Zu hohe Kosten: Xiaomi stoppt Pläne für sein "Kamera-Monster"-Phone

Das geplante Xiaomi 18 Ultra versprach mit drei 200-Megapixel-Sensoren eine besondere Fotoleistung. Doch der Konzern hat die Entwicklung laut Berichten kurz vor der Produktion gestoppt. Als Grund für das Aus gilt ein zu hoher Verkaufspreis.
Smartphone, Kamera, Xiaomi, Leica, Xiaomi 17 Ultra, Summilux
Xiaomi
  • Xiaomi stoppt die Entwicklung des Smartphones Xiaomi 18 Ultra vor der Serie
  • Zu hohe Produktionskosten und ein befürchteter Kundenverlust führten zum Aus
  • In Europa hätte das Flaggschiff voraussichtlich rund 1899 Euro gekostet
  • Geplant war eine rückseitige Kamera mit drei Sensoren zu je 200 Megapixeln
  • Das Kamerasystem sollte stufenlosen optischen Zoom und LOFIC bieten
  • Ein Nachfolger könnte erst mit dem Xiaomi 19 Ultra auf den Markt kommen

Aus für das Xiaomi 18 Ultra

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat die Entwicklung seines kommenden Top-Smartphones Xiaomi 18 Ultra offenbar vollständig eingestellt. Als Grund für den Stopp kurz vor der geplanten Serienproduktion nennt der bekannte und in der Regel bestens informierte Leaker Digital Chat Station den zu hohen Preis. Demnach befürchtete der Hersteller, dass Kunden nicht bereit wären, den angepeilten Verkaufspreis zu zahlen.

Für den Heimatmarkt China war für das Basismodell mit zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte internem Speicher ein Preis von 9999 Yuan vorgesehen. Umgerechnet entspricht das etwa 1490 US-Dollar (etwa 1280 Euro). Zum Vergleich: Das Vorgängermodell startete noch bei 6999 Yuan.


Für den europäischen Markt wäre auf dieser Basis ein Preis von rund 1899 Euro denkbar gewesen, das Vorgängermodell kostete hier 1499 Euro. In der aktuellen Generation setzt das Unternehmen stattdessen auf das Xiaomi 18 Pro und Pro Max, die im vergangenen Monat in China auf den Markt kamen. Das reguläre Xiaomi 18 soll im Dezember folgen.

Kamerasystem mit 600 Megapixeln

Laut Digital Chat Station (via Android Authority) war das Gerät primär auf extreme Fotoleistung ausgelegt. Auf der Rückseite sollte ein System aus drei 200-Megapixel-Sensoren zum Einsatz kommen. Die Hauptkamera war mit einem großen 1/1,12-Zoll-Sensor und LOFIC-Technologie geplant. Letztere soll den Dynamikumfang erhöhen und Details bei starker Sonneneinstrahlung bewahren.

Zusätzlich sah das Konzept eine Ultraweitwinkelkamera mit einem 1/1,56-Zoll-Sensor sowie ein Periskop-Teleobjektiv mit einem 1/1,28-Zoll-Sensor und ebenfalls LOFIC-Technik vor. Besonders das Teleobjektiv stach in den Planungen hervor, da es einen stufenlosen optischen Zoom bieten sollte. Ergänzt werden sollte das Modul durch einen multispektralen Sensor für eine präzisere Farbwiedergabe sowie eine magnetische Halterung für externe Objektive.

Schlankes Design und viel Leistung

Auch abseits der Kameras deuten die Spezifikationen auf ein leistungsstarkes Gerät hin. Das Smartphone sollte über ein flaches Display verfügen, das von symmetrischen, lediglich einen Millimeter dünnen Rändern eingefasst wird. Im Inneren war ein Snapdragon-Prozessor vorgesehen, der in Benchmark-Tests einen Spitzenwert erreichen sollte.

Symmetrische Stereo-Lautsprecher und ein spezieller Vibrationsmotor rundeten die Ausstattungsliste ab. Da das Projekt laut Berichten gestoppt wurde, wird ein Ultra-Modell voraussichtlich erst mit dem Xiaomi 19 Ultra zurückkehren, sobald sich die Komponentenpreise stabilisieren.

Was denkt ihr über Xiaomis Entscheidung, das Projekt wegen der hohen Kosten zu stoppen? Wärt ihr bereit, fast 1899 Euro für so ein Gerät zu zahlen? Schreibt es in die Kommentare!

Siehe auch:
Witold Pryjda

Senior Redakteur

Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.

WinFuture bei Google bevorzugenJetzt hinzufügen
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!