SysInternals-Entwickler lässt Doom 'in' Microsoft Paint laufen

Ein bekannter Microsoft-Mitarbeiter hat einen Weg geschaffen, um den legendären Ego-Shooter Doom "in" Microsofts klassischem Malprogramm Paint laufen zu lassen. Paint dient dabei aber nur als eine Art "Display", führt also keinen Doom-Code aus.
Videospiel, Doom, Id Software
Id Software

Doom nutzt Paint als Display

Mittlerweile ist es zu einer Art Volkssport unter Software-Entwicklern geworden, Doom auf allerhand Geräten oder in diversen Umgebungen zum Laufen zu bekommen. Mark Russinovich, der Chief Technology Officer (CTO) von Microsofts Cloud-Sparte Azure, hat nun mit DoomPaint ein kleines Projekt über GitHub veröffentlicht, bei dem er Doom über einen "OLE Clipboard Hack" anzeigen lässt.

Russinovich ist unter anderem für seine SysInternals-Tools bekannt, scheint aber auch sonst in seiner Freizeit häufiger an Seitenprojekten zu arbeiten. DoomPaint nutzt Microsoft Paint allerdings nur als eine Art Display, um die von dem separat laufenden Spiel Doom erzeugte Bildausgabe anzuzeigen. DoomPaint (Mark Russinovich)DoomPaint in Aktion (Mark Russinovich) Nach Angaben des Entwicklers übernimmt weiterhin die Doom-Engine - in diesem Fall ViZDoom - die Ausführung der als Shareware-Version erhältlichen Doom1.wad-Datei. Bei bestimmten Teilen des Spiels, die nicht als Teil der Shareware-Variante erhältlich sind, setzt Russinovich auf die unter einer BSD-Lizenz verfügbaren Freedoom-WAD-Dateien als Lückenfüller.

Über einen OLE-Hack lässt Russinovich bei DoomPaint jeden vom Spiel gelieferten Frame in die Zwischenablage von Windows kopieren und dann auf der Arbeitsfläche von Paint einfügen. Auf diesem Weg lässt sich das Malprogramm als eine Art virtuelles Display verwenden, wobei die Bildwiederholrate zwischen einigen wenigen Frames pro Sekunde und bis zu 35 FPS schwanken kann.

Wer will, kann DoomPaint über die GitHub-Seite des Projekts nachbauen, wofür Russinovich Dateien, Ressourcen und Anleitungen liefert. Je nach Leistung des Host-Systems lässt sich das Ganze mit Auflösungen von 320 x 200 oder sogar 640 x 400 Pixeln zum Laufen bringen. Russinovich ist mittlerweile seit knapp 20 Jahren bei Microsoft tätig und gehört wohl zu den prominentesten Entwicklern in dem Konzern.

Zusammenfassung
  • Microsofts Azure-CTO Mark Russinovich bringt Doom in MS Paint zum Laufen
  • Das Zeichenprogramm dient hierbei über einen OLE-Hack nur als Display
  • Im Hintergrund übernimmt die Engine ViZDoom die Berechnung des Spiels
  • Jeder Frame wird über die Windows-Zwischenablage in Paint eingefügt
  • Die Bildrate schwankt je nach System zwischen wenigen und bis zu 35 FPS
  • Das Projekt unterstützt Auflösungen von 320 x 200 oder 640 x 400 Pixeln

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!