Google verdient am iPhone viel mehr als an Android
Aus Unterlagen, die der Suchmaschinenkonzern Google in einem Rechtsstreit mit dem IT-Unternehmen Oracle offenlegen musste, geht hervor, dass dieser mehr Umsatz über Apples iPhone generiert als mit der eigenen Smartphone-Plattform Android.
Seit dem Start von Android im Jahr 2008 verzeichnete Google mit der Plattform Einnahmen in Höhe von nicht ganz 550 Millionen Dollar. Durch den Traffic über die Google-Dienste auf Apples iPhone, wie etwa das Suchfeld im Webbrowser oder die Karten-App wurde hingegen etwa das Vierfache dieses Umsatzes generiert, berichtete die britische Tageszeitung 'The Guardian'.
Die Ursache dafür liegt darin, dass der Suchmaschinenkonzern mit der eigenen Plattform keine direkten Einnahmen erzielt. Hardware-Hersteller, die Android als Betriebssystem einsetzen, müssen keine Lizenzgebühren zahlen. Geld fließt erst durch die Werbung, die Google beispielsweise über die Websuche ausliefern kann - und hier ist man auf Android-Smartphones und iPhone etwa gleich prominent vertreten.
Allerdings greifen die Nutzer der Apple-Geräte viel häufiger auf Online-Angebote zurück. Obwohl iOS insgesamt einen Marktanteil von unter einem Drittel hat, ist es für weit über die Hälfte des Datenverkehrs in den Mobilfunknetzen verantwortlich.
Zum letzten Jahreswechsel waren weltweit insgesamt rund 200 Millionen Android-Geräte aktiv, wobei die Verkaufszahlen seit 2008 beständig nach oben gingen. Daraus lässt sich ableiten, dass Google pro Android-System, dass sich im Einsatz befindet, im Jahr etwa 10 Dollar verdient.
Letztlich liefern diese Zahlen aber natürlich kein allgemeines Bild über Googles Geschäftsmodell im Mobile-Bereich - denn sie sind nur ein kleiner Ausschnitt eines komplexeren Systems. So spart Google beispielsweise immer dann Geld, wenn ein Nutzer sich ein Android-Smartphone statt eines iPhones kauft. Denn Apple lässt sich anteilig dafür bezahlen, dass den iOS-Nutzern ein Google-Suchfeld prominent präsentiert wird.
Die Ursache dafür liegt darin, dass der Suchmaschinenkonzern mit der eigenen Plattform keine direkten Einnahmen erzielt. Hardware-Hersteller, die Android als Betriebssystem einsetzen, müssen keine Lizenzgebühren zahlen. Geld fließt erst durch die Werbung, die Google beispielsweise über die Websuche ausliefern kann - und hier ist man auf Android-Smartphones und iPhone etwa gleich prominent vertreten.
Allerdings greifen die Nutzer der Apple-Geräte viel häufiger auf Online-Angebote zurück. Obwohl iOS insgesamt einen Marktanteil von unter einem Drittel hat, ist es für weit über die Hälfte des Datenverkehrs in den Mobilfunknetzen verantwortlich.
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Letztlich liefern diese Zahlen aber natürlich kein allgemeines Bild über Googles Geschäftsmodell im Mobile-Bereich - denn sie sind nur ein kleiner Ausschnitt eines komplexeren Systems. So spart Google beispielsweise immer dann Geld, wenn ein Nutzer sich ein Android-Smartphone statt eines iPhones kauft. Denn Apple lässt sich anteilig dafür bezahlen, dass den iOS-Nutzern ein Google-Suchfeld prominent präsentiert wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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