Google, Nvidia und Apple: Wer ist schuld am "Inkognito-Porno"-Bug?
Der Inkognito-Modus von Google Chrome ist ein beliebter Weg, seine Spuren im Web zu verwischen. Für viele bedeutet das vor allem eines: Sich Pornografie im Netz anzusehen. Ein jüngst entdeckter "Bug" kann diese Inhalte aber an die Oberfläche spülen, die Schuld scheint aber - laut derzeitigen Stand - bei Apple bzw. OS X zu liegen.
Das bekam Evan Andersen zu sehen (natürlich in voller 'Pracht')
Andersen hat sich die Sache daraufhin näher angesehen und kam zum Schluss, dass das an einem Bug in den GPU-Treibern von Nvidia liege. Denn der GPU-Speicher wird nicht gelöscht, bevor er einer Anwendung zugeteilt wird. Dadurch können die Inhalte einer Anwendung in eine andere "durchsickern".
So wurde nach dem Schließen des Inkognito-Fensters dessen Framebuffer zum Pool des frei zur Verfügung stehenden GPU-Speichers hinzugefügt, aber eben nicht zuvor entleert, also gelöscht. Als das Spiel für den eigenen Prozess um Framebuffer angefragt hat, wurde der zuvor von Chrome genutzte bereitgestellt und es kam zur Vermischung der Inhalte, da Diablo den Buffer selbst nicht löscht (was das Spiel aber eigentlich machen sollte).
Inzwischen mehren sich die Hinweise darauf, dass das tatsächlich ein OS X-Problem ist, denn auf Reddit berichten einige Nutzer, dass sie dieses Verhalten auch auf AMD-Grafikkarten reproduzieren konnten.
Apple hat sich zu dieser Angelegenheit bisher nicht geäußert.
Diablo XXX
Entdeckt hat diesen Fehler der kanadische Student Evan Andersen, wir haben vor kurzem darüber berichtet. Er schrieb unlängst in seinem Blog, dass er Diablo 3 gestartet hat, doch statt des Ladebildschirms bekam er Pornografie, die er sich einige Stunden zuvor angesehen hat, eingeblendet. Dabei fror der Bildschirm ein und das Browser-Fenster mit den pikanten Inhalten war zu sehen. Nach kurzer Zeit verschwand das zwar wieder, die erotischen Inhalte waren aber eine Zeit lang in ihrer vollen "Pracht" erkennbar.
Das bekam Evan Andersen zu sehen (natürlich in voller 'Pracht')
Andersen hat sich die Sache daraufhin näher angesehen und kam zum Schluss, dass das an einem Bug in den GPU-Treibern von Nvidia liege. Denn der GPU-Speicher wird nicht gelöscht, bevor er einer Anwendung zugeteilt wird. Dadurch können die Inhalte einer Anwendung in eine andere "durchsickern".
So wurde nach dem Schließen des Inkognito-Fensters dessen Framebuffer zum Pool des frei zur Verfügung stehenden GPU-Speichers hinzugefügt, aber eben nicht zuvor entleert, also gelöscht. Als das Spiel für den eigenen Prozess um Framebuffer angefragt hat, wurde der zuvor von Chrome genutzte bereitgestellt und es kam zur Vermischung der Inhalte, da Diablo den Buffer selbst nicht löscht (was das Spiel aber eigentlich machen sollte).
Verantwortlich ist wohl OS X
Nvidia schob die Schuld in einem Statement gegenüber VentureBeat von sich: "Das Problem hängt mit dem Speicher-Management des Apple-Betriebssystems und nicht den Nvidia-Treibern zusammen." Man erläutert weiter, dass der Treiber nur das ausführe, was das Betriebssystem vorgibt, man verweist auf die Tatsache, dass auf Windows-Rechnern der Speicher ordnungsgemäß gelöscht werde.Inzwischen mehren sich die Hinweise darauf, dass das tatsächlich ein OS X-Problem ist, denn auf Reddit berichten einige Nutzer, dass sie dieses Verhalten auch auf AMD-Grafikkarten reproduzieren konnten.
"You're holding it wrong"
Google selbst hat hier ebenfalls die Hände in Unschuld gewaschen und darauf verwiesen, dass der Inkognito-Modus von Chrome "nicht designt ist, um jemanden vor anderen auf ein- und demselben Rechner zu schützen". Man werde das Problem deshalb auch nicht explizit ansprechen bzw. das Chrome-Verhalten ändern.Apple hat sich zu dieser Angelegenheit bisher nicht geäußert.
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