"Eklige Anti-Nutzer-Seite":
uBlock Origin kapituliert vor Facebook-Ads
Nutzer des beliebten Werbeblockers uBlock Origin müssen sich auf Facebook bald auf mehr Anzeigen einstellen. Das Entwicklerteam stellt die aktiven Anpassungen der Filterregeln für das soziale Netzwerk ein. Der Aufwand sei schlichtweg zu hoch geworden.
Der Entscheidung ging ein jahrelanges Katz-und-Maus-Spiel voraus. Sobald die Entwickler einen Weg fanden, die Anzeigen zuverlässig zu blockieren, änderte das US-Unternehmen den zugrundeliegenden Code. Die Methoden zur Verschleierung der Werbung wurden dabei immer komplexer und schwerer zu durchschauen. Die bereits bestehenden Filter werden zwar nicht sofort aus der Software entfernt, sie werden jedoch bei künftigen Anpassungen der Plattform schleichend wirkungslos bleiben.
Die Entwickler kritisieren das Vorgehen des Konzerns scharf. Auf der Diskussionsplattform bezeichneten sie die Webseite als nutzerfeindlich. Hochbezahlte Entwickler würden Open-Source-Projekte genau beobachten, um deren Blockade-Methoden gezielt auszuhebeln. Für das kleine Kernteam von uBlock Origin, das lediglich aus drei bis vier Personen besteht, ist das auf Dauer schlichtweg nicht mehr zu bewältigen. Sie müssen ihre begrenzten Ressourcen schonen.
Das Ende der Unterstützung steht nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Umstellungen bei Browsern wie Chrome oder Edge. Dort sorgt der Wechsel auf die neue Schnittstelle Manifest V3 derzeit für Einschränkungen bei Werbeblockern allgemein.
Nutzt ihr uBlock Origin und stört euch die Rückkehr der Werbung auf Facebook? Könnt ihr die Entscheidung der Entwickler nachvollziehen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
uBlock Origin stoppt Facebook-Filter
Das ehrenamtliche Entwicklerteam hinter dem Werbeblocker uBlock Origin stellt die aktive Pflege seiner Filterlisten für Facebook ein. Ab sofort wird das Projekt keine neuen Mechanismen mehr entwickeln, um die Werbeanzeigen des sozialen Netzwerks auszublenden. Das bedeutet für Anwender, dass in absehbarer Zeit wieder mehr gesponserte Inhalte im Feed auftauchen, sobald der Plattformbetreiber seine Auslieferungsmethoden ändert.Der Entscheidung ging ein jahrelanges Katz-und-Maus-Spiel voraus. Sobald die Entwickler einen Weg fanden, die Anzeigen zuverlässig zu blockieren, änderte das US-Unternehmen den zugrundeliegenden Code. Die Methoden zur Verschleierung der Werbung wurden dabei immer komplexer und schwerer zu durchschauen. Die bereits bestehenden Filter werden zwar nicht sofort aus der Software entfernt, sie werden jedoch bei künftigen Anpassungen der Plattform schleichend wirkungslos bleiben.
Wir werden Facebook nicht mehr unterstützen. Es ist eine widerwärtige, nutzerfeindliche Website. Das Einzige, was sie tut, ist, Open-Source-Projekte zu beobachten, die alles öffentlich machen, und ihnen entgegenzuwirken, um bösartige Werbung zu schalten. Ja, die Entwickler, die siebenstellige Gehälter in Dollar beziehen, tun genau das.
Die Nutzer sollten ihnen das härteste Feedback geben. Sich ihnen zu fügen, die Website weiterhin zu besuchen und sie zu unterstützen, ist das Schlimmste, was man tun kann.
Komplexe Verschleierungstechnik
Wie ein Vertreter des Werbeblockers auf Reddit erklärte (via Piunika Web), ist der Aufwand für die kleine Gruppe an Freiwilligen nicht mehr tragbar. Das soziale Netzwerk teilt beispielsweise das Wort Gesponsert in einzelne Buchstaben auf und verpackt diese in separaten Code-Zeilen. Zusätzlich nutzt das Unternehmen irrelevante Zeichen und zufällige Reihenfolgen, um musterbasierte Filter konsequent in die Irre zu führen. Das macht automatisierte Erkennungen nahezu unmöglich.Die Entwickler kritisieren das Vorgehen des Konzerns scharf. Auf der Diskussionsplattform bezeichneten sie die Webseite als nutzerfeindlich. Hochbezahlte Entwickler würden Open-Source-Projekte genau beobachten, um deren Blockade-Methoden gezielt auszuhebeln. Für das kleine Kernteam von uBlock Origin, das lediglich aus drei bis vier Personen besteht, ist das auf Dauer schlichtweg nicht mehr zu bewältigen. Sie müssen ihre begrenzten Ressourcen schonen.
Community kann helfen
Gänzlich geschlossen ist die Tür für werbefreies Scrollen jedoch nicht. Das Team betonte, dass externe Programmierer jederzeit eigene Lösungsansätze über sogenannte Pull Requests einreichen können. Wer das technische Wissen besitzt, kann somit weiterhin zur Blockade der Anzeigen beitragen. Das Projekt ist ab sofort auf die aktive Mithilfe der Gemeinschaft angewiesen, um überhaupt noch funktionierende Filter für die Plattform anbieten zu können.Das Ende der Unterstützung steht nicht im Zusammenhang mit den aktuellen Umstellungen bei Browsern wie Chrome oder Edge. Dort sorgt der Wechsel auf die neue Schnittstelle Manifest V3 derzeit für Einschränkungen bei Werbeblockern allgemein.
Nutzt ihr uBlock Origin und stört euch die Rückkehr der Werbung auf Facebook? Könnt ihr die Entscheidung der Entwickler nachvollziehen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- uBlock Origin stellt die Pflege der Filter für Facebook-Werbung ein
- Die Entwickler wehren sich gegen immer komplexere Blockade-Umgehungen
- Facebook nutzt extrem aufwendige Methoden zur Verschleierung von Code
- Das kleine ehrenamtliche Team kann den hohen Aufwand nicht mehr tragen
- Die Community kann jedoch weiterhin eigene Filter-Lösungen einreichen
- Der Schritt steht nicht im Zusammenhang mit dem neuen Manifest V3
Siehe auch:
- Facebook bezahlt Neonazi-Unterstützer und Impfgegner für Rage-Bait
- Facebook kämpft gegen Nutzerschwund, will deshalb zu TikTok werden
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