Fritz-Labor: Diese FritzBoxen priorisieren künftig Videocalls automatisch

Neue Labor-Updates für die FritzBox 4690 und 4050: Es gibt neue Funktionen, unter anderem für die Priorisierung zeitkritischer Anwendungen. Dazu kommen Fehlerbehebungen und Verbesser­ungen für Telefonie, Mesh und Amazon-Geräte.
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AVM
  • Fritz verteilt neue Labor-Updates für die Router-Modelle 4690 und 4050
  • Die FritzBox 4690 erhält eine automatische Priorisierung für Videocalls
  • Beide Modelle arbeiten nach dem Update zuverlässiger mit Amazon-Geräten
  • Ein Fehler bezüglich blockierter VPNs durch Kindersicherungen ist behoben
  • Die Registrierung von Easybell-Rufnummern über Mobilfunk wurde stabiler
  • Falsche Diagnosemeldungen zur Verbindung bei Mesh-Repeatern wurden entfernt

Neue Labor-Updates für FritzBox 4690 und 4050

Fritz hat neue Labor-Updates für die FritzBox 4690 und die FritzBox 4050 veröffentlicht. Die Test-Firmware bringt für die FritzBox 4690 unter anderem eine neue Funktion zur automatischen Priorisierung von Videokonferenzen und anderer zeitkritischer Kommunikation.

Für die FritzBox 4050 fällt der Umfang der Änderungen geringer aus. Das Update verbessert nach Angaben des Herstellers die Zusammenarbeit mit Amazon-Geräten und behebt einen mDNS-Sturm.


Neue Priorisierung für Echtzeitkommunikation

Die FritzBox 4690 erhält mit dem Labor-Update eine Funktion zur automatischen Priorisierung von Internetverbindungen. Sie soll Videokonferenzen und vergleichbare Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Reaktionszeit erkennen und bevorzugt behandeln.

Daneben behebt Fritz einen Fehler, durch den die eingerichtete Kindersicherung unter Umständen VPN-Verbindungen blockierte. Die TCP-basierte Rufnummernregistrierung über Mobilfunk beim Anbieter Easybell wurde stabilisiert.

Weitere Anpassungen

Im Bereich System korrigiert das Update mehrere Fehler. So sollen Fehlerzustände auch bei deaktivierten LEDs wieder angezeigt werden. Außerdem nennt Fritz Verbesserungen beim Assistenten zur Übertragung von Einstellungen auf eine neue FritzBox sowie bei der Anzeige von Informationen zu neuen FritzOS-Versionen nach einem Update.

Für Mesh-Set-Repeater wurde zudem eine fehlerhafte Diagnosemeldung korrigiert. Diese hatte fälschlicherweise gemeldet, die Verbindung zur Basisstation sei unterbrochen. Auch die FritzBox 4690 erhält eine Verbesserung für die Zusammenarbeit mit Amazon-Geräten. Dabei wurde laut Fritz ein mDNS-Sturm behoben.

FritzBox 4690: Alle Änderungen in der Übersicht

  • Internet: Neue Priorisierungsfunktion sorgt automatisch für die bestmögliche Verbindung.
  • Internet: Videokonferenzen und vergleichbare Echtzeitanwendungen werden automatisch erkannt und priorisiert.
  • Internet: Fehler behoben, durch den die Kindersicherung unter Umständen VPN-Verbindungen blockierte.
  • Telefonie: TCP-basierte Registrierung von Rufnummern über Mobilfunk beim Anbieter Easybell wurde stabilisiert.
  • System: Fehlerzustände werden wieder angezeigt, auch wenn die LEDs abgeschaltet sind.
  • System: Detailverbesserungen beim Assistenten zum Übertragen der Einstellungen auf eine neue FritzBox.
  • System: Falsche Diagnosemeldung zur angeblich unterbrochenen Verbindung zur Basisstation wurde bei Mesh-Set-Repeatern behoben.
  • System: Informationen zu neuem FritzOS werden nach einem Update besser angezeigt.
  • Repeater: Die Interoperabilität mit Amazon-Geräten wurde verbessert; ein mDNS-Sturm wurde behoben.

Installation über die Benutzeroberfläche

Das Labor-Update kann über die Benutzeroberfläche der jeweiligen FritzBox installiert werden. Nutzer, die bereits eine frühere Labor-Version verwenden, können die Aktualisierung in den Einstellungen über die Update-Funktion suchen und einspielen.

Bei einer erstmaligen Installation einer Labor-Firmware muss die entsprechende Datei zunächst von der Fritz-Labor-Webseite heruntergeladen und anschließend in der Benutzeroberfläche unter "System" > "Update" im Reiter "FritzOS-Datei" ausgewählt werden. Vor der Installation empfiehlt sich eine Sicherung der Geräteeinstellungen, da Labor-Versionen noch Fehler enthalten können.

Habt ihr die Labor-Version bereits installiert? Schreibt in die Kommentare, ob die neue Priorisierung bei Videocalls und anderen Anwendungen bei euch spürbare Verbesserungen bringt - und welche Fehler oder Neuerungen euch aufgefallen sind. Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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