wird der Projektor für 59,90 Euro angeboten. Installiert man die Shop-App, reduziert sich der Preis um weitere 5 Euro.

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