Nach OnePlus jetzt Nothing? Smartphone-Marke wohl auf dem Rückzug

Die explodierenden Speicherpreise fordern offenbar weitere Opfer im Smartphone-Markt. Nach OnePlus will nun laut einem Bericht aus Indien auch die vom früheren OnePlus-Mitgründer Carl Pei ins Leben gerufene Marke Nothing ihre Präsenz in vielen Ländern deutlich reduzieren.
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Nothing

Weitgehender Rückzug aus Europa und anderen Regionen

Nothing zieht sich aus einer ganzen Reihe von Ländern zurück. Dies meldet ein indisches Magazin, wobei damit auch eine drastische Reduzierung der Mitarbeiterzahl verbunden sein soll. Die Firma will angeblich einen verstärkten Fokus auf Indien legen, während man den Markt anderswo der Konkurrenz überlässt.

Konkret soll laut Digit.in aus einer Reihe von gut informierten Quellen aus dem Umfeld von Nothing zu hören sein, dass das Unternehmen sich aus mindestens 12 internationalen Märkten zurückziehen will. Der "Shutdown" sei bereits in vollem Gange, heißt es. Betroffen sind angeblich der Mittlere Osten, Japan und "Teile von Europa".

Weltweit sollen etwa 40 Prozent der Mitarbeiter gehen

Im Kontext des Rückzuges aus einer Vielzahl von Märkten soll ein drastischer Abbau von Stellen geplant sein. Insgesamt werden angeblich rund 40 Prozent der Mitarbeiter gehen müssen, heißt es. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Nothing soll rund 50 Prozent ihrer Mitarbeiter in Europa und etwa 30 bis 40 Prozent ihrer Mitarbeiter in China einbüßen.


Hinter den drastischen Einschnitten stecken laut dem Bericht massive finanzielle Probleme des Unternehmens, weil die Verkaufszahlen der Smartphones von Nothing stark gesunken sein sollen. Nothing habe 2025 weltweit rund zwei Millionen Geräte absetzen können, doch derartige Stückzahlen seien aufgrund der stark gestiegenen Preise und der dadurch gesunkenen Nachfrage der Kundschaft jetzt nicht mehr zu realisieren, heißt es.

Faktisch sei der Markt für günstigere Smartphones zuletzt praktisch vollständig zusammengebrochen. Geräte aus den unteren und mittleren Preisklassen seien jetzt für die Hersteller kaum noch wirtschaftlich umsetzbar. Nothing hatte dies bereits offiziell bestätigt, als man die Pläne für ein neues Gerät seiner Budget-Marke CMF vor einigen Wochen aufgab und erklärte, dass es von CMF in diesem Jahr gar keine neuen Mobiltelefone geben werde.

Vorläufig soll das Überleben von Nothing und damit auch CMF von einer Konzentration auf weniger Produkte in einigen wenigen erfolgreichen Märkten abhängen. Indien sei dabei der Fokus, denn die Marke konnte dort zuletzt ein ordentliches Wachstum seiner Verkaufszahlen verzeichnen. Die nächsten zwei Quartale würden in dieser Hinsicht wohl eine Antwort auf die Frage liefern, ob Nothing langfristig überleben kann, heißt es.

Zusammenfassung
  • Nothing zieht sich laut Berichten aus zwölf internationalen Märkten zurück
  • Der Rückzug betrifft Japan, den Mittleren Osten und Teile von Europa
  • Etwa 40 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit sollen abgebaut werden
  • Das Unternehmen leidet unter stark sinkenden Verkaufszahlen global
  • Zukünftig will sich Nothing primär auf den indischen Markt fokussieren
  • Steigende Kosten machten das Geschäft mit günstigen Handys unrentabel

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