Android: Fast alle Apps geben Daten über die Nutzer an Google weiter
Die durchschnittliche Android-App sammelt eine recht solide Menge an Daten über ihren Nutzer - und vor allem Google wird dabei umfassend mit Informationen versorgt. Aber auch zahlreiche andere Firmen, für die Nutzerdaten einen wichtigen geschäftlichen Wert darstellen, sammeln hier ordentlich mit ein.
Das zeigt ein nun veröffentlichter Bericht von Forschern der Universität Oxford, die fast eine Million Anwendungen analysiert haben, die im Jahr 2017 im Play Store für die USA und Kanada zu finden waren. Dabei zeigte sich, dass eine durchschnittliche Android-App Daten an zehn verschiedene Parteien schickt, deren Tracker-Systeme in die jeweilige Software eingebunden sind. Bei jeder fünften App wurden sogar 20 oder mehr Datensammler gefunden.
Des weiteren verdeutlichen die Analyse-Ergebnisse auch, welche Bedeutung Android für Google hat. Im Allgemeinen wird ja angenommen, dass der Konzern über die kostenlos bereitgestellte Plattform vor allem seine eigenen Dienste an den Nutzer bringen und über diese dann werberelevante Informationen sammeln will. Doch ist Google überhaupt nicht darauf angewiesen, dass die User die Services des Konzerns nutzen - denn fast 90 Prozent aller Android-Apps kommen mit Google-Trackern daher und liefern auch so hinreichend Daten über die Nutzer bei dem Unternehmen ab.
Während Google und seine Schwesterfirmen unter dem Dach von Alphabet also in 88 Prozent der Apps vertreten sind, ist Facebook es immerhin in 43 Prozent. Abe auch Twitter hat Tracker in 34 Prozent der Android-Anwendungen platziert. Verizon, Microsoft und Amazon sind ebenfalls kräftig dabei.
Siehe auch: Firefox stärkt Privatsphäre - Mozilla-Browser sagt Trackern den Kampf an
Des weiteren verdeutlichen die Analyse-Ergebnisse auch, welche Bedeutung Android für Google hat. Im Allgemeinen wird ja angenommen, dass der Konzern über die kostenlos bereitgestellte Plattform vor allem seine eigenen Dienste an den Nutzer bringen und über diese dann werberelevante Informationen sammeln will. Doch ist Google überhaupt nicht darauf angewiesen, dass die User die Services des Konzerns nutzen - denn fast 90 Prozent aller Android-Apps kommen mit Google-Trackern daher und liefern auch so hinreichend Daten über die Nutzer bei dem Unternehmen ab.
Fokus bisher nur bei Webseiten
Das Bild, das die Forscher zeichnen, gibt einen Eindruck davon, wie eingeschränkt die bisherige Sicht hinsichtlich des Datenschutzes war. Hier beschränkte man sich vor allem auf Webseiten, in denen ein Tracking des Nutzungsverhaltens durch Werbung oder Social Media-Buttons stattfindet. Smartphone-Apps wurde in diesem Zusammenhang bisher fast keine weitergehende Aufmerksamkeit geschenkt.Während Google und seine Schwesterfirmen unter dem Dach von Alphabet also in 88 Prozent der Apps vertreten sind, ist Facebook es immerhin in 43 Prozent. Abe auch Twitter hat Tracker in 34 Prozent der Android-Anwendungen platziert. Verizon, Microsoft und Amazon sind ebenfalls kräftig dabei.
Siehe auch: Firefox stärkt Privatsphäre - Mozilla-Browser sagt Trackern den Kampf an
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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