Virgin Galactic: Neues Touristen-Raumschiff startet erst Anfang 2027

Weltraumtouristen müssen sich gedulden: Der Start der neuen Raumflugzeuge von Virgin Galactic verzögert sich bis 2027. Fertigungsprobleme zwingen den Anbieter zu einer Pause. Dennoch brummt das Geschäft mit teuren Tickets für Kurztrips ins All.
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Virgin Galactic

Start der Delta-Klasse verschoben

Das Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic verschiebt den ersten kommerziellen Flug seines neuen Raumflugzeugs der Delta-Klasse von Ende 2026 auf Februar 2027. Michael Colglazier, der Geschäftsführer des Unternehmens, gab die Planänderung im Rahmen der Bekanntgabe der Quartalszahlen im August 2026 bekannt. Grund für die Verzögerung am Produktionsstandort sind zahlreiche kleinere Anpassungen, die mehr Zeit in Anspruch nehmen als ursprünglich kalkuliert.

Es gibt kein einzelnes, großes Problem, das den Zeitplan durcheinanderbringt. Vielmehr müssen Ingenieure hunderte kleinere Installationsarbeiten überprüfen. Bei der Montage der neuen Raumschiffe kommt es vor, dass Bauteile um wenige Tausendstel Zoll von den Vorgaben abweichen. Das Team benötigt schlichtweg mehr Zeit, um sicherzustellen, dass das Fluggerät den hohen Sicherheitsstandards entspricht.


Wie das Unternehmen gegenüber Anlegern mitgeteilt hat (via SpaceNews), sollen die Bodentests der Delta-Klasse trotz der Verzögerungen noch im August beginnen. Für Oktober ist die Überführung zum Spaceport America in New Mexico geplant, wo umfangreiche Flugtests anstehen. Um den neuen Zeitplan zu halten, arbeitet das Personal derzeit in zwei Schichten an sieben Tagen in der Woche.

Hohe Nachfrage trotz Wartezeit

Eine kürzlich angebotene Charge von Flugtickets zum Preis von jeweils 750.000 Dollar (etwa 650.853 Euro) war laut Management überzeichnet. Insgesamt nahm Virgin Galactic damit mehr als 50 Millionen Dollar (etwa 43 Millionen Euro) ein. Für die nächste Verkaufsrunde im Herbst kündigte das Unternehmen bereits eine weitere Preiserhöhung an.

Da der Konkurrent Blue Origin seine suborbitalen Flüge derzeit aussetzt, bleibt Virgin Galactic faktisch der einzige Anbieter für kurze Ausflüge in den Weltraum. Der hohe Kapitalbedarf während der Entwicklungsphase führte im zweiten Quartal 2026 zu einem Nettoverlust von knapp 56 Millionen Dollar (etwa 49 Millionen Euro).

Ausblick auf den Linienbetrieb

Für das zweite Quartal 2027 plant Virgin Galactic die Indienststellung eines zweiten Raumflugzeugs. Ab dem Zeitpunkt möchte das Unternehmen die Taktung deutlich erhöhen. Im Fokus stehen dabei:

  • Flugfrequenz: Durchführung von mindestens zehn Flügen pro Monat
  • Finanzziel: Erreichen eines positiven Cashflows noch im Jahr 2027
  • Kostensenkung: Senkung der Produktionskosten auf 60 Millionen Dollar (etwa 52 Millionen Euro) pro Schiff

Gleichzeitig lässt das Unternehmen die Öffentlichkeit über den Namen des neuen Raumschiffs abstimmen. Zur Auswahl stehen vier Bezeichnungen: Horizon, Explorer, Ascend und Apeiron.

Die Wartezeit auf den nächsten Weltraumflug verlängert sich. Würdet ihr für einen kurzen Trip ins All so viel Geld ausgeben? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Virgin Galactic verschiebt Erstflug der Delta-Klasse auf 2027
  • Zahlreiche kleine Anpassungen verzögern den Produktionszeitplan
  • Bodentests der neuen Raumschiffe sollen noch im August starten
  • Trotz Ticketpreisen von 750.000 Dollar bleibt die Nachfrage hoch
  • Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete man 56 Millionen Dollar Verlust
  • Ab Mitte 2027 sind monatlich mindestens zehn Flüge ins All geplant
  • Die Öffentlichkeit kann online über den Namen des Raumschiffs abstimmen

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