Proteste bei Bethesda: Riesige Ratte empfängt die Xbox-Chefin

Ein Besuch der Xbox-Führung bei Bethesda rückte nicht nur The Elder Scrolls 6 in den Fokus. Die Mitarbeiter konfrontierten das Management mit einer Protest-Ratte gegen den Stellenabbau. Dazu erinnerten rote Flaggen und Ballons an entlassene Kollegen.
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Protest bei Bethesda-Besuch

Als Xbox-CEO Asha Sharma in dieser Woche das Hauptquartier von Bethesda Game Studios in Rockville, Maryland, besuchte, erwartete sie ein besonderer Empfang. Die Führungskraft war vor Ort, um sich den aktuellen Entwicklungsstand des Rollenspiels The Elder Scrolls 6 anzusehen. Gleichzeitig nutzten die Angestellten die Gelegenheit, um auf die personellen Einschnitte innerhalb der Microsoft-Sparte aufmerksam zu machen.

Die Gewerkschaft OneBGS, die Teil der Communications Workers of America (CWA) ist, organisierte einen sichtbaren Protest gegen den Abbau von rund 3200 Arbeitsplätzen bei Xbox. Vor dem Bürogebäude platzierten die Entwickler eine aufblasbare Ratte, die bei Arbeitskämpfen traditionell als Symbol für unfaire Praktiken eingesetzt wird.

Zusätzlich steckten die Demonstranten Hunderte rote Fahnen in den Boden. Wie Kotaku berichtet, repräsentierte jede der 800 Flaggen eine*n Mitarbeiter*in, die bzw. der seit Juli 2025 einen Arbeitsplatz verloren hat. Nathan Hahn, technischer Produzent bei Bethesda, erklärte, dass das Management nicht vergessen dürfe, dass Spielestudios in erster Linie aus ihren Arbeitnehmern bestehen. Die Flaggen seien eine Erinnerung an Kollegen und Freunde, die gehen mussten.


Aktionen im Bürogebäude

Auch innerhalb der Büroräume machten die Mitarbeiter auf ihre Situation aufmerksam. Zunächst brachten sie Poster an den Außenseiten ihrer Arbeitsplätze an. Als das Management die Entfernung der Plakate forderte, wichen die Angestellten auf Luftballons aus, die sie innerhalb ihrer Kabinen aufhängten. Ziel war es, dem Besuch aus der Führungsetage die direkten Auswirkungen der Entlassungswelle vor Augen zu führen.

Asha Sharma äußerte sich derweil öffentlich zum Fortschritt von The Elder Scrolls 6. Nach einer Live-Demonstration des Titels lobte sie den Umfang und die Handlung des Spiels. Auf die Proteste der Belegschaft ging die Managerin in ihren Stellungnahmen nicht direkt ein. Microsoft begründet den Stellenabbau mit einer notwendigen Umstrukturierung. Der intern als Neustart bezeichnete Prozess hat bereits zur Schließung von Studios geführt.

Weitere Streiks geplant

Der Konflikt zwischen der Belegschaft und der Konzernführung bleibt bestehen. Für den 18. August plant die Gewerkschaft CWA weitere Kundgebungen an verschiedenen Standorten in den USA und Kanada. Die Entwickler fordern faire Verträge und einen besseren Schutz vor zukünftigen Entlassungen, um die Karrieren in der Spielebranche langfristig abzusichern.

Was meint ihr zu den Protesten der Entwickler bei Bethesda? Sind solche Aktionen ein richtiger Schritt im Kampf um Arbeitsplätze? Teilt eure Gedanken gerne in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Asha Sharma besuchte Bethesda für Einblicke in The Elder Scrolls 6
  • Die Gewerkschaft protestierte gegen den Abbau von 3200 Xbox-Stellen
  • Vor dem Gebäude wurden eine Riesenratte und rote Flaggen platziert
  • Angestellte machten auch im Büro mit Postern und Ballons aufmerksam
  • Die Xbox-Chefin lobte das Spiel, ging aber nicht auf die Proteste ein
  • Für den 18. August sind weitere Kundgebungen in Nordamerika geplant

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