IBM-Aktie stürzt ab und reißt den ganzen Markt mit sich in die Tiefe

Der amerikanische Technologiekonzern IBM verzeichnete nach verfehlten Quartalszahlen einen massiven Kurseinbruch von über 20 Prozent. Schwache Verkäufe der neuen KI-Mainframes sorgten für den stärksten Rückgang der Aktie seit dem Jahr 1987.
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WinFuture/KI-generiert

Kursrückgang bei der IBM-Aktie

IBM verzeichnete am heutigen 14. Juli 2026 einen starken Kurseinbruch an der Börse. Nach der verfrühten Veröffentlichung vorläufiger Ergebnisse für das zweite Quartal fiel der Aktienkurs vorbörslich um über 20 Prozent (Update: Zum Handelsbeginn ist es sogar schlimmer, nämlich ein Minus von rund 24 Prozent). Der Wert der Papiere sank von rund 330 Euro auf etwa 255 Euro. Das Unternehmen verfehlte die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn.

Der Umsatz lag bei 19,60 Milliarden Euro, während Experten im Vorfeld mit 20,35 Milliarden Euro gerechnet hatten. Auch der bereinigte Gewinn pro Aktie fiel mit 3,34 Euro geringer aus als die prognostizierten 3,43 Euro. IBM-CEO Arvind Krishna nannte als Hauptgrund eine Schwäche in der Software- und Infrastruktursparte. Der Umsatz in dem speziellen Segment ging im Vorjahresvergleich um sieben Prozent zurück.


Kunden ändern Investitionspläne

Laut CNBC blieben insbesondere die Verkäufe der neuen z17-Mainframes hinter den internen Zielen zurück. Die Großrechner sind speziell für die Verarbeitung von Arbeitslasten im Bereich der künstlichen Intelligenz ausgelegt. Zahlreiche Großaufträge konnten nicht in der geplanten Zeit abgeschlossen werden.

Ein wesentlicher Faktor für das schwache Quartal war eine veränderte Strategie der Geschäftskunden. Laut IBM führten mehrere Aspekte zu den Verzögerungen:

  • Budgetverschiebung: Verschiebung von Budgets in Richtung Speichermedien und Server
  • Preisabsicherung: Absicherung gegen erwartete Preiserhöhungen bei Hardware
  • Cybersicherheit: Branchenweite Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit

Kunden investierten kurzfristig in andere Bereiche, anstatt langfristige Verträge für die z17-Plattform abzuschließen.

Folgen für das laufende Jahr

Obwohl IBM mit Lieferkettenproblemen gerechnet hatte, unterschätzte das Management das Ausmaß der Umschichtungen bei den Ausgaben. Die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal sollen am 22. Juli 2026 nach Börsenschluss präsentiert werden. Da es sich aktuell um vorläufige Daten handelt, können die finalen Werte noch leicht abweichen.

Der Absturz von IBM hatte auch Folgen für den gesamten IT-Sektor: Denn auch zahlreiche andere Aktien fielen vorbörslich, darunter Microsoft (minus 3 Prozent), Oracle (minus 2,1 Prozent) und Salesforce (minus 6,2 Prozent). Tech-Anleger haben es derzeit schon länger nicht einfach, denn der Aktienmarkt hat auf diesem Gebiet in den letzten Wochen eine Achterbahnfahrt hingelegt - mit Tendenz nach unten.

Habt ihr in letzter Zeit ebenfalls Budgets für IT-Hardware umgeschichtet? Wie bewertet ihr die aktuelle Entwicklung bei IBM? Teilt eure Gedanken gerne unten in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung
  • IBM meldet enttäuschende Zahlen und verzeichnet einen Kurseinbruch
  • Die Aktie des IT-Konzerns verlor zum Handelsstart rund 24 Prozent
  • Sowohl der Umsatz als auch der Gewinn blieben unter den Erwartungen
  • Die Nachfrage nach den neuen z17-Mainframes war schwächer als geplant
  • Kunden schichteten ihre Budgets kurzfristig in andere IT-Bereiche um
  • Der Kurssturz zog auch andere Tech-Aktien wie Salesforce nach unten

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