Werbe-Branche attackiert Apple:
Tracking-Schutz ist sehr schlimm!
Die Bemühungen der Browser-Hersteller, das Tracking von Nutzern einzugrenzen, stößt der Werbebranche schon seit einiger Zeit sauer auf. Dass nun aber auch noch Apple strikte Cookie-Regeln in seinen Safari einbauen will, ist eindeutig zu viel und es kommt zum großen Aufschrei.
In seltener Einhelligkeit haben sechs große Verbände der US-Werbeindustrie ein Protestschreiben verfasst, mit dem sie Apple dazu bewegen wollen, die Pläne wieder in die Schublade zu stecken. Man sei "äußerst besorgt" über das Vorhaben Apples, die bisherigen Cookie-Einstellungen der Nutzer durch eigene Standards zu ersetzen, berichtet das Fachblatt AdWeek.
Was den Werbern Sorgenfalten auf die Stirn treibt, nennt sich "Intelligent Tracking Prevention" und sorgt mit verschiedenen Maßnahmen dafür, dass die User nicht mehr umfassend getrackt werden können. Unter anderem führt Apple hier ein 24-Stunden-Limit für die Ansprache der Anwender mit zusammenhängenden Werbekampagnen über verschiedene Webseiten hinweg ein.
Den Verbänden geht es vorgeblich natürlich nicht um die eigenen Gewinninteressen, sondern um den Nutzer. Denn Apple würde einen Keil zwischen diesen und die Marken-Anbieter treiben. Online-Werbung könne vor allem wesentlich schlechter auf Zielgruppen ausgerichtet werden, so dass sie für den User nicht mehr so nützlich sei wie bisher.
Dass die großen Werberverbände nun ausgerechnet bei Apple an die Decke gehen - immerhin haben ja auch schon andere Browser das Tracking eingeschränkt - dürfte mit der kommerziellen Bedeutung der iOS-Plattform zu tun haben. Denn diese ist wirtschaftlich im Verhältnis zu ihrer Größe noch immer mit Abstand die wirtschaftlich erfolgreichste.
Was den Werbern Sorgenfalten auf die Stirn treibt, nennt sich "Intelligent Tracking Prevention" und sorgt mit verschiedenen Maßnahmen dafür, dass die User nicht mehr umfassend getrackt werden können. Unter anderem führt Apple hier ein 24-Stunden-Limit für die Ansprache der Anwender mit zusammenhängenden Werbekampagnen über verschiedene Webseiten hinweg ein.
Natürlich geht es nur um den User
Die neuen Apple-Standards sind aus Sicht der Werbebranche aber "intransparent und willkürlich", wie es in dem Schreiben heißt. Apple würde mit dem Vorhaben sogar Auswirkungen auf die "Infrastruktur des modernen Internet" heraufbeschwören, die bisher maßgeblich auf einheitlichen Standards über viele Webseiten hinweg beruhe.Den Verbänden geht es vorgeblich natürlich nicht um die eigenen Gewinninteressen, sondern um den Nutzer. Denn Apple würde einen Keil zwischen diesen und die Marken-Anbieter treiben. Online-Werbung könne vor allem wesentlich schlechter auf Zielgruppen ausgerichtet werden, so dass sie für den User nicht mehr so nützlich sei wie bisher.
Dass die großen Werberverbände nun ausgerechnet bei Apple an die Decke gehen - immerhin haben ja auch schon andere Browser das Tracking eingeschränkt - dürfte mit der kommerziellen Bedeutung der iOS-Plattform zu tun haben. Denn diese ist wirtschaftlich im Verhältnis zu ihrer Größe noch immer mit Abstand die wirtschaftlich erfolgreichste.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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