Microsoft-Strategie: Windows steht quasi nur noch an zweiter Stelle
Beim einem oberflächlichen Blick über die aktuelleren strategischen Entwicklungen bei Microsoft kann man gelegentlich etwas ratlos zurückbleiben. Allerdings erschließt sich so langsam ein Sinn hinter den verschiedenen Vorstößen der letzten Zeit.
Es wirkte oberflächlich gesehen zuletzt regelrecht widersprüchlich: Auf der einen Seite versucht man in Redmond, die traditionelle Windows-Plattform zu stärken - bringt dann aber parallel Produkte für alle möglichen Plattformen heraus. Entwickler sollen Universal Apps für die gesamte Bandbreite an Windows-Hardware bereitstellen, bei Microsoft selbst bedient man hingegen fleißig konkurrierende Systeme wie iOS und Android mit Office-Anwendungen oder Linux mit dem SQL Server.
Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley glaubt allerdings zu wissen, was das Management hier wirklich im Sinn hat: Hinter all den strategischen Entscheidungen der letzten Zeit werde deutlich, dass in der Konzernführung längst die Cloud als zentrales Element hinter allen Aktivitäten anerkannt wird. Windows kommt als Plattform somit eher eine zweitrangige Position zu - wenn auch eine durchaus wichtige, da hier die meisten Anwendungen laufen werden, hinter denen im Endeffekt diverse Azure-Dienste werkeln.
Die Universal-Apps, die im Entwicklungsbereich schon seit einiger Zeit eine zentrale Rolle spielen, dürften entsprechend weniger so gedacht sein, dass hier die gesamten Anwendungen nativ auf diversen Hardware-Produkten laufen. Vielmehr wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Nutzer einen möglichst einfachen Zugang zur Cloud bekommen, egal, welches Gerät sie gerade zur Hand haben.
Der nächste Detaill-Schritt besteht dann im Grunde darin, dass Anwendungen nicht nur universell auf unterschiedlichen Windows-Geräten laufen, sondern auf allen möglichen Plattformen. Dabei ist völlig klar, dass plattformunabhängige Programme in ihrer Umsetzung auf einem speziellen Gerät vielfach nicht besonders effektiv sind. Vernachlässigbar wäre dies aber eben dann, wenn sie ohnehin nur ein Fenster zur Cloud darstellen.
Da passt die kürzliche Übernahme der Firma Xamarin perfekt ins Konzept. Diese bietet über die Mono-Umgebung schon länger die Möglichkeit, .Net-Applikationen auch unter Linux und OS X zu betreiben. Allerdings waren die Lizenzen bisher zu teuer, um einen breiten Einsatz voranzutreiben. Zukünftig dürften die Xamarin-Tools aber zum normalen Bestandteil der Entwicklungsumgebung Visual Studio werden - von der es wiederum bereits erste Ableger auch für Programmierer auf Linux und OS X gibt. Man darf daher gespannt sein, welche konkreteren Schritte Microsoft im Zuge der bald startenden Build-Konferenz anschieben wird.
Download Visual Studio Code (Beta) - Plattformübergreifender Code-Editor
Die Microsoft-Kennerin Mary Jo Foley glaubt allerdings zu wissen, was das Management hier wirklich im Sinn hat: Hinter all den strategischen Entscheidungen der letzten Zeit werde deutlich, dass in der Konzernführung längst die Cloud als zentrales Element hinter allen Aktivitäten anerkannt wird. Windows kommt als Plattform somit eher eine zweitrangige Position zu - wenn auch eine durchaus wichtige, da hier die meisten Anwendungen laufen werden, hinter denen im Endeffekt diverse Azure-Dienste werkeln.
Die Universal-Apps, die im Entwicklungsbereich schon seit einiger Zeit eine zentrale Rolle spielen, dürften entsprechend weniger so gedacht sein, dass hier die gesamten Anwendungen nativ auf diversen Hardware-Produkten laufen. Vielmehr wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Nutzer einen möglichst einfachen Zugang zur Cloud bekommen, egal, welches Gerät sie gerade zur Hand haben.
Der nächste Detaill-Schritt besteht dann im Grunde darin, dass Anwendungen nicht nur universell auf unterschiedlichen Windows-Geräten laufen, sondern auf allen möglichen Plattformen. Dabei ist völlig klar, dass plattformunabhängige Programme in ihrer Umsetzung auf einem speziellen Gerät vielfach nicht besonders effektiv sind. Vernachlässigbar wäre dies aber eben dann, wenn sie ohnehin nur ein Fenster zur Cloud darstellen.
Da passt die kürzliche Übernahme der Firma Xamarin perfekt ins Konzept. Diese bietet über die Mono-Umgebung schon länger die Möglichkeit, .Net-Applikationen auch unter Linux und OS X zu betreiben. Allerdings waren die Lizenzen bisher zu teuer, um einen breiten Einsatz voranzutreiben. Zukünftig dürften die Xamarin-Tools aber zum normalen Bestandteil der Entwicklungsumgebung Visual Studio werden - von der es wiederum bereits erste Ableger auch für Programmierer auf Linux und OS X gibt. Man darf daher gespannt sein, welche konkreteren Schritte Microsoft im Zuge der bald startenden Build-Konferenz anschieben wird.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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