Acer Chromebook Tab 311: So praxistauglich ist das Chromebook-Tablet

Das Acer Chromebook Tab 311 präsentiert sich als günstiges 2-in-1-Tablet mit Chrome OS, Tastatur-Cover und integriertem Stylus, das vor allem für den Bildungsbereich konzipiert wurde. Acer bewirbt es als robustes Klassenraum-Tablet; im Praxistest unseres Kollegen Andrzej Tokarski zeigt sich, wie alltagstauglich und preiswert das Gerät wirklich ist. Die UVP liegt bei rund 370 Euro, Straßenpreise beginnen bei etwa 270 Euro.

Das 11-Zoll-Tablet punktet mit MIL-STD-810H-konformer Bauweise, integriertem Stylus und bis zu 10 Jahren Software-Updates. Technisch basiert es auf einem MediaTek Kompanio 520, bietet 4 oder 8 GB RAM, 128 GB eMMC-Speicher und einen 29,65-Wh-Akku mit Schnellladefunktion (45 W). Das Display löst mit 1200p auf und erreicht maximal rund 400 Nits. Anschlüsse umfassen USB-C mit Display-Output, MicroSD, optionalen SIM-Slot und 3,5-mm-Klinke.

Die Verarbeitung ist robust, das Aluminiumgehäuse lässt sich kaum verbiegen. Für ein 11-Zoll-Tablet ist es mit 610 Gramm jedoch vergleichsweise schwer und ohne Hülle etwas unhandlich. Die Anschlussausstattung ist für die Preisklasse gut, wobei der Klinkenanschluss bei hochwertigen Kopfhörern Rauschen zeigte.
Acer Chromebook Tab 311 Acer Chromebook Tab 311 Acer Chromebook Tab 311
Chrome OS gleicht die einfache Hardware im Alltag gut aus: Web-Browsing, Google Docs und Streaming laufen flüssig, während Benchmarks die Grenzen deutlich zeigen. Für 3D-Spiele ist das Tablet ungeeignet; für schulische Anwendungen und Office-Aufgaben reicht die Leistung jedoch aus.

Display nur für Innenräume

Das 1200p-Display bietet ausreichende Schärfe, ist bei Sonne stark spiegelnd und nur für Innenräume geeignet. Touch-Reaktionen sind akzeptabel, bei feinen Eingaben jedoch verzögert. Die Stereo-Lautsprecher sind für Stimmen ausreichend, Musik klingt flach. Im Test hielt der Akku bei maximaler Helligkeit rund 6 Stunden durch, schnelleres Laden mit 45 W gleicht dies teilweise aus.

Kameras lösen mit 2 MP vorn und 5 MP hinten nur minimal auf; Videokonferenzen in gut beleuchteten Räumen funktionieren, Fotos sind kaum nutzbar. Tastatur und Trackpad bieten nur begrenzten Komfort, das Trackpad reagiert ungenau. Der Stylus funktioniert ähnlich einem S-Pen, zeigt in Schreib-Apps aber spürbaren Lag.

Das Acer Chromebook Tab 311 eignet sich primär für Schulen und Organisationen, die robuste Geräte mit langem Software-Support und günstigem Preis benötigen. Für kreative Anwender, Spieler oder Nutzer, die präzise Stifteingaben und hochwertige Multimedia-Funktionen erwarten, sind Alternativen wie das Samsung Galaxy Tab S10 Lite besser.

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