Acer Chromebook Plus Spin 514 entwickelt sich zum Windows-Killer

Das Acer Chromebook Plus Spin 514 rückt näher an klassische Windows-Laptops heran, als man es von Chromebooks gewohnt ist. Im Test durch unseren Kollegen Andrzej Tokarski überzeugte das 14-Zoll-Convertible vor allem mit seinem leistungsstarken ARM-Prozessor, solider Verarbeitung und guter Akkulaufzeit - zeigt aber auch typische Chrome-OS-Einschränkungen.

Herzstück ist der MediaTek Companio Ultra 910, eine Desktop-Variante des aus Premium-Smartphones bekannten Dimensity-Chips. Damit zählt das Gerät zu den derzeit stärksten ARM-Chromebooks. In Benchmarks liegt es im Single-Core-Test sogar vor dem Microsoft Surface Pro 11 mit Snapdragon-Chip, im Multi-Core-Vergleich jedoch aufgrund geringerer Kernanzahl zurück. Im Alltag spielt das kaum eine Rolle: Mehrere Chrome-Tabs, parallele Downloads und große Office-Dokumente bewältigt das Gerät flüssig und nahezu lautlos.

Auch grafisch zeigt sich das Spin 514 überraschend potent. Anspruchsvolle Android-Spiele wie "Genshin Impact" laufen stabil mit 60 Bildern pro Sekunde. Für klassisches PC-Gaming bleibt Chrome OS jedoch ungeeignet. Die GPU-Leistung bewegt sich insgesamt auf Augenhöhe mit aktuellen Snapdragon- und Intel-iGPUs.
Acer Chromebook Plus Spin 514 Acer Chromebook Plus Spin 514 Acer Chromebook Plus Spin 514
Das 14-Zoll-IPS-Display löst mit 2880 × 1800 Pixeln scharf auf, erreicht mit rund 340 Nits aber nur durchschnittliche Helligkeit. In Innenräumen genügt das, im Freien wird es schnell zu dunkel. Klanglich liefern die Stereo-Lautsprecher solide Kost für Videokonferenzen, für Filme oder Musik empfiehlt sich jedoch ein Headset.

Mit 69-Wh-Akku hielt das Gerät im Videotest rund elf Stunden durch - ausreichend für einen Arbeitstag. Das Aluminiumgehäuse wirkt hochwertig, das 360-Grad-Scharnier erlaubt flexible Einsatzmodi. Zur Ausstattung zählen zweimal USB-C, zweimal USB-A sowie Klinkenanschluss; ein microSD-Slot fehlt.

Tastatur und Glas-Trackpad hinterlassen einen guten Eindruck, der Touchscreen unterstützt USI-2.0-Stifte. Die 5-MP-Webcam liefert ordentliche 1440p-Qualität und besitzt einen physischen Privacy-Shutter.

Schneller Start

Chrome OS startet schnell und kommt ohne Bloatware. Über die Linux-Umgebung lassen sich Programme wie LibreOffice oder GIMP nutzen. Die größte Einschränkung bleibt die App-Kompatibilität: Nicht alle Android-Apps sind optimal angepasst, native Windows-Programme lassen sich nur eingeschränkt ersetzen. Positiv: Google stellt bis zu zehn Jahre Updates in Aussicht.

Preislich lag das Testgerät bei rund 890 Euro; empfehlenswert erscheint es besonders unterhalb von 750 Euro. Wer auf Windows-Software angewiesen ist, findet im Microsoft Surface Pro 11 oder ähnlichen Hybriden passendere Alternativen.

Unterm Strich zählt das Acer Chromebook Plus Spin 514 zu den derzeit stärksten 2-in-1-Chromebooks. Es eignet sich besonders für Studierende, Vielreisende und Büroanwender, die Wert auf Mobilität, Laufzeit und leisen Betrieb legen - Abstriche müssen sie bei Displayhelligkeit und Software-Flexibilität machen.

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