EU-Kommission: Microsoft droht neue Millionenstrafe

Microsoft Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, drohen Microsoft neue Strafen der europäischen Wettbewerbsbehörden. Offenbar hat das Unternehmen nur noch bis Donnerstag nächster Woche Zeit, um seinen Konkurrenten Informationen zu seinen Software-Produkten zukommen zu lassen. Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hat Microsoft laut The Guardian bis zum Thanksgiving-Feiertag in den USA Zeit gegeben, um bestimmte Dokumente zu seinem Betriebssystem Windows offenzulegen. In einem Interview sagte Kroes, dass ihr lagsam die Geduld ausgehe und sie "kein ewiges Leben" habe.

Microsoft könnte nach Angaben der Zeitung zu Strafzahlungen in Höhe von bis zu drei Millionen Euro täglich gezwungen werden. Die Redmonder müssen bereits 497 Millionen Euro Strafe für wettbewerbswidriges Verhalten zahlen. Im Juli hatte die EU weitere 280,5 Millionen Euro Strafe verhängt, weil Microsoft die vorangegangene Entscheidung missachtet hatte.

Im Streit mit der EU geht es um das Wettbewerbsgebahren von Microsoft. Die Wettbewerbshüter wollen das Unternehmen dazu zwingen, Dokumente zu seinen Server-Protokollen offenzulegen, damit Konkurrenzfirmen ihre Produkte kompatibler machen können. Auch das neue Betriebssystem Windows Vista war zwischenzeitlich ein Thema, bei dem man sich aber mittlerweile einigen konnte.

Update: Inzwischen hat Microsoft mitgeteilt, dass man versuchen wird, alle Forderungen der EU uneingeschränkt zu erfüllen. Bereits in der Vergangenheit hatte das Unternehmen derartige Äusserungen getätigt.
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