Suchmaschinen-Blindtest: Google vor Bing

Internet & Webdienste Der Microsoft-Mitarbeiter Michael Kordahi bietet mit "Blind Search" einen Service an, der es ermöglicht, die Ergebnislisten der drei großen Suchmaschinen einem Vergleich zu unterziehen. Interessierte bekommen die Treffer zu einem Suchbegriff nebeneinander dargestellt und können abstimmen, welche Liste die besten Ergebnisse beinhaltet. Welche Suchmaschine die jeweiligen Ergebnisse liefert, bleibt dabei vorerst verborgen. Erst nach der Abstimmung werden die Logos eingeblendet.

Anfangs konnte man auch direkt sehen, wie viele Stimmen auf Google, Bing und Yahoo entfielen. Diese Auflistung hat Kordahi nach eigenen Angaben aber inzwischen entfernt, nachdem versucht wurde, die Abstimmung zu manipulieren. Die Ergebnisse sollen später wieder publiziert werden.

Als die Zahlen noch sichtbar waren, zeigte sich, dass Microsofts neue Suche deutlich besser bewertet wurde, als es die bisherigen Marktanteile vermuten ließen. Nach 1.757 Abstimmungen lag Bing gleichauf mit Google bei 39 Prozent. Als 2.554 Nutzer ihren Favoriten gewählt hatten, lag Google leicht mit 40 Prozent in Führung, auf Bing entfielen 37 Prozent. Später führte Google mit 43 Prozent vor Bing mit 32 Prozent. Yahoo blieb die gesamte Zeit im Bereich von etwas über 20 Prozent.

Kordahi gab an, die "Blind Search" als Freizeitprojekt entwickelt zu haben. Ein Zusammenhang mit seinem Arbeitgeber Microsoft bestehe nicht. Er bezieht sich mit dem Experiment aber auf eine Untersuchung Googles, nach der Anwender die Qualität von Suchergebnissen besser bewerten, wenn sie wissen, dass diese von Google geliefert werden.
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!