James Gunn greift durch: Zwei weitere DCU-Serien werden eingestellt
Waller mit Viola Davis und Paradise Lost sind gestrichen: Drei von fünf DCU-Serien aus dem Plan von 2023 sind damit tot. Die Absetzungen kommen kurz vor dem Start von Lanterns - und nach dem schwachen Kinostart von Supergirl. Ist das DCU in der Krise?
Wenige Tage vor dem Start der HBO-Serie Lanterns wird der Serienplan des neuen DC-Universums deutlich kürzer. Das Branchenmedium The Ankler berichtet nun, dass zwei Produktionen eingestellt worden seien: Waller, ein Spin-off zu The Suicide Squad, sowie Paradise Lost, ein Drama auf der Insel Themyscira. Beide gelten dem Bericht zufolge als endgültig gestorben, auch wenn es mittlerweile Hinweise gibt, dass es sich "nur" um ein Abstellgleis handelt. Eine offizielle Bestätigung von DC Studios lag zunächst nicht vor.
Waller hätte Viola Davis erneut als Amanda Waller gezeigt, die Regierungsbeamtin mit der Vorliebe für Himmelfahrtskommandos. Die Figur ist einer der wenigen roten Fäden durch beide DC-Filmwelten - durch das DCEU (DC Extended Universe, die Reihe vor der Übernahme durch James Gunn und Peter Safran) und das heutige DCU (DC Universe). Paradise Lost war 2023 als Serie über Entstehung und politische Intrigen einer reinen Fraueninsel angekündigt worden, also als Vorgeschichte zur Heimat von Wonder Woman.
Der aktuelle Stand:
Ob das Aufräumen bei DC Souveränität oder Ratlosigkeit signalisiert, lässt sich noch nicht beantworten. Dafür spricht, dass Projekte gestoppt werden, bevor sie Geld und Publikumsgeduld verbrauchen. Dagegen spricht, dass mit Waller eine Serie mit einer Oscar-Preisträgerin in der Hauptrolle wegfällt und mit Paradise Lost ein Stoff, der eine der bekanntesten DC-Figuren erweitert hätte. Drei Absetzungen aus fünf Ankündigungen sind für Branchenkenner kein Feinschliff, sondern ein Kurswechsel.
Kurzfristig hängt viel an Lanterns. Danach folgt im Kino Clayface, ein Horrorstoff um den formwandelnden Batman-Gegner. Weiter in Arbeit sind ein Batman-Film - nicht zu verwechseln mit der separaten Reihe von Matt Reeves und Robert Pattinson, deren zweiter Teil für 2028 vorgesehen ist - sowie eine Serie um Jimmy Olsen und Gorilla Grodd.
Was meint ihr: Ist das konsequente Streichen ein gutes Zeichen für das DCU oder ein Alarmsignal? Schreibt uns in den Kommentaren, ob ihr Lanterns eine Chance gebt.
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Waller hätte Viola Davis erneut als Amanda Waller gezeigt, die Regierungsbeamtin mit der Vorliebe für Himmelfahrtskommandos. Die Figur ist einer der wenigen roten Fäden durch beide DC-Filmwelten - durch das DCEU (DC Extended Universe, die Reihe vor der Übernahme durch James Gunn und Peter Safran) und das heutige DCU (DC Universe). Paradise Lost war 2023 als Serie über Entstehung und politische Intrigen einer reinen Fraueninsel angekündigt worden, also als Vorgeschichte zur Heimat von Wonder Woman.
Drei von fünf gestrichen
Gunn und Safran hatten ihren Plan im Januar 2023 vorgestellt und dieser sah ursprünglich fünf Serien vor. Drei davon sind nun nicht mehr im Rennen. Bereits im Juli hatte Autor David Jenkins mitgeteilt, dass Booster Gold nicht weiterverfolgt werde. Laut Medienberichten suchen die DC Studios inzwischen ein neues Kreativteam, sodass das Projekt noch nicht abgeschrieben sein muss.Der aktuelle Stand:
- Creature Commandos: Eröffnete das neue Universum, zweite Staffel in Produktion.
- Peacemaker: Läuft weiter und gilt als erfolgreichster Serienbaustein des Neustarts.
- Lanterns: Startet am Sonntag bei HBO und übersetzt den kosmischen Green-Lantern-Stoff in ein bodenständiges Ermittlerdrama im Stil von True Detective.
- Waller: Eingestellt, laut The Ankler ohne Aussicht auf Wiederbelebung.
- Paradise Lost: Ebenfalls eingestellt, obwohl das Konzept drei Jahre lang beworben wurde.
- Booster Gold: Autor ausgestiegen, Neubesetzung des Kreativteams (möglicherweise) in Vorbereitung.
Vergleich mit Marvel
Wirtschaftlich hat das DCU noch keine klare Linie. Superman kam bei überwiegend positiven Kritiken auf etwas mehr als 600 Millionen Dollar (etwa 553 Millionen Euro) - solide für einen Neustart, aber deutlich weniger als Spider-Man: Brand New Day in wenigen Wochen erreichte. Supergirl blieb im Juni bei 126 Millionen Dollar (etwa 116 Millionen Euro) und enttäuschte auch Kritiker und Publikum. Beide Figuren treffen 2027 in Man of Tomorrow wieder aufeinander, diesmal mit Brainiac als Gegenspieler.Ob das Aufräumen bei DC Souveränität oder Ratlosigkeit signalisiert, lässt sich noch nicht beantworten. Dafür spricht, dass Projekte gestoppt werden, bevor sie Geld und Publikumsgeduld verbrauchen. Dagegen spricht, dass mit Waller eine Serie mit einer Oscar-Preisträgerin in der Hauptrolle wegfällt und mit Paradise Lost ein Stoff, der eine der bekanntesten DC-Figuren erweitert hätte. Drei Absetzungen aus fünf Ankündigungen sind für Branchenkenner kein Feinschliff, sondern ein Kurswechsel.
Kurzfristig hängt viel an Lanterns. Danach folgt im Kino Clayface, ein Horrorstoff um den formwandelnden Batman-Gegner. Weiter in Arbeit sind ein Batman-Film - nicht zu verwechseln mit der separaten Reihe von Matt Reeves und Robert Pattinson, deren zweiter Teil für 2028 vorgesehen ist - sowie eine Serie um Jimmy Olsen und Gorilla Grodd.
Was meint ihr: Ist das konsequente Streichen ein gutes Zeichen für das DCU oder ein Alarmsignal? Schreibt uns in den Kommentaren, ob ihr Lanterns eine Chance gebt.
Zusammenfassung
- Zwei geplante DCU-Serien wurden laut Berichten vorzeitig eingestellt
- Die Spin-offs Waller und Paradise Lost sind offenbar gestrichen worden
- Drei von fünf ursprünglich angekündigten DC-Serien stehen vor dem Aus
- Die neue HBO-Serie Lanterns startet am Sonntag als Ermittlerdrama
- Wirtschaftlich kämpft das neue Filmuniversum noch mit Rückschlägen
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