Midterm-Wahlen 2026: Elon Musk verbrennt fast halbe Milliarde Dollar
Tech-Milliardär Elon Musk erlitt bei den US-Zwischenwahlen eine schwere Niederlage. Trotz seiner Investition von 474 Millionen Dollar für republikanische Kandidaten gewannen die Demokraten. Seinen Firmen könnte nun strengere Überwachung drohen.
Landesweit flossen allein knapp 87 Millionen Dollar (etwa 78 Millionen Euro) seines America PAC (PAC steht für Political Action Committee) in 44 Rennen auf Bundesebene, von denen die meisten verloren gingen. Im demokratisch geführten Kongress könnten auf Musks Unternehmen nun verstärkte Untersuchungen sowie eine strengere Überwachung lukrativer Regierungsaufträge zukommen.
Texas ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Stützpunkt für Musks Imperium geworden. Tesla betreibt dort seine größte US-Fahrzeugfabrik, und SpaceX startet Raketen von der Starbase-Anlage im Süden des Bundesstaates. Beide Firmen planen im Bundesstaat zudem den Bau einer Halbleiterfabrik für mehr als 100 Milliarden Dollar (etwa 89 Milliarden Euro).
Die Wahlergebnisse könnten die Expansionspläne nun erschweren. Wie CNBC berichtet, forderte die künftige Gouverneurin Hinojosa ein Moratorium für neue Rechenzentren sowie ein Ende von Steuervergünstigungen. Zudem sollen Entwickler nach ihrem Willen ihre Stromkosten vollständig selbst tragen. Musk reagierte auf X mit Sarkasmus und schrieb, dass seine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser versagt hätten und Rechenzentren im Weltraum derzeit sehr attraktiv wirkten.
Die politische Wende wirkte sich unmittelbar auf die Finanzmärkte aus. Die Aktien von Tesla fielen vor Handelsbeginn am Mittwoch um über sechs Prozent. Auch SpaceX verzeichnete einen Rückgang von 5,6 Prozent und rutschte unter den Ausgabepreis von 135 Dollar (etwa 121 Euro). Eine diskutierte Fusion beider Firmen könnte unter den neuen Vorzeichen ebenfalls komplexer werden.
Laut einer Schätzung von JPMorgan Asset Management könnte der Aufbau der KI-Infrastruktur bis ins Jahr 2030 rund fünf Billionen Dollar (etwa 4,5 Billionen Euro) kosten. Verzögerungen bei den Genehmigungsverfahren können Fertigstellung und Einnahmen verschieben, höhere Strom- und Finanzierungskosten die Projekte verteuern.
Die US-Wahlen belegen eine Skepsis gegenüber dem Einfluss von Tech-Konzernen auf die Politik. Was meint ihr dazu? Teilt eure Sichtweisen gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Elon Musk erlitt bei den US-Wahlen trotz Millionenspenden ein Wahldebakel
- Die Demokraten errangen die Mehrheit im Kongress und siegten in Texas
- Musks Firmen drohen im US-Kongress nun schärfere behördliche Kontrollen
- In Texas verloren die von Musk massiv geförderten Kandidaten ihre Ämter
- Die Wahlergebnisse belasten Expansionspläne und ließen Aktienkurse fallen
- Wachsende Skepsis der Wähler führt lokal zu Verboten für KI-Rechenzentren
Wahl-Debakel für Tech-Milliardär Musk
SpaceX- und Tesla-Chef Elon Musk hat bei den US-Zwischenwahlen am Dienstag eine schwere politische Niederlage erlitten. Der Unternehmer investierte mindestens 474 Millionen Dollar (etwa 423 Millionen Euro) in den Wahlkampf, um republikanische Kandidaten zu unterstützen. Doch diese Gelder waren unter dem Strich wirkungslos, da die Demokraten die Kontrolle über den US-Kongress zurückgewannen und in Schlüsselstaaten siegten.Landesweit flossen allein knapp 87 Millionen Dollar (etwa 78 Millionen Euro) seines America PAC (PAC steht für Political Action Committee) in 44 Rennen auf Bundesebene, von denen die meisten verloren gingen. Im demokratisch geführten Kongress könnten auf Musks Unternehmen nun verstärkte Untersuchungen sowie eine strengere Überwachung lukrativer Regierungsaufträge zukommen.
Rückschlag in Texas
Besonders deutlich fielen die Verluste in Texas aus, wo Musk 224 Millionen Dollar (etwa 200 Millionen Euro) einsetzte. Seine bevorzugten Kandidaten, Senatsanwärter Ken Paxton und der amtierende Gouverneur Greg Abbott, verloren gegen die demokratischen Herausforderer James Talarico und Gina Hinojosa. Talarico sprach nach seinem Sieg davon, dass man Goliath besiegt habe.Texas ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Stützpunkt für Musks Imperium geworden. Tesla betreibt dort seine größte US-Fahrzeugfabrik, und SpaceX startet Raketen von der Starbase-Anlage im Süden des Bundesstaates. Beide Firmen planen im Bundesstaat zudem den Bau einer Halbleiterfabrik für mehr als 100 Milliarden Dollar (etwa 89 Milliarden Euro).
Die Wahlergebnisse könnten die Expansionspläne nun erschweren. Wie CNBC berichtet, forderte die künftige Gouverneurin Hinojosa ein Moratorium für neue Rechenzentren sowie ein Ende von Steuervergünstigungen. Zudem sollen Entwickler nach ihrem Willen ihre Stromkosten vollständig selbst tragen. Musk reagierte auf X mit Sarkasmus und schrieb, dass seine wahlbeeinflussenden Weltraumlaser versagt hätten und Rechenzentren im Weltraum derzeit sehr attraktiv wirkten.
Die politische Wende wirkte sich unmittelbar auf die Finanzmärkte aus. Die Aktien von Tesla fielen vor Handelsbeginn am Mittwoch um über sechs Prozent. Auch SpaceX verzeichnete einen Rückgang von 5,6 Prozent und rutschte unter den Ausgabepreis von 135 Dollar (etwa 121 Euro). Eine diskutierte Fusion beider Firmen könnte unter den neuen Vorzeichen ebenfalls komplexer werden.
Widerstand gegen KI-Zentren
Bei den Wählern zeigte sich landesweit eine wachsende Skepsis gegenüber dem massiven Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Kampagnen gaben im Wahlkampf 173 Millionen Dollar (etwa 155 Millionen Euro) für fast ausschließlich negative Werbespots zum Thema Rechenzentren aus. Bei 41 lokalen Abstimmungen beschlossen mindestens zehn Gemeinden Beschränkungen oder Verbote für Datenzentren.Laut einer Schätzung von JPMorgan Asset Management könnte der Aufbau der KI-Infrastruktur bis ins Jahr 2030 rund fünf Billionen Dollar (etwa 4,5 Billionen Euro) kosten. Verzögerungen bei den Genehmigungsverfahren können Fertigstellung und Einnahmen verschieben, höhere Strom- und Finanzierungskosten die Projekte verteuern.
Die US-Wahlen belegen eine Skepsis gegenüber dem Einfluss von Tech-Konzernen auf die Politik. Was meint ihr dazu? Teilt eure Sichtweisen gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Teslas Aktienkurs unter Elon
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