Microsoft: Windows jetzt bis zu 40% schneller auf PCs mit 8 GB RAM

Microsoft hat Details zu den mit der neuesten Version von Windows 11 umgesetzten Verbesserungen zur Reduktion des Speicherbedarfs genannt. Das Betriebssystem soll auf PCs mit nur acht Gigabyte Arbeitsspeicher um bis zu 20 Prozent reaktionsfreudiger laufen.
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  • Microsoft senkt den RAM-Bedarf von Windows 11 für Rechner mit acht Gigabyte RAM
  • Das Betriebssystem soll dank Optimierungen deutlich reaktionsfreudiger sein
  • Auf schwächeren PCs werden Hintergrunddienste nun nicht mehr vorab geladen
  • Angepasste Office-Programme benötigen laut Entwicklern rund 360 Megabyte weniger
  • Teile der Windows-Oberfläche wurden nativ in WinUI umgesetzt um RAM zu sparen
  • PC-Hersteller dürfen Geräte mit acht Gigabyte RAM nicht mit Bloatware liefern

Windows-Chef sieht Beweise für mehr Effizienz

Mitten in der Speicherkrise versucht Microsofts Windows-Chef Pavan Davuluri die zuletzt umgesetzten Maßnahmen zur Senkung des Speicherbedarfs bei Windows 11 26H2 zu bewerben, um so den Vertrieb von günstigeren PCs mit nur acht GB RAM anzukurbeln. Dabei stützt er sich auf interne Tests, die das Windows-Team durchgeführt hat.

Stand heute soll Windows 11 auf Systemen mit nur acht GB RAM wesentlich effizienter laufen als noch vor einem Jahr, so Davuluri. Letztlich soll das OS 20 Prozent reaktionsfreudiger sein und ein um bis zu 40 Prozent schnelleres Multitasking ermöglichen.


Um dies zu erreichen, setzt Microsoft bei PCs mit wenig Arbeitsspeicher auf drei zentrale Maßnahmen: der verfügbare RAM wird effektiver genutzt, die für ein flüssiges und schnelles Gefühl nötigen Interaktionen werden "geschützt" und wichtige Apps sollen weniger Arbeitsspeicher benötigen.

Dazu haben die jüngsten Updates dafür gesorgt, dass Hintergrunddienste und Apps auf PCs mit acht GB RAM nicht mehr vorgeladen werden. Das Widgets-Board und andere Elemente werden somit nicht vorgehalten, was mehr Speicher für andere Aufgaben und Aktivitäten frei lässt. Mittels einer Komprimierung der Speicherinhalte wird außerdem versucht, ständig die Daten der laufenden Anwendungen möglichst klein zu halten.

Auch Office & Edge sollen effizienter laufen

Davuluri zufolge hat sich das Windows-Team auch mit den Entwicklern von Office und Edge abgestimmt, um deren RAM-Bedarf zu senken. Dadurch sollen die Office-Apps jetzt mit etwa 360 Megabyte weniger Arbeitsspeicher auskommen, während weitere Einsparungen in anderen Bereichen dazu geführt haben, dass etwa 900 MB mehr dem Betriebssystem für andere Aufgaben zur Verfügung stehen.

Auch bei Windows selbst setzt Microsoft natürlich in anderen Bereichen an. So nutzen die durch eine Browser-Engine dargestellten Teile der Benutzeroberfläche jetzt nicht mehr jeweils einen eigenen Prozess, sondern die gleiche Engine. Außerdem wurden einige der bisher auf Web-Technologien basierenden Elemente nativ in WinUI umgesetzt, um so ebenfalls RAM zu sparen.

Bloatware-Verbot für PC-Hersteller

Microsoft nimmt laut dem Windows-Chef auch die PC-Hersteller in die Pflicht. Wer Windows-PCs mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher anbieten will, muss ein vorgegebenes "Speicher-Budget" einhalten. Die Systeme dürfen daher ab Werk nicht mehr mit Bloatware ausgeliefert werden, um so mehr Speicher für das Vorladen von besonders wichtigen Diensten zur Verfügung zu haben.

Die genannten Verbesserungen sollen übrigens laut Microsoft auch für Geräte mit noch weniger Arbeitsspeicher Vorteile mit sich bringen, schließlich liegt die Mindestanforderung auch weiterhin bei nur vier Gigabyte RAM. Auch bei derartigen Geräten soll die Reaktionsfreudigkeit also deutlich zunehmen, während das Hantieren mit mehreren Apps ebenfalls flüssiger von der Hand geht.

Letztlich ermöglichen Microsofts Bemühungen, die eigentlich auch schon vor zig Jahren hätten umgesetzt werden können, vor allem eines: Windows soll mit weniger Speicher auskommen, damit der Softwarekonzern und seine Hardware-Partner überhaupt noch neue PCs verkaufen können, die sich wenigstens flüssig nutzbar anfühlen.

Siehe auch:
Roland Quandt

Redakteur für Smartphones & Leaks

Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.

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