Britisches Militär entdeckt russische U-Boote an Unterseekabeln
Das britische Militär hat mehrere russische U-Boote aufgespürt und zum Rückzug gezwungen, die sich in der Umgebung wichtiger Unterwasser-Infrastrukturen wie Kabeln und Pipelines aufhielten. Das teilte Verteidigungsminister John Healey mit.
Bei den gesichteten Einheiten handelte es sich laut Healey um ein nuklearbetriebenes U-Boot der Akula-Klasse sowie zwei Spezial-U-Boote der russischen Tiefseeforschungseinheit GUGI. Diese seien darauf spezialisiert, Unterwasser-Infrastrukturen zu untersuchen, verfügten jedoch auch über Fähigkeiten, bei Bedarf Schäden anzurichten oder Leitungen komplett zu zerstören.
Die Operation fand nicht direkt in britischen Hoheitsgewässern statt, aber in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Vereinigten Königreichs. Dort erstreckt sich die Zuständigkeit bis zu 200 Seemeilen vor der Küste. Konkrete Ortsangaben machte Healey nicht.
Besonders bemerkenswert sei der Zeitpunkt der russischen Aktivitäten gewesen: Während sich die internationale Aufmerksamkeit auf den Nahen Osten und die Spannungen rund um Iran richtete, habe Moskau offenbar versucht, unbemerkt zu agieren. Healey richtete daher eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: Man beobachte die Bewegungen genau und werde jede Bedrohung der Infrastruktur nicht dulden.
Der Vorfall zeige nach Einschätzung der britischen Regierung die anhaltende Bedrohung durch Russland für Großbritannien und die NATO. Zugleich betonte Healey, dass die britischen Streitkräfte in der Lage seien, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen und wirksam abzuschrecken.
Siehe auch:
"Wir sehen euch!"
Wie er auf einer Pressekonferenz in der Downing Street erklärte, dauerte der Einsatz mehr als einen Monat. Beteiligt waren ein Kriegsschiff der Royal Navy sowie ein Seeaufklärungsflugzeug vom Typ P-8 der Royal Air Force. Gemeinsam mit Verbündeten überwachten sie rund um die Uhr drei russische U-Boote und schreckten sie von potenziell feindlichen Aktivitäten ab.Bei den gesichteten Einheiten handelte es sich laut Healey um ein nuklearbetriebenes U-Boot der Akula-Klasse sowie zwei Spezial-U-Boote der russischen Tiefseeforschungseinheit GUGI. Diese seien darauf spezialisiert, Unterwasser-Infrastrukturen zu untersuchen, verfügten jedoch auch über Fähigkeiten, bei Bedarf Schäden anzurichten oder Leitungen komplett zu zerstören.
Die Operation fand nicht direkt in britischen Hoheitsgewässern statt, aber in der ausschließlichen Wirtschaftszone des Vereinigten Königreichs. Dort erstreckt sich die Zuständigkeit bis zu 200 Seemeilen vor der Küste. Konkrete Ortsangaben machte Healey nicht.
Besonders bemerkenswert sei der Zeitpunkt der russischen Aktivitäten gewesen: Während sich die internationale Aufmerksamkeit auf den Nahen Osten und die Spannungen rund um Iran richtete, habe Moskau offenbar versucht, unbemerkt zu agieren. Healey richtete daher eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin: Man beobachte die Bewegungen genau und werde jede Bedrohung der Infrastruktur nicht dulden.
Bedrohungslage bleibt
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden keine Kabel oder Pipelines beschädigt. Dennoch prüfen britische und verbündete Kräfte die Lage weiterhin. Insgesamt waren rund 500 britische Soldaten an dem Einsatz beteiligt. Durch den gezielten Einsatz von Sonarbojen habe man den russischen U-Booten deutlich gemacht, dass ihre Aktivitäten jederzeit verfolgt wurden.Der Vorfall zeige nach Einschätzung der britischen Regierung die anhaltende Bedrohung durch Russland für Großbritannien und die NATO. Zugleich betonte Healey, dass die britischen Streitkräfte in der Lage seien, solche Gefahren frühzeitig zu erkennen und wirksam abzuschrecken.
Zusammenfassung
- Britisches Militär entdeckte drei russische U-Boote bei Kabeln
- Einsatz lief über einen Monat mit Royal Navy und RAF-P-8-Aufklärung
- Gesichtet wurden Akula-Atom-U-Boot und zwei GUGI-Spezialboote
- Die Boote können Leitungen prüfen und im Ernstfall zerstören
- Ort war die Wirtschaftszone, nicht direkt britische Hoheitsgewässer
- Rund 500 Soldaten sicherten Infrastruktur, Schäden gab es keine
- London warnt Putin und sieht eine anhaltende Bedrohung für die NATO
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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