Google-Chef: Android-Nutzer wissen, wie viele Daten wir sammeln

Google, Manager, Sundar Pichai Bildquelle: Google+
Google-Chef Sundar Pichai ist überzeugt davon, dass die Nutzer von Android-Smartphones genau wissen, in welchem Umfang sein Unternehmen Daten über sie sammelt. Immerhin habe man die Nutzungsbedingungen so gut verständlich wie möglich formuliert - und wahrscheinlich hat sie daher auch jeder Anwender gelesen und verstanden. "Man hat bei allen Google-Services die Wahl, welche Informationen gesammelt werden - und wir machen das transparent", erklärte Pichai laut einem TechCrunch-Bericht während einer gestrigen Anhörung vor dem US-Abgeordnetenhaus. "Es ist für uns sehr wichtig, dass der durchschnittlicher Nutzer in der Lage ist, unser Vorgehen zu verstehen." Der Konzernchef verwies weiterhin auf die verschiedenen bereitgestellten Tools, mit denen User regulieren können, welche Daten wie verwendet werden.

Die große Frage ist hier allerdings, wie viele Anwender überhaupt einen ernsthaften Blick in die seitenlangen Ausführungen der Nutzungsbedingungen werfen oder sich durch die Menüs hangeln, um Datenzugriffe zu unterbinden. Pichai erklärte allerdings, dass binnen der letzten 28 Tage immerhin 160 Millionen Android-Nutzer die Konto-Einstellungen aufgerufen hätten, in denen auch dargestellt sei, wie es um den Datenschutz bestellt ist.

Google sieht sich in bequemer Position

160 Millionen klingt durchaus nach einer großen Zahl, angesichts von Milliarden Android-Nutzern handelt es sich hier aber letztlich auch nur um einen kleinen Teil. Hinzu kommt, dass unklar ist, inwieweit diese sich dann auch im Detail damit auseinandersetzen, welche Informationen sie direkt oder indirekt für die weitere Auswertung und die Vermarktung von Werbeplätzen freigeben.

In Pichais Auftritt vor dem US-Parlament wurde im Grunde klar, dass Google seine Aufgabe als erledigt ansieht, wenn man den Milliarden Nutzern einige Erklärungstexte und Einstellungs-Optionen anbietet. Wird das dann nicht hinreichend genutzt, sieht man das als Freibrief für eine umfassende Nutzung der Daten an. Kritiker hingegen sehen sowohl das Unternehmen als auch staatliche Stellen in der Verantwortung, hier konkretere Regeln aufzustellen. Denn in der Praxis ist es für den durchschnittlichen Käufer eines Smartphones kaum überschaubar, was sich hinter den einzelnen Erklärungen zur Datennutzung verbirgt.

Siehe auch: Fast alle Android-Apps geben Daten über die Nutzer an Google weiter Google, Manager, Sundar Pichai Google, Manager, Sundar Pichai Google+
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