FBI scheitert an Pattern-Screen-Lock von Android
Die Tastatur- bzw. Bildschirmsperre von Android-Smartphones, die die Eingabe eines bestimmten Musters erfordert, ist sicher. Das ist die Erkenntnis, die die US-amerikanische Bundespolizei FBI nun gemacht hat bzw. machen musste.
Wie das Technik-Magazin 'Wired' auf seiner Seite unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtet, ist es vor kurzem "forensischen Experten" des FBI nicht gelungen, die Muster-Bildschirmsperre ("Pattern-Screen Lock") eines Android-Smartphones (Samsung Exhibit II 4G) zu knacken.
Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Zuhälter aus San Diego. Nach dessen Verhaftung wollten die Ermittler an die Daten in dessen Handy gelangen, konnten dies aber nicht, weil sich die Bildschirmsperre als zu große Hürde herausgestellt hat. Gesetzlich ist das abgedeckt, die Behörden mehrerer US-Bundesstaaten, darunter auch Kalifornien, dürfen auf die Handys von Verdächtigen (auch ohne eine von einem Gericht explizit ausgestellte Ermächtigung) zugreifen.
Bei einem Android-Gerät kann nämlich eine derartige Sperre eingerichtet werden. Sie erfordert die Eingabe bzw. das "Nachzeichnen" eines vordefinierten Musters. Nach zu vielen Fehlversuchen muss allerdings die Google-E-Mail-Adresse samt Passwort zum Entsperren eingegeben werden, das sind auch die Daten, deren Herausgabe das FBI nun von Google angefordert hat.
Wie 'Wired' schreibt, hätten auch forensische Experten und auf dem Gebiet tätige Sicherheitsunternehmen bestätigt, dass dieser Android-Passcode den unautorisierten Zugriff erfolgreich verhindern kann. "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie (Anm.: die Behörden) nicht die Fähigkeit haben, ein auf diese Weise gesichertes aktives Gerät zu entsperren", sagte Dan Rosenberg von Virtual Security Research.
Rosenberg sagte außerdem, dass das FBI theoretisch auch die Möglichkeit hätte, das Handy zu zerlegen, um die "Daten direkt von den physikalischen Komponenten zu extrahieren". Das wäre allerdings mit der Gefahr verbunden, die Einzelteile zu beschädigen und so die Daten dauerhaft zu verlieren.
Hintergrund sind Ermittlungen gegen einen Zuhälter aus San Diego. Nach dessen Verhaftung wollten die Ermittler an die Daten in dessen Handy gelangen, konnten dies aber nicht, weil sich die Bildschirmsperre als zu große Hürde herausgestellt hat. Gesetzlich ist das abgedeckt, die Behörden mehrerer US-Bundesstaaten, darunter auch Kalifornien, dürfen auf die Handys von Verdächtigen (auch ohne eine von einem Gericht explizit ausgestellte Ermächtigung) zugreifen.
Bei einem Android-Gerät kann nämlich eine derartige Sperre eingerichtet werden. Sie erfordert die Eingabe bzw. das "Nachzeichnen" eines vordefinierten Musters. Nach zu vielen Fehlversuchen muss allerdings die Google-E-Mail-Adresse samt Passwort zum Entsperren eingegeben werden, das sind auch die Daten, deren Herausgabe das FBI nun von Google angefordert hat.
Wie 'Wired' schreibt, hätten auch forensische Experten und auf dem Gebiet tätige Sicherheitsunternehmen bestätigt, dass dieser Android-Passcode den unautorisierten Zugriff erfolgreich verhindern kann. "Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sie (Anm.: die Behörden) nicht die Fähigkeit haben, ein auf diese Weise gesichertes aktives Gerät zu entsperren", sagte Dan Rosenberg von Virtual Security Research.
Rosenberg sagte außerdem, dass das FBI theoretisch auch die Möglichkeit hätte, das Handy zu zerlegen, um die "Daten direkt von den physikalischen Komponenten zu extrahieren". Das wäre allerdings mit der Gefahr verbunden, die Einzelteile zu beschädigen und so die Daten dauerhaft zu verlieren.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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