Viltrox 35 mm F1.4 Pro im Test: Ein Objektiv zwischen den Welten
Das Viltrox 35 mm F1.4 Pro überzeugt im Praxistest mit guter Bildqualität, zuverlässigem Autofokus und umfangreicher Ausstattung. Seine Position im Sortiment ist allerdings schwierig: Das kompaktere F1.8 EVO und das lichtstärkere F1.2 LAB bieten jeweils klare Alternativen. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 859 Euro stellt sich unseren Kollegen von ValueTech TV deshalb vor allem die Frage nach dem Mehrwert des Pro.
Das für Sony E und Nikon Z erhältliche Objektiv wiegt je nach Anschluss 760 bis 780 Gramm. Damit ist es für eine Festbrennweite vergleichsweise schwer. Dafür bietet das wettergeschützte Gehäuse eine umfangreiche Bedienung mit AF/MF-Schalter, frei belegbarer Funktionstaste und Blendenring mit abschaltbarer Rastung. Firmware-Updates lassen sich über einen USB-C-Anschluss direkt am Objektiv installieren. Ein 77-Millimeter-Filtergewinde ergänzt die Ausstattung.
An einer Sony Alpha 7R V mit rund 60 Megapixeln zeigt sich die Bildqualität bei Offenblende ordentlich, erreicht aber noch nicht ihr Maximum. Besonders im Bildzentrum verbessert sich die Schärfe durch Abblenden auf F2 bis F2.8 deutlich. An den Rändern fällt die Leistung bei F1.4 schwächer aus. Für eine möglichst gleichmäßige Schärfe über das gesamte Bild empfiehlt sich F5.6. Chromatische Aberrationen sind dagegen bereits bei Offenblende gut kontrolliert.
Zu den Stärken zählen das überzeugende Gegenlichtverhalten und ausgeprägte Blendensterne, die bereits bei F8 entstehen. Der Autofokus mit Hyper-VCM-Antrieb arbeitet zuverlässig und führt die Schärfe auch bei Videoaufnahmen gut nach. Die abschaltbare Blendenrastung unterstützt den Filmeinsatz. Ein optischer Bildstabilisator fehlt allerdings.
Die größte Herausforderung bleibt die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Das F1.8 EVO ist deutlich kleiner und wiegt weniger als halb so viel, während das F1.2 LAB mehr Lichtstärke und zusätzliche Leistungsreserven bietet. Der Gewichtsunterschied zum LAB fällt vergleichsweise gering aus.
Das Pro ist damit eine vielseitige Festbrennweite für Fotografierende, die F1.4 und umfangreiche Bedienelemente schätzen. Bei der UVP von 859 Euro bleibt seine Rolle im Sortiment allerdings wenig eindeutig. Ein Preisrückgang um 100 bis 200 Euro würde die Attraktivität deutlich erhöhen.
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Das für Sony E und Nikon Z erhältliche Objektiv wiegt je nach Anschluss 760 bis 780 Gramm. Damit ist es für eine Festbrennweite vergleichsweise schwer. Dafür bietet das wettergeschützte Gehäuse eine umfangreiche Bedienung mit AF/MF-Schalter, frei belegbarer Funktionstaste und Blendenring mit abschaltbarer Rastung. Firmware-Updates lassen sich über einen USB-C-Anschluss direkt am Objektiv installieren. Ein 77-Millimeter-Filtergewinde ergänzt die Ausstattung.
An einer Sony Alpha 7R V mit rund 60 Megapixeln zeigt sich die Bildqualität bei Offenblende ordentlich, erreicht aber noch nicht ihr Maximum. Besonders im Bildzentrum verbessert sich die Schärfe durch Abblenden auf F2 bis F2.8 deutlich. An den Rändern fällt die Leistung bei F1.4 schwächer aus. Für eine möglichst gleichmäßige Schärfe über das gesamte Bild empfiehlt sich F5.6. Chromatische Aberrationen sind dagegen bereits bei Offenblende gut kontrolliert.
Zu den Stärken zählen das überzeugende Gegenlichtverhalten und ausgeprägte Blendensterne, die bereits bei F8 entstehen. Der Autofokus mit Hyper-VCM-Antrieb arbeitet zuverlässig und führt die Schärfe auch bei Videoaufnahmen gut nach. Die abschaltbare Blendenrastung unterstützt den Filmeinsatz. Ein optischer Bildstabilisator fehlt allerdings.
Nahaufnahmen machbar
Mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:5,5 eignet sich das Objektiv auch für gelegentliche Detailaufnahmen, ersetzt jedoch keine Makrooptik. Im Nahbereich verbessert leichtes Abblenden ebenfalls die Schärfe.Die größte Herausforderung bleibt die Konkurrenz aus dem eigenen Haus. Das F1.8 EVO ist deutlich kleiner und wiegt weniger als halb so viel, während das F1.2 LAB mehr Lichtstärke und zusätzliche Leistungsreserven bietet. Der Gewichtsunterschied zum LAB fällt vergleichsweise gering aus.
Das Pro ist damit eine vielseitige Festbrennweite für Fotografierende, die F1.4 und umfangreiche Bedienelemente schätzen. Bei der UVP von 859 Euro bleibt seine Rolle im Sortiment allerdings wenig eindeutig. Ein Preisrückgang um 100 bis 200 Euro würde die Attraktivität deutlich erhöhen.
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