Steam von KI-Slop überschwemmt:
Echte Entwickler warten ewig
Zahlreiche Indie-Entwickler verpassen aktuell ihre geplanten Veröffentlichungstermine, da der Prüfprozess für neue Spiele auf Steam massiv ins Stocken geraten ist. Entwickler vermuten als Ursache eine Flut von KI-generierten Titeln, die das System überlasten soll.
Für kleine Teams hat die Situation gravierende Folgen. So wartet das Studio Daimon laut Kotaku seit Mitte Oktober auf die Freigabe von Food Devils, während auch Cubic Earth in der Warteschleife feststeckt. Den Entwicklern entgehen dadurch Einnahmen, während ihre Reichweite schwindet. Zudem droht den Projekten ein späterer Release im November, bei dem sie mit großen Blockbustern wie dem kommenden Grand Theft Auto 6 um die Aufmerksamkeit der Spieler konkurrieren müssen.
Einen Großteil der Verzögerung erklärt Valve allerdings damit, dass Spiele erneut geprüft werden müssen. Die Änderungen sollen Nachprüfungen wegen grundlegender funktionaler Probleme reduzieren. Laut Valve werden manchmal Builds geprüft, die nie über Steam gespielt wurden, wodurch grundlegende Schritte für die Installation über Steam fehlen können.
Zusätzlich weist das System nun auf unvollständig konfigurierte Errungenschaften hin und erinnert bei der Einreichung etwa daran, beworbene Sprachversionen auch tatsächlich in den Build aufzunehmen.
Seid ihr von den verschobenen Indie-Releases enttäuscht oder findet ihr Valves strengere Kontrollen richtig? Teilt eure Gedanken zu diesem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Verzögerte Prüfungen auf Steam führen aktuell zu vielen verspäteten Releases
- Kleine Entwicklerstudios klagen über wochenlange Wartezeiten und Einnahmeausfälle
- Eine Flut neuer Titel und viele Nachprüfungen sorgen für Verzögerungen bei Valve
- Die Bearbeitungszeit für Einreichungen steigt derzeit auf bis zu zwölf Werktage
- Neue Vorgaben verlangen einen vorherigen fünfminütigen Testlauf über die Plattform
- Zusatzsoftware sowie Cloud-Saves und Gameplay-Screenshots müssen korrekt vorliegen
Verzögerungen beim Steam-Release
Zahlreiche Entwickler von Indie-Spielen stehen derzeit vor einem massiven Problem, da ihre fertiggestellten Titel den geplanten Release verpassen. Grund dafür ist ein ins Stocken geratener Prüfprozess auf der PC-Spieleplattform Steam. Üblicherweise nimmt die Freigabe eines neuen Spiels etwa drei bis fünf Werktage in Anspruch, doch aktuell berichten betroffene Studios von Wartezeiten, die sich über mehrere Wochen erstrecken.Für kleine Teams hat die Situation gravierende Folgen. So wartet das Studio Daimon laut Kotaku seit Mitte Oktober auf die Freigabe von Food Devils, während auch Cubic Earth in der Warteschleife feststeckt. Den Entwicklern entgehen dadurch Einnahmen, während ihre Reichweite schwindet. Zudem droht den Projekten ein späterer Release im November, bei dem sie mit großen Blockbustern wie dem kommenden Grand Theft Auto 6 um die Aufmerksamkeit der Spieler konkurrieren müssen.
Entwickler vermuten eine KI-Flut
Einige Entwickler vermuten, dass eine Schwemme an mit künstlicher Intelligenz generierten Spielen für den Stau verantwortlich ist, denn allein im Oktober verzeichnete die Plattform rund 4000 Neuerscheinungen. Das dürfte auch tatsächlich der Fall sein: Denn wie Valve in einem Blogbeitrag mitteilt, verzeichnet das Unternehmen tatsächlich einen signifikanten Anstieg an Einreichungen. Der Steam-Betreiber gesteht ein, derzeit in Verzug zu sein, wodurch die Überprüfung nun bis zu zwölf Werktage in Anspruch nehmen kann.Einen Großteil der Verzögerung erklärt Valve allerdings damit, dass Spiele erneut geprüft werden müssen. Die Änderungen sollen Nachprüfungen wegen grundlegender funktionaler Probleme reduzieren. Laut Valve werden manchmal Builds geprüft, die nie über Steam gespielt wurden, wodurch grundlegende Schritte für die Installation über Steam fehlen können.
Neue Vorgaben für den Prüfprozess
Um die Prozesse künftig zu beschleunigen und die Zahl der Zweitprüfungen zu reduzieren, hat Valve eine aktualisierte Checkliste für Entwickler eingeführt. Entwickler müssen ihr Spiel nun vor der Einreichung mindestens fünf Minuten lang über Steam spielen. Zudem muss notwendige Zusatzsoftware wie DirectX oder Visual C++ korrekt deklariert werden. Die Funktionalität von Cloud-Speicherständen ist künftig mit einem Test-Speicherstand zu belegen. Darüber hinaus sind auf der Shop-Seite zwingend mindestens fünf Screenshots erforderlich, die das reine Gameplay zeigen.Zusätzlich weist das System nun auf unvollständig konfigurierte Errungenschaften hin und erinnert bei der Einreichung etwa daran, beworbene Sprachversionen auch tatsächlich in den Build aufzunehmen.
Seid ihr von den verschobenen Indie-Releases enttäuscht oder findet ihr Valves strengere Kontrollen richtig? Teilt eure Gedanken zu diesem Thema gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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