Minisforum G1 Pro im Test: So rüstet ihr SSD-Speicher und RAM auf

Ab Werk liefert Minisforum das Kompaktsystem G1 Pro (im Test) mit einer 1-TB-SSD von Kingston sowie 32 GB DDR5-RAM aus. Da der Hersteller beim Arbeitsspeicher im Werkszustand jedoch auf ein einzelnes Modul (Single-Channel) setzt, bleibt das Leistungspotenzial der verbauten Hardware spürbar ungenutzt. Ein Upgrade auf Dual-Channel-Betrieb und eine schnellere NVMe-SSD verspricht messbare Zuwächse.

Der Zugang zur Hardware erfordert das Abnehmen des Standfußes sowie das Lösen von zwei Schrauben an der Unterseite. Anschließend lässt sich die Seitennabdeckung nach oben abschieben. Das Gehäuse ist im Inneren sehr dicht aufgebaut: Netzteil, Mainboard und Grafikkarte nutzen den Raum effizient aus, was den Komponenten jedoch nur wenig Freiraum lässt.
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Herausforderungen und Ablauf beim Hardware-Einbau

Der Austausch des Arbeitsspeichers gestaltet sich durch verlegte Kabel und den überstehenden Lüfter etwas anspruchsvoller. Der Lüfter muss gelöst, jedoch für das Einsetzen der SO-DIMM-Riegel nicht zwingend ausgesteckt werden. Das System unterstützt bis zu 96 GB DDR5-RAM; im Test kommen zwei 32-GB-Riegel von Crucial zum Einsatz, die im BIOS mit 5.200 MHz laufen.

Auch beim Bestücken des zweiten M.2-Slots oder beim Tausch der primären SSD müssen im Weg liegende Netzteilkabel zur Seite gelegt werden. Praktisch: Minisforum legt ein Nachrüstkit inklusive Kühlpad und Kühlkörper für den zweiten Laufwerksschacht bei. Die im Test neu verbaute SSD erreichte im G1 Pro eine Spitzen-Lesegeschwindigkeit von 7.332,55 MB/s.
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Messbare Performance-Sprünge in den Benchmarks

Die positiven Auswirkungen des Dual-Channel-Upgrades zeigen sich deutlich in den Testläufen. Während der Single-Core-Wert in Geekbench von 2.769 auf 2.801 Punkte nur leicht anstieg, sprang das Multi-Core-Ergebnis von ehemals schwachen 11.208 Punkten auf starke 16.405 Punkte. Auch im regulären PCMark verbesserte sich die Wertung von knapp über 9.000 auf 11.129 Punkte.

Hauptverantwortlich für den Leistungssprung ist der Wechsel von Single- auf Dual-Channel-RAM sowie die um rund 1.200 MB/s höhere Transferrate der neuen SSD. In den Grafik-Benchmarks von 3DMark schiebt sich der umgerüstete G1 Pro nun vor den Durchschnitt vergleichbarer Systeme. Im VRMark Orange Room wird die Hürde für VR-Anwendungen dank 64 GB Dual-Channel-RAM mühelos genommen.
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Wirtschaftliche Einordnung der Gesamtkosten

Die Aufrüstung ist mit spürbaren Investitionen verbunden: Ein 32-GB-Erweiterungsriegel schlägt aktuell mit etwa 236 Euro zu Buche, während eine schnelle 2-TB-SSD rund 249 Euro kostet. Zuzüglich zum Anschaffungspreis des Komplettsystems (ca. 1.679 Euro) klettert der Gesamtaufwand für 64 GB Dual-Channel-RAM und 3 TB Gesamtspeicher auf gut 2.360 Euro.

Theoretisch lässt sich das System mit zwei 4-TB-SSDs und 96 GB RAM noch weiter ausreizen, was die Kosten jedoch auf über 3.600 Euro treibt. Für die alltägliche Praxis erweist sich jedoch bereits das moderate Aufrüsten auf Dual-Channel-Arbeitsspeicher als die sinnvollste Maßnahme, um die Leistungsschranken des Werkszustands effektiv zu beseitigen.

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