Ein 'Internet' aus Drohnen macht Straßen überflüssig
Die durch das Internet erlangten Erkenntnisse über die autonome Organisation von Netzwerken und die letzten Fortschritte in der Drohnen-Technologie, will ein Startup nun für den Aufbau riesiger Transportnetze verwenden.
Die Firma sowie das Projekt heißen "Matternet". Erste Feldversuche wurden bereits in der Dominikanischen Republik und in Haiti durchgeführt. Gerade solche Regionen mit relativ schwach entwickelter Transport-Infrastruktur sollen durch das neue System gut erschlossen werden können. Eines Tages soll hier ein dichtes Netzwerk existieren, auf dessen Bahnen Quadcopter Ladungen an ihre Ziele transportieren, berichtete das US-Magazin SingularityHub.
Feldversuch in Haiti
So sollen beispielsweise Nahrungsmittel und Medikamente schnell in Regionen gebracht werden können, die derzeit über Straßenwege nur schwer und bei manchen Wetterlagen so gut wie gar nicht zu erreichen sind. Die Versuche wurden mit relativ billigen und einfach herzustellenden Drohnen durchgeführt, die sich solche Gegenden leichter und schneller leisten können, als den Bau eines Straßennetzes.
Bisher kommen in solchen Regionen teils Flugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz, die nicht einfach so von einzelnen Drohnen ersetzt werden können. Die Idee hinter Matternet ist allerdings nicht, dass ein Fluggerät auf den Weg geschickt wird und dann hoffentlich beim Ziel ankommt. "Wir haben uns überlegt, wie man die Straßen hinter sich lassen und und eine Menge Zeug transportieren kann, wenn die Akkus nur für eine Strecke von zehn Kilometern reichen", erklärte Matternet-Gründer Andreas Raptopoulos gegenüber dem Magazin. Und auch die einzelnen Ladungen können längst nicht so groß sein, wie bei einem Helikopter.
Letztlich wurde man bei einer Übertragung der Prinzipien des Internets auf das Problem fündig. Die Basis des Drohnen-Netzwerkes sollen zahlreiche kleine Basisstationen bilden, an denen über Solarzellen Akkus geladen werden. Die Drohnen sollen diese automatisch anfliegen und die leeren Stromspeicher ersetzen können.
Entwurf einer Basisstation
Die Drohnen selbst müssen in der Lage sein, per GPS zu navigieren, mit dem Netzwerk an sich sowie externen Stellen wie etwa der Flugsicherheit zu kommunizieren und jeweils einige Kilogramm Ladung über mehrere Kilometer zu transportieren. Als dritte Komponente arbeitet man bei Matternet an einem Betriebssystem für das komplette Projekt, dass es ermöglicht, die Drohnen komplett autonom fliegen zu lassen und das ein menschliches Eingreifen maximal bei technischen Defekten an den Flugsystemen erforderlich macht.
So wäre es möglich, dass die Quadcopter auch größere Mengen an Materialien zu jedem beliebigen Punkt fliegen können, der von den Basisstationen abgedeckt wird. Ähnlich wie IP-Pakete von Router zu Router geleitet und beim Empfänger wieder zur kompletten Datei zusammengesetzt werden, könnten so Ladungen in unwegsamen Regionen transportiert werden. Hinzu kommt, dass an unterschiedlichen Stellen kleine Netze aufgebaut werden können, die sich automatisch miteinander verbinden, wenn einzelne Knoten dicht genug beieinander sind.
Feldversuch in Haiti
So sollen beispielsweise Nahrungsmittel und Medikamente schnell in Regionen gebracht werden können, die derzeit über Straßenwege nur schwer und bei manchen Wetterlagen so gut wie gar nicht zu erreichen sind. Die Versuche wurden mit relativ billigen und einfach herzustellenden Drohnen durchgeführt, die sich solche Gegenden leichter und schneller leisten können, als den Bau eines Straßennetzes.
Bisher kommen in solchen Regionen teils Flugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz, die nicht einfach so von einzelnen Drohnen ersetzt werden können. Die Idee hinter Matternet ist allerdings nicht, dass ein Fluggerät auf den Weg geschickt wird und dann hoffentlich beim Ziel ankommt. "Wir haben uns überlegt, wie man die Straßen hinter sich lassen und und eine Menge Zeug transportieren kann, wenn die Akkus nur für eine Strecke von zehn Kilometern reichen", erklärte Matternet-Gründer Andreas Raptopoulos gegenüber dem Magazin. Und auch die einzelnen Ladungen können längst nicht so groß sein, wie bei einem Helikopter.
Letztlich wurde man bei einer Übertragung der Prinzipien des Internets auf das Problem fündig. Die Basis des Drohnen-Netzwerkes sollen zahlreiche kleine Basisstationen bilden, an denen über Solarzellen Akkus geladen werden. Die Drohnen sollen diese automatisch anfliegen und die leeren Stromspeicher ersetzen können.
Entwurf einer Basisstation
Die Drohnen selbst müssen in der Lage sein, per GPS zu navigieren, mit dem Netzwerk an sich sowie externen Stellen wie etwa der Flugsicherheit zu kommunizieren und jeweils einige Kilogramm Ladung über mehrere Kilometer zu transportieren. Als dritte Komponente arbeitet man bei Matternet an einem Betriebssystem für das komplette Projekt, dass es ermöglicht, die Drohnen komplett autonom fliegen zu lassen und das ein menschliches Eingreifen maximal bei technischen Defekten an den Flugsystemen erforderlich macht.
So wäre es möglich, dass die Quadcopter auch größere Mengen an Materialien zu jedem beliebigen Punkt fliegen können, der von den Basisstationen abgedeckt wird. Ähnlich wie IP-Pakete von Router zu Router geleitet und beim Empfänger wieder zur kompletten Datei zusammengesetzt werden, könnten so Ladungen in unwegsamen Regionen transportiert werden. Hinzu kommt, dass an unterschiedlichen Stellen kleine Netze aufgebaut werden können, die sich automatisch miteinander verbinden, wenn einzelne Knoten dicht genug beieinander sind.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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