PlayStation 5: Ubisoft-Chef sieht große Vorteile im Disc-Aus

Ab Januar 2028 beendet Sony den Verkauf von PlayStation-Spielen auf Disc und setzt komplett auf digitale Verkäufe. Während Spieler massiv protestieren, verteidigt der Ubisoft-Chef diesen strategischen Schritt mit dem Erfolg des PC-Marktes.
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Ende der Discs bei Sony

Ab Januar 2028 wird Sony keine Spiele mehr auf optischen Datenträgern für die PlayStation veröffentlichen. Die Entscheidung des japanischen Konzerns sorgt bei vielen PlayStation-Fans für Unmut und es hagelte Kritik. Yves Guillemot, CEO des Publishers Ubisoft, bewertet den Schritt hingegen gelassen. Bei einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen erklärte er, dass der reine Digitalvertrieb den Konsolenmarkt nicht übermäßig stören werde.

Als Beleg führt der Ubisoft-Chef die Entwicklung auf dem PC an. Dort hat der digitale Vertrieb über Plattformen wie Steam oder den Epic Games Store physische Medien bereits vor Jahren verdrängt. Gleichzeitig verzeichnete der PC-Markt ein stetiges Wachstum. Guillemot argumentiert, dass der Verzicht auf ein Laufwerk die Produktionskosten der Hardware senken kann, was zukünftig zu günstigeren Konsolen für Verbraucher führen wird.


Kritik an geschlossenen Systemen

Wie VGC berichtet, gibt es an dem Vergleich mit dem PC jedoch Kritik. Im Gegensatz zum offenen PC-Ökosystem ist die PlayStation nämlich ein geschlossenes System. Anwender sind beim digitalen Kauf ausschließlich an den PlayStation Store gebunden. Auf dem PC haben Spieler die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern und können ihre Software lokal sichern.

Für Publisher wie Ubisoft und Plattformbetreiber wie Sony bietet der digitale Vertrieb aber klare finanzielle Vorteile. Ohne die Kosten für Presswerke, Verpackung und den Einzelhandel steigen die Gewinnmargen. Bei physischen Verkäufen behält Sony etwa 65 Prozent der Einnahmen, während beim digitalen Kauf über den eigenen Store der gesamte Betrag abzüglich möglicher Lizenzgebühren beim Unternehmen verbleibt.

Sony hält an Plänen fest

Eine Online-Petition mit über 340.000 Unterschriften richtet sich gegen das Vorhaben. Ausrichten wird das jedoch nichts, denn Sony rüstet sein größtes Presswerk in Österreich längst um. Mit einer Investition von rund 30 Millionen Euro wird die Anlage künftig für die Produktion von optischen Mikrolinsen genutzt. Die Umschulung der Mitarbeiter läuft bereits.

Ubisoft selbst profitiert aktuell von starken Verkaufszahlen im digitalen Bereich. Obwohl die Einnahmen im Jahresvergleich um neun Prozent sanken, erwies sich die Neuauflage von Assassin's Creed Black Flag als Erfolg. Das Spiel verkaufte sich innerhalb der ersten zwei Wochen über 3,5 Millionen Mal und übertraf das intern gesetzte Ziel.

Wie bewertet ihr den Verzicht auf physische Spiele? Seht ihr eher Vor- oder Nachteile für eure Sammlung? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Ab Januar 2028 veröffentlicht Sony keine PlayStation-Spiele auf Discs
  • Ubisoft-Chef Yves Guillemot sieht den rein digitalen Vertrieb gelassen
  • Auf dem PC haben sich digitale Plattformen bereits lange durchgesetzt
  • Kritiker bemängeln das geschlossene Ökosystem der PlayStation-Konsole
  • Finanzielle Vorteile für Publisher und Sony durch den Online-Verkauf
  • Eine Petition scheitert, Sony rüstet sein Presswerk in Österreich um

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