Abmahnanwalt Thomas Urmann verurteilt, ist damit seine Lizenz los
Der als Abmahnanwalt in der Causa RedTube bekannt gewordene Anwalt Thomas Urmann ist wohl seine Lizenz los, da er wegen Betrugs und Insolvenzverschleppung verurteilt worden ist. Mit RedTube hat das allerdings nicht zu tun, Urmann wollte als Geschäftsführer einer Lebensmittelfabrik die Pleite seiner Firma vertuschen.
Das Schöffengericht in Augsburg verurteilte Urmann wegen der Verschleierung der Insolvenz einer von ihm im Jahr 2008 übernommenen Wurstfabrik in Gundelfingen. Der Angeklagte kam damit aber verhältnismäßig glimpflich davon, das Gericht erkannte mildernde Umstände an, da Urmann geständig, reuig und schuldeinsichtig war. Das sagte Urmanns Verteidiger Jan Bockemühl gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung.
Laut Bockemühl war die Krise der Fabrik weitläufig bekannt, die meisten Lieferpartner hätten davon Kenntnis gehabt, sodass man nicht von bewusster Täuschung ausgehen könne. Laut MZ habe Urmann zudem die Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeiter mit eigenem Geld bezahlt, weshalb auch keine so genannte Firmenbestattung vorgelegen habe.
Urmann ist Ende des Vorjahres zu einschlägiger Berühmtheit gekommen, da seine Kanzlei "Urmann + Collegen" (U+C) tausende Abmahnungen an Nutzer des Porno-Streaming-Anbieters RedTube versandt hatte. Die Umstände dieses Vorgehens waren aber von Anfang an dubios, nach dem Abtauchen der Hintermänner und einer Niederlage vor Gericht musste U+C das Mandat in dieser Causa niederlegen.
Vielen Dank an die zahlreichen WinFuture-Leser für den Hinweis.
Geld- und Bewährungsstrafe
Ende vergangener Woche wurde über einen Bericht der Mittelbayerischen Zeitung (MZ) bekannt, dass der Anwalt und Chef der Kanzlei U+C Thomas Urmann zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden ist. Urmann muss außerdem 80.000 Euro zahlen und zusätzlich 80 Stunden Sozialdienst leisten.Das Schöffengericht in Augsburg verurteilte Urmann wegen der Verschleierung der Insolvenz einer von ihm im Jahr 2008 übernommenen Wurstfabrik in Gundelfingen. Der Angeklagte kam damit aber verhältnismäßig glimpflich davon, das Gericht erkannte mildernde Umstände an, da Urmann geständig, reuig und schuldeinsichtig war. Das sagte Urmanns Verteidiger Jan Bockemühl gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung.
Laut Bockemühl war die Krise der Fabrik weitläufig bekannt, die meisten Lieferpartner hätten davon Kenntnis gehabt, sodass man nicht von bewusster Täuschung ausgehen könne. Laut MZ habe Urmann zudem die Sozialversicherungsbeiträge der Mitarbeiter mit eigenem Geld bezahlt, weshalb auch keine so genannte Firmenbestattung vorgelegen habe.
Lizenz los
Für Urmann vermutlich empfindlicher als die Verurteilung an sich ist der Umstand, dass er seine Anwaltslizenz verliert, sobald der Schuldspruch rechtskräftig ist. Dies sollte Ende dieser Woche der Fall sein.Urmann ist Ende des Vorjahres zu einschlägiger Berühmtheit gekommen, da seine Kanzlei "Urmann + Collegen" (U+C) tausende Abmahnungen an Nutzer des Porno-Streaming-Anbieters RedTube versandt hatte. Die Umstände dieses Vorgehens waren aber von Anfang an dubios, nach dem Abtauchen der Hintermänner und einer Niederlage vor Gericht musste U+C das Mandat in dieser Causa niederlegen.
Vielen Dank an die zahlreichen WinFuture-Leser für den Hinweis.
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