Chrome: Das "Kapern" des Zurück-Buttons soll bald ein Ende haben
Die meisten Nutzer des derzeit mit großem Abstand populärsten Browsers Chrome haben das schon einmal erlebt oder erleben müssen: Man landet unabsichtlich auf einer Webseite, auf der man nicht sein will, der Zurück-Button verweigert aber den Dienst und es bleibt einem nichts anderes übrig als den Tab ganz zu beenden. Das soll demnächst der Vergangenheit angehören.
Derartiger Missbrauch des Zurück-Buttons ist vor allem dann lästig, wenn man schnell von einer Seite weg will (aus welchen Gründen auch immer) oder weil man zuvor auf einer Seite war, die man gerne wieder schnell und unkompliziert erreichen würde. Kurzum: Es hat seine Gründe, warum der Zurück-Button so praktisch ist.
Es gibt aber Seiten, die das vorgesehene Verhalten manipulieren und man "gefangen" ist, weil man wieder auf die Seite kommt, aber eben nicht mehr zurück. Das wird im Wesentlichen auf zwei Wegen erreicht, wie Naked Security berichtet: mit Redirects und Manipulation des Verlaufs.
Das Problem ist seit 2016 bekannt, seit vergangenem November haben sich Chromium-Entwickler dessen auch angenommen, wie man in einem Eintrag im Bugtracker lesen kann. Beide Manipulationsarten sollen mit einem überarbeiteten Verhalten des Zurück-Buttons künftig der Vergangenheit angehören. Vor allem Seiten, die Verlaufseinträge ohne eine so genannte "User Gesture" hinzufügen, werden dann ignoriert.
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Es gibt aber Seiten, die das vorgesehene Verhalten manipulieren und man "gefangen" ist, weil man wieder auf die Seite kommt, aber eben nicht mehr zurück. Das wird im Wesentlichen auf zwei Wegen erreicht, wie Naked Security berichtet: mit Redirects und Manipulation des Verlaufs.
Redirect
Redirects sind ein verhältnismäßig simpler Weg, dabei wird zwischen zwei Ausgangsseite und "Ziel" eine Umleitung eingebaut. Will man das unerwünschte Ziel verlassen, so landet man auf dem Redirect anstatt im Ausgangspunkt, auf diese Weise wird man dann immer wieder nach vorne "geschubst".Verlaufsmanipulation
Der zweite Weg - die Manipulation des Verlaufs - ist nicht nur komplizierter zu beschreiben, er ist auch schwieriger zu beseitigen. Dabei werden über das "pushState"-Kommando die für den Verlauf erfassten Stacks durch Dummy-Einträge gekapert. Dem kann man nur entkommen, indem man (wie verrückt) schneller klickt als die Seite die manipulierten Stacks anlegen kann oder man schließt Fenster oder Tab gleich ganz - oftmals führt an letzterem kein Weg vorbei.Das Problem ist seit 2016 bekannt, seit vergangenem November haben sich Chromium-Entwickler dessen auch angenommen, wie man in einem Eintrag im Bugtracker lesen kann. Beide Manipulationsarten sollen mit einem überarbeiteten Verhalten des Zurück-Buttons künftig der Vergangenheit angehören. Vor allem Seiten, die Verlaufseinträge ohne eine so genannte "User Gesture" hinzufügen, werden dann ignoriert.
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