Microsoft dokumentiert Einschränkungen von Windows 10 auf ARM
Microsoft hat eine neue Dokumentation für Windows 10-Systeme auf den angekündigten neuen ARM-basierten Always-Connected-PC veröffentlicht. Die Dokumentation bietet viel Diskussionsstoff, denn die Überschrift lautet: "Einschränkungen von Apps und (Nutzer-) Erfahrungen mit ARM."
Microsofts erst Anfang Dezember vergangenen Jahres vorgestellte neue Always Connected-Strategie beruht auf stromsparende ARM-Prozessoren von Qualcomm und einem entsprechend portierten Windows 10. Details dazu veröffentlicht der Konzern nur nach und nach. Jetzt hat Microsoft einen ganzen Satz an Informationen bereitgestellt, mit einer Dokumentation, die sich an Entwickler wendet. Darin werden einige der bekannten Fakten näher beleuchtet, aber auch Gerüchte bestätigt.
Microsoft-Manager Terry Myerson stellte auf der Bühne des Qualcomm Technology Summit Ende des vergangenen Jahres die neue ARM-Plattform vor. Foto: Microsoft
Neben dieser Auflistung gibt es noch spezifischere Details für Entwickler mit weiterführenden Anleitungen, wie man einzelne Vorgaben umsetzt. Zudem enthält die Dokumentation eine FAQ für die Fehlerbehandlung. Laut der Dokumentation gelten dann zusätzlich folgende Punkte:
Wann erste Geräte mit den Qualcomm-ARM-Prozessoren offiziell in Deutschland verfügbar sind ist noch nicht bekannt. Angekündigt waren sie bereits für das erste Quartal 2018. Wir konnten bereits erste Geräte wie das Asus NovaGo testen:
Microsoft-Manager Terry Myerson stellte auf der Bühne des Qualcomm Technology Summit Ende des vergangenen Jahres die neue ARM-Plattform vor. Foto: Microsoft
Details für Entwickler
Erste Geräte wurden von Asus, HP und Lenovo angekündigt. Die Rechner mit ARM-Architektur werden mit Windows 10 S ausgeliefert und übernehmen natürlich schon einmal die Limitationen des Betriebssystems.Neben dieser Auflistung gibt es noch spezifischere Details für Entwickler mit weiterführenden Anleitungen, wie man einzelne Vorgaben umsetzt. Zudem enthält die Dokumentation eine FAQ für die Fehlerbehandlung. Laut der Dokumentation gelten dann zusätzlich folgende Punkte:
Einschränkungen von Apps und (Nutzer-) Erfahrungen mit ARM
- Es werden nur ARM64-Treiber unterstützt. Wie bei allen Architekturen müssen Kernel-Mode-Treiber, User-Mode Driver Framework (UMDF)-Treiber und Druckertreiber entsprechend der Architektur des Betriebssystems kompiliert werden. Während ARM die Fähigkeit besitzt, x86-Anwendungsmodi zu emulieren, werden Treiber, die für andere Architekturen (wie x64 oder x86) implementiert wurden, derzeit nicht emuliert und daher auf dieser Plattform nicht unterstützt. Jede Anwendung, die mit einem eigenen benutzerdefinierten Treiber arbeitet, müsste auf ARM64 portiert werden. In begrenzten Szenarien kann die App unter Emulation als x86 laufen, aber der Treiberteil der App muss auf ARM64 portiert werden.
- x64-Applikationen werden nicht unterstützt. Windows 10 auf ARM unterstützt keine Emulation von x64-Anwendungen.
- Bestimmte Spiele funktionieren nicht. Spiele und Anwendungen, die eine Version von OpenGL später als 1.1 verwenden oder die hardwarebeschleunigtes OpenGL benötigen, funktionieren nicht. Außerdem werden Spiele, die auf "Anti-Cheat"-Treiber angewiesen sind, auf dieser Plattform nicht unterstützt.
- Anwendungen, die die Windows-Erfahrung anpassen, funktionieren möglicherweise nicht korrekt. Native OS-Komponenten können keine nicht-nativen Komponenten laden. Beispiele für Anwendungen, die dies häufig tun, sind einige Eingabemethoden-Editoren (IMEs), unterstützende Technologien und Cloud-Storage-Anwendungen. Cloud-Storage-Anwendungen verwenden häufig Shell-Erweiterungen (z. B. Symbole im Explorer und Hinzufügungen zu Rechtsklickmenüs); ihre Shell-Erweiterungen können fehlschlagen, und wenn der Fehler nicht korrekt behandelt wird, funktioniert die Anwendung selbst möglicherweise überhaupt nicht.
- Anwendungen, die davon ausgehen, dass auf ARM-basierten Geräten automatisch Windows 10 Mobile ausgeführt wird, funktionieren möglicherweise nicht korrekt. Apps, die diese Annahme treffen, können in der falschen Ausrichtung erscheinen, unerwartetes UI-Layout oder Rendering präsentieren oder gar nicht starten, wenn sie versuchen, nur mobile APIs aufzurufen, ohne vorher die Vertragsverfügbarkeit zu testen.
- Die Windows Hypervisor-Plattform wird von ARM nicht unterstützt. Das Ausführen von virtuellen Maschinen, die Hyper-V auf einem ARM-Gerät verwenden, funktioniert nicht.
Wann erste Geräte mit den Qualcomm-ARM-Prozessoren offiziell in Deutschland verfügbar sind ist noch nicht bekannt. Angekündigt waren sie bereits für das erste Quartal 2018. Wir konnten bereits erste Geräte wie das Asus NovaGo testen:
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