Elektroauto-Absatz: BYD läuft den etablierten Autokonzernen davon

Der chinesische Autokonzern BYD stellt derzeit neue Rekorde beim Absatz von Elektrofahrzeugen auf. Der Hersteller setzte allein im Oktober bereits mehr E-Autos ab, als in den ganzen USA im Quartal verkauft wurden.
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BYD
  • BYD erzielte im Oktober mit 305.743 reinen E-Autos einen neuen Absatzrekord
  • Der Monatsabsatz übertrifft die gesamten US-Verkäufe des dritten Quartals
  • Insgesamt verkaufte der Konzern im Oktober 490.168 New Energy Vehicles
  • Im dritten Quartal überholte der Konzern mit 762.500 E-Autos bereits VW
  • Dagegen ging der Absatz von Plug-in-Hybriden im Oktober um 17 Prozent zurück
  • Die Exportzahlen verdoppelten sich seit Jahresbeginn auf über 1,5 Millionen

Über 300.000 E-Autos in einem Monat

BYD hat im Oktober erstmals mehr als 300.000 reine Elektroautos in einem Monat verkauft und damit einen neuen Absatzrekord aufgestellt. Der chinesische Hersteller setzte insgesamt 305.743 batterieelektrische Fahrzeuge ab. Damit übertraf das Unternehmen bereits in einem einzigen Monat die Zahl der Elektroautos, die in den USA im gesamten dritten Quartal verkauft wurden, berichtete das Magazin Electrek.

Der weltgrößte Hersteller von Elektroautos verkaufte im Oktober insgesamt 490.168 sogenannte New Energy Vehicles (NEV). Dazu zählen neben reinen Elektroautos auch Plug-in-Hybride. Gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht das einem Wachstum von elf Prozent. Die Elektroautos legten dabei besonders deutlich zu: Ihr Absatz stieg um 37 Prozent und überschritt erstmals die Marke von 300.000 Fahrzeugen. In den USA waren laut Schätzungen von Kelley Blue Book im dritten Quartal zusammen lediglich rund 262.500 Elektroautos verkauft worden. In Europa waren es mit über 600.000 Stück inzwischen deutlich mehr.


BYD verkaufte nach starkem Wachstum bereits im dritten Quartal rund 762.500 E-Autos. Bereits damit wurde VW, der mit 684.000 Einheiten größte europäische Anbieter, klar überholt. Im laufenden vierten Quartal dürften die Unterschiede noch größer ausfallen.

BYD setzt damit seinen Wachstumskurs fort. Der Oktober war bereits der sechste Monat in Folge mit steigenden Gesamtverkäufen und der dritte Monat hintereinander mit zunehmenden Elektroauto-Absätzen. Von Januar bis einschließlich Oktober verkaufte der Konzern 1.953.700 reine Elektroautos, das sind sechs Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Während die Elektroautos inzwischen rund 63 Prozent des monatlichen Absatzes ausmachen, entwickelt sich das Geschäft mit Plug-in-Hybriden rückläufig. Im Oktober sank deren Absatz um 17 Prozent auf 177.382 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn wurden 1.625.969 Plug-in-Hybride verkauft, elf Prozent weniger als im Vorjahr.

Stark wachsender Export

Der internationale Markt gewinnt für BYD zunehmend an Bedeutung. Im Oktober exportierte der Hersteller nach eigenen Angaben 170.194 Fahrzeuge. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn mehr als 1,5 Millionen Elektroautos und Plug-in-Hybride ins Ausland geliefert, das sind nahezu doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr 2026 peilt BYD Exportlieferungen von rund zwei Millionen Fahrzeugen an. 2027 sollen es bereits mehr als 2,5 Millionen sein.

Besonders Europa sowie Südostasien und Mittel- und Südamerika stehen im Fokus der Expansion. Neue Modelle und überarbeitete Fahrzeuge mit der Blade Battery 2.0 und der Flash-Charging-Technologie sollen zusätzliche Käufer gewinnen. BYD setzt dabei auf größere Reichweiten, kürzere Ladezeiten und eine umfangreichere technische Ausstattung. Damit wird das chinesische Unternehmen für die etablierten westlichen Hersteller zunehmend zu einem ernsten Problem.

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Christian Kahle

Redakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt

Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.

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