Google ist "sehr frustriert", dass Android-Updates so lange dauern
Android ist das mit Abstand am weitesten verbreitete mobile Betriebssystem der Welt. Ohne Probleme ist das Google-OS aber nicht, vor allem die Update-Situation gilt als Achillesferse. Denn obwohl das Unternehmen aus Mountain View regelmäßig neue Firmware-Versionen und somit auch neue Features veröffentlicht, kommen diese teils stark verzögert bei vielen Nutzern an.
Google wird seit jeher für die Fragmentierung von Android kritisiert: Denn während Apple es schafft, mit jeder neuen iOS-Version praktisch alle unterstützten Geräte zu erreichen, kommt die Verteilung einer neuen Firmware-Version von Android stets immer nur langsam voran. Der Vergleich mit iOS hinkt zwar, da Apple nur einen Bruchteil der Gerätemodelle versorgen muss, dennoch ist die Situation bei Android alles andere als befriedigend.
Lockheimer gab zu bedenken, dass angesichts der schieren Masse an Android-Smartphones auch ein kleiner Anteil viele Geräte darstellt. Deshalb dürfe man sich auch nicht wundern, dass der Prozess etwas länger dauert. Er stellte sich aber auch gleich selbst die Frage, ob es so lange dauern darf, wie es derzeit der Fall ist, und beantwortete diese mit einem Nein.
Die Lösung des Dilemmas ist und bleibt aber nicht einfach: Denn zwingen kann man die OEMs nicht zu schnelleren Updates. Deshalb will man sie einerseits im Sinne eines "Evangelismus" überzeugen, wie wichtig schnelle Updates sind. Andererseits will Google mit technischen Maßnahmen erreichen, dass es einfacher wird, Android auf eine neue Version zu aktualisieren.
Wie genau man das erreichen will, dazu äußerte sich der Google-Manager nicht, laut derStandard könnte Google aber vorhaben, künftig bestimmte Teile des Betriebssystems über den Play Store selbst zu aktualisieren.
"Sehr frustriert"
Das gilt nicht nur für Android-Nutzer, auch bei Google ist man zunehmend "sehr frustriert" über diesen Umstand. Das sind jedenfalls die Worte, die Android-Chef Hiroshi Lockheimer im Interview mit All About Android gewählt hat. Bisher hat sich der kalifornische Konzern stets zurückhaltend zu diesem Thema geäußert, schließlich will man seine Partner, die entsprechende Android-Smartphones herstellen, nicht verärgern. Infografik: Die Evolution von Android
Lockheimer gab zu bedenken, dass angesichts der schieren Masse an Android-Smartphones auch ein kleiner Anteil viele Geräte darstellt. Deshalb dürfe man sich auch nicht wundern, dass der Prozess etwas länger dauert. Er stellte sich aber auch gleich selbst die Frage, ob es so lange dauern darf, wie es derzeit der Fall ist, und beantwortete diese mit einem Nein.
Die Lösung des Dilemmas ist und bleibt aber nicht einfach: Denn zwingen kann man die OEMs nicht zu schnelleren Updates. Deshalb will man sie einerseits im Sinne eines "Evangelismus" überzeugen, wie wichtig schnelle Updates sind. Andererseits will Google mit technischen Maßnahmen erreichen, dass es einfacher wird, Android auf eine neue Version zu aktualisieren.
Wie genau man das erreichen will, dazu äußerte sich der Google-Manager nicht, laut derStandard könnte Google aber vorhaben, künftig bestimmte Teile des Betriebssystems über den Play Store selbst zu aktualisieren.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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