Fernseher stehen Social Networks beim Nutzer-Tracking in Nichts nach
Während sich die Aufmerksamkeit bezüglich des überbordenden Trackings von Nutzern in erster Linie auf Konzerne wie Facebook und Google konzentriert, sind es mittlerweile auch die gewohnten Alltagsbegleiter, die der Werbeindustrie große Mengen an Informationen über ihre Nutzer liefern: Die Fernseher.
Die Methoden, die hier zum Einsatz kommen, stehen den Social Networks und ähnlichen Diensten im Web kaum nach. Das zeigt ein Bericht der New York Times am Beispiel des Unternehmens Samba TV. Dieses holt sich die Berechtigungen zur Erhebung von Daten auf Smart-TVs, indem den Nutzern ein Programmführer angeboten wird, der ihnen auf Grundlage ihrer Vorlieben empfehlenswerte Inhalte im täglichen Fernsehprogramm sucht.
Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von großen TV-Netzwerken aus den USA. Und es bestehen Verträge mit diversen Fernseher-Herstellern wie Sony, Sharp, TCL und Philips, die die Software der Firma vorinstalliert auf ihren Geräten mitliefern. Beim ersten Einschalten wird der Kunde dann um eine Aktivierung des Dienstes gebeten und laut früheren Angaben der Firma kommen dem rund 90 Prozent nach.
Wie auch die herkömmlichen Internet-Unternehmen verkauft Samba TV die Daten über die Nutzer allerdings nicht. Denn diese sind immerhin ein wertvoller Rohstoff und es ist wesentlich lukrativer, die sich daraus ergebenden Profile für die Schaltung zielgruppenrelevanter Werbung zu vermarkten. Und hier bietet die Firma eine Detailschärfe an, die man von reinen TV-Analysen kaum erwarten dürfte.
Das reicht von den herkömmlichen Faktoren wie Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten bis hin zu politischen Schwerpunkten. Weiterhin will Samba TV aber auch Erkenntnisse darüber gewinnen können, wie viele und welche anderen Systeme in einem Haushalt genutzt werden. Das Unternehmen will so in der Lage sein, Werbekampagnen auch geräteübergreifend auszuspielen, so dass eine Anzeige beispielsweise sowohl als Fernsehspot als auch als Banner auf einer mit dem Smartphone aufgerufenen Webseite auftaucht.
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Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von großen TV-Netzwerken aus den USA. Und es bestehen Verträge mit diversen Fernseher-Herstellern wie Sony, Sharp, TCL und Philips, die die Software der Firma vorinstalliert auf ihren Geräten mitliefern. Beim ersten Einschalten wird der Kunde dann um eine Aktivierung des Dienstes gebeten und laut früheren Angaben der Firma kommen dem rund 90 Prozent nach.
Serien-Fan mit drei Geräten
Die Samba-Software trackt anschließend nicht nur, welche Fernsehsendungen der Nutzer sich ansieht - was für die Empfehlungen wahrscheinlich reichen würde. Wenn Vertreter des Unternehmens Präsentationen für Geschäftspartner abhalten, kommen noch andere Sachen zur Sprache. So erfolgt die Nutzungsanalyse über die Auswertung der realen Bildschirm-Inhalte - und diese werden auch erfasst, wenn der Fernseher gerade nicht zum Fernsehen, sondern beispielsweise für Konsolenspiele oder die Video-Wiedergabe aus anderen Quellen genutzt wird.Wie auch die herkömmlichen Internet-Unternehmen verkauft Samba TV die Daten über die Nutzer allerdings nicht. Denn diese sind immerhin ein wertvoller Rohstoff und es ist wesentlich lukrativer, die sich daraus ergebenden Profile für die Schaltung zielgruppenrelevanter Werbung zu vermarkten. Und hier bietet die Firma eine Detailschärfe an, die man von reinen TV-Analysen kaum erwarten dürfte.
Das reicht von den herkömmlichen Faktoren wie Alters-, Bildungs- und Einkommensschichten bis hin zu politischen Schwerpunkten. Weiterhin will Samba TV aber auch Erkenntnisse darüber gewinnen können, wie viele und welche anderen Systeme in einem Haushalt genutzt werden. Das Unternehmen will so in der Lage sein, Werbekampagnen auch geräteübergreifend auszuspielen, so dass eine Anzeige beispielsweise sowohl als Fernsehspot als auch als Banner auf einer mit dem Smartphone aufgerufenen Webseite auftaucht.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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