Sonnensystem: Neue Studie berechnet ein deutlich früheres Ende
Wissenschaftler haben in einer Studie ein neues Ablaufdatum für unser Sonnensystem ermittelt. Die äußeren Planeten sollen durch den Tod der Sonne deutlich früher aus der Bahn geworfen werden. Für die Menschheit spielt das aktuell noch keine Rolle.
Das Sonnensystem ist laut Astronomen rund 4,57 Milliarden Jahre alt. In etwa fünf Milliarden Jahren dürfte sich die Sonne zu einem Roten Riesen ausdehnen. Dabei wird sie voraussichtlich Merkur, Venus und vermutlich auch die Erde verschlingen. Mars könnte nach derzeitigen Annahmen überleben, weil er weiter von der Sonne entfernt kreist.
Das neue Computermodell legt jedoch nahe, dass die Sonne ihre Masse nicht gleichmäßig abstößt. Als Weißer Zwerg wird sie demnach auf knapp die Hälfte ihrer heutigen Masse schrumpfen. Dabei könnte sie Masse in zufälligen, heftigen Eruptionen verlieren. Die Forscher bezeichnen diese Vorgänge als "stochastische Kicks".
Solche Impulse könnten die Umlaufbahnen der Planeten verändern und die äußeren Riesenplaneten aus dem Sonnensystem schleudern. In 40 Prozent der Simulationen zerfiel die planetare Ordnung bereits während der Roter-Riese-Phase.
Die Studie stützt nach Angaben der Forscher eine frühere Vermutung von Isaac Newton. Der Naturforscher hatte bei seinen Untersuchungen der Bahnen von Jupiter und Saturn angenommen, dass das System langfristig instabil sein könnte.
Nach der aktuellen Arbeit ist nicht allein ein schleichendes Chaos oder der Einfluss vorbeiziehender Sterne entscheidend. Vielmehr könnte die Sonne selbst beim Verlust ihrer Masse die Bahnen der verbliebenen Planeten destabilisieren und damit den Zerfall des Sonnensystems auslösen.
Verfolgt ihr astronomische Entdeckungen regelmäßig oder sind solche fernen Ereignisse für euren Alltag zu weit weg? Teilt eure Sichtweise gerne in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
- Forscher am Caltech berechneten ein völlig neues Ende für das Sonnensystem
- In etwa fünf Milliarden Jahren dehnt sich die Sonne wohl zum Roten Riesen aus
- Zufällige heftige Eruptionen der sterbenden Sonne stören Umlaufbahnen massiv
- Solche stochastischen Kicks könnten die äußeren Gasriesen ins All schleudern
- Die N-Körper-Simulationen stützen damit eine alte These von Isaac Newton
Neues Ende für das Sonnensystem
Forscher des California Institute of Technology haben ein neues Szenario für das Ende des Sonnensystems berechnet. Demnach könnten die äußeren Planeten rund eine Milliarde Jahre nach der Entwicklung der Sonne zu einem Weißen Zwerg instabil werden.Das Sonnensystem ist laut Astronomen rund 4,57 Milliarden Jahre alt. In etwa fünf Milliarden Jahren dürfte sich die Sonne zu einem Roten Riesen ausdehnen. Dabei wird sie voraussichtlich Merkur, Venus und vermutlich auch die Erde verschlingen. Mars könnte nach derzeitigen Annahmen überleben, weil er weiter von der Sonne entfernt kreist.
Stochastische Kicks stören Orbits
Wie 404 Media berichtet, galt bislang als wahrscheinlich, dass Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun das Ende der Sonne überstehen. Frühere Prognosen reichten von 30 Milliarden Jahren bis zu einer Trillion Jahre. Sie gingen von einem gleichmäßigen Masseverlust der Sonne aus.Das neue Computermodell legt jedoch nahe, dass die Sonne ihre Masse nicht gleichmäßig abstößt. Als Weißer Zwerg wird sie demnach auf knapp die Hälfte ihrer heutigen Masse schrumpfen. Dabei könnte sie Masse in zufälligen, heftigen Eruptionen verlieren. Die Forscher bezeichnen diese Vorgänge als "stochastische Kicks".
Solche Impulse könnten die Umlaufbahnen der Planeten verändern und die äußeren Riesenplaneten aus dem Sonnensystem schleudern. In 40 Prozent der Simulationen zerfiel die planetare Ordnung bereits während der Roter-Riese-Phase.
Späte Bestätigung für Newton
Für die Untersuchung nutzte das Forschungsteam Hochleistungsrechner und Hunderte numerische N-Körper-Simulationen. Künstliche Intelligenz kam nicht zum Einsatz. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht.Die Studie stützt nach Angaben der Forscher eine frühere Vermutung von Isaac Newton. Der Naturforscher hatte bei seinen Untersuchungen der Bahnen von Jupiter und Saturn angenommen, dass das System langfristig instabil sein könnte.
Nach der aktuellen Arbeit ist nicht allein ein schleichendes Chaos oder der Einfluss vorbeiziehender Sterne entscheidend. Vielmehr könnte die Sonne selbst beim Verlust ihrer Masse die Bahnen der verbliebenen Planeten destabilisieren und damit den Zerfall des Sonnensystems auslösen.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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