Analysten: AMD soll Fertigung von Chips bei Intel planen

AMD soll nach Meinung von Analysten der Schweizer Großbank UBS vor der Vergabe von Fertigungsaufträgen für bestimmte Chips an die Foundry-Sparte des Konkurrenten Intel stehen. Angeblich will man so neue Kapazitäten abseits von TSMC erschließen.
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AMD als möglicher Kunde von Intel

AMD hat schon seit Jahrzehnten keine eigene Fertigungssparte mehr, schließlich stieß man diese in Krisenzeiten ab und ließ sie unter dem Namen GlobalFoundries künftig eigenständig werden. Heute ist der US-CPU- und -Grafikkartenhersteller deshalb auf externe Produzenten angewiesen und setzt seit Langem auf den weltweit größten Vertragsfertiger TSMC aus Taiwan.

Weil bei TSMC aber die Kapazitäten für die Produktion von hochmodernen Chips infolge des KI-Booms immer knapper werden, muss sich AMD nach neuen Möglichkeiten umschauen. Viel Auswahl hat man dabei nicht, schließlich sind neben TSMC nur Samsung Semiconductor und Intel Foundry in der Lage, Chips mit extrem geringen Strukturbreiten zu fertigen.

AMD bald als Packaging- oder 14A-Kunde erwartet

Laut einer an Investoren verschickten Notiz von Analysten der UBS (via Wccftech), gehen diese davon aus, dass Intel bald eine Reihe neuer Kunden für die Produktion von Chips in seiner 14A-Node gewinnen wird. Neben Google, Apple und SpaceX wird dabei auch AMD als wahrscheinlicher Kunde von Intels Fertigungssparte aufgezählt.

Aktuell ist man bei Intel zuversichtlich, bereits ab 2028 in großem Stil mit der Fertigung von Chips auf der Intel-14A-Node zu beginnen, nachdem zunächst ab 2027 die Risikoproduktion erfolgen soll. Bisher ist offen, welche Chips AMD bei Intel fertigen lassen könnte. Alternativ wäre auch denkbar, dass Intel das sogenannte Packaging für AMD übernimmt, bei dem die Dies durch die Kombination mit anderen Komponenten zu fertigen Chips gemacht werden.

Mit einiger Wahrscheinlichkeit dürften vor allem Server-Chips in Frage kommen, schließlich versucht AMD ebenfalls von dem derzeit mit gigantischem Aufwand vorangetriebenen Ausbau der Kapazitäten für generative Künstliche Intelligenz zu profitieren. Intel hatte den Zeitplan für den Beginn der 14A-Fertigung, also der Produktion von Chips mit einer theoretischen Strukturbreite von nur noch 1,4 Nanometern, kürzlich um ein Jahr vorgezogen.

Zusammenfassung
  • AMD sucht wegen knapper TSMC-Kapazitäten nach neuen Herstellern
  • Neben TSMC bieten nur Samsung und Intel extrem feine Strukturen an
  • Analysten erwarten AMD bald als Großkunden für Intels 14A-Fertigung
  • Ab 2028 will Intel Chips im modernen 14A-Verfahren in Serie bauen
  • Auch eine Kooperation beim sogenannten Packaging wäre für AMD denkbar
  • Vor allem Server-Chips für den KI-Bereich könnten bei Intel entstehen

Siehe auch:


AMDs Aktienkurs
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