Samsung will aggressiv ins Inhalte-Geschäft gehen

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung will sich im Smartphone-Bereich nicht mehr länger nur mit der Rolle des Hardware-Herstellers zufrieden geben und die Umsätze mit Inhalten an den Betriebssystem-Lieferanten Google abtreten.
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Samsung
Zukünftig will das Unternehmen selbst in das Geschäft mit Inhalten einsteigen. Immerhin lockt hier ein Markt, der allein im Musiksegment inzwischen rund 9 Milliarden Dollar schwer ist. Die notwendige Expertise für den Vertrieb von Content will sich Samsung dabei mit Übernahmen ins Haus holen.

In erster Linie soll der Einstieg in dieses Feld allerdings nicht dem dienen, mit Anwendungen, Musik und Filmen das große Geld zu machen. Vielmehr nimmt man sich den Leitspruch zu herzen, dass letztlich Software und Inhalte für den Verkauf von Hardware sorgen. "Wir haben eine ganze Bandbreite an Mobiltelefonen in so vielen Ländern auf dem Markt und um unsere Produkte besser vermarkten zu können, haben wir uns gedacht, dass es besser wäre, unser eigenes Software-Geschäft aufzubauen", erklärte Kang Tae-jin, Leiter des Media Solution Center Samsungs laut einem Bericht der Nachrichtenagentur 'Reuters'.

Vor einigen Monaten hat Samsung mit mSpot bereits einen Musikanbieter übernommen, der gegen Googles Musik-Plattform, aber auch gegen Apples iTunes und Amazons Cloud Player antreten soll. In der kommenden Zeit sollen nun noch weitere Zukäufe folgen, mit denen sich die Südkoreaner in dem Segment breiter aufstellen können.

Ziel sei es lauf Kang, binnen der kommenden drei Jahre gemessen an den Umsätzen und den Kundenzahlen zu den vier größten Playern in dem Bereich zu gehören. Unter Umständen wolle man diesen Zeitraum mit Übernahmen eventuell noch verkürzen. "Das Mobile-Geschäft bei Samsung läuft richtig gut und als Ergebnis dessen können wir tief in die Tasche greifen", so der Manager. Konkrete Übernahmeziele wollte er noch nicht nennen. Allerdings könnte es durchaus sein, dass der Konzern demnächst seine Fühler auch nach einem großen Anbieter wie Pandora oder Spotify ausstreckt.
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