Fliegende Däneländer: Unbemannte Segelboote überwachen die Ostsee
Dänemark schickt jetzt unbemannte Segeldrohnen in den Einsatz. Diese sollen durch ihre Unabhängigkeit von Nachschub und menschlichen Besatzungen dabei helfen, die Überwachung in dänischen und NATO-Gewässern der Ost- und Nordsee zu verbessern.
Die Drohnen, die ein wenig wie gewöhnliche Segelboote aussehen, nutzen Wind- und Solarenergie und können monatelang autonom auf See operieren. Ausgestattet mit modernen Sensoren - darunter Radar, Infrarot- und optische Kameras, Sonar sowie akustische Überwachungssysteme - erfassen sie maritime Aktivitäten sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern.
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium soll der Test die Fähigkeit zur Überwachung bislang wenig kontrollierter Seegebiete verbessern, insbesondere rund um kritische Infrastrukturen wie Unterseekabel und Stromleitungen. Generalleutnant Kim Jørgensen, Rüstungsdirektor im Ministerium, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, die Drohnen würden zunächst in dänischen Gewässern patrouillieren und später mit anderen NATO-Einheiten zusammengeführt.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben sich die Spannungen im Ostseeraum deutlich verschärft. Gleichzeitig häufen sich die Sabotageakte auf maritime Infrastrukturen. Zu den bekanntesten Vorfällen zählen die Explosionen an den Nordstream-Pipelines 2022 sowie die Beschädigung von mindestens elf Unterseekabeln seit Ende 2023 - zuletzt im Januar eine Glasfaserverbindung zwischen Lettland und der schwedischen Insel Gotland.
Neben klassischen Marineeinheiten setzt die NATO zunehmend auf eine sogenannte mehrschichtige Überwachungsstrategie: Satelliten, Sensoren am Meeresboden und unbemannte Fahrzeuge wie die Voyagers sollen gemeinsam ein umfassendes Bild potenzieller Bedrohungen liefern - auch angesichts möglicher Angriffe durch russische Schattenflotten oder hybride Kriegsführung.
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Erste Systeme im Test-Einsatz
Vier Systeme des Typs "Voyager" wurden für eine dreimonatige Testphase in Dienst gestellt. Die etwa zehn Meter langen Fahrzeuge werden vom US-Unternehmen Saildrone mit Sitz in Kalifornien produziert. Zwei der Drohnen wurden am Montag vom Hafen in Køge, südlich von Kopenhagen, aus gestartet. Zwei weitere sind bereits seit dem 6. Juni im Rahmen einer NATO-Übung im Einsatz.Die Drohnen, die ein wenig wie gewöhnliche Segelboote aussehen, nutzen Wind- und Solarenergie und können monatelang autonom auf See operieren. Ausgestattet mit modernen Sensoren - darunter Radar, Infrarot- und optische Kameras, Sonar sowie akustische Überwachungssysteme - erfassen sie maritime Aktivitäten sowohl an der Oberfläche als auch unter Wasser in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern.
Saildrone Voyager: Segel-Drohnen für lange Missionen auf See
Laut dem dänischen Verteidigungsministerium soll der Test die Fähigkeit zur Überwachung bislang wenig kontrollierter Seegebiete verbessern, insbesondere rund um kritische Infrastrukturen wie Unterseekabel und Stromleitungen. Generalleutnant Kim Jørgensen, Rüstungsdirektor im Ministerium, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AP, die Drohnen würden zunächst in dänischen Gewässern patrouillieren und später mit anderen NATO-Einheiten zusammengeführt.
Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 haben sich die Spannungen im Ostseeraum deutlich verschärft. Gleichzeitig häufen sich die Sabotageakte auf maritime Infrastrukturen. Zu den bekanntesten Vorfällen zählen die Explosionen an den Nordstream-Pipelines 2022 sowie die Beschädigung von mindestens elf Unterseekabeln seit Ende 2023 - zuletzt im Januar eine Glasfaserverbindung zwischen Lettland und der schwedischen Insel Gotland.
Viel billiger
Saildrone-Chef Richard Jenkins sieht in den autonomen Segelbooten eine kosteneffiziente Lösung für die permanente Überwachung auf See. Der Betrieb bemannter Kriegsschiffe sei teuer, ein flächendeckendes Netzwerk aus unbemannten Systemen könne diese Lücke schließen.Neben klassischen Marineeinheiten setzt die NATO zunehmend auf eine sogenannte mehrschichtige Überwachungsstrategie: Satelliten, Sensoren am Meeresboden und unbemannte Fahrzeuge wie die Voyagers sollen gemeinsam ein umfassendes Bild potenzieller Bedrohungen liefern - auch angesichts möglicher Angriffe durch russische Schattenflotten oder hybride Kriegsführung.
Zusammenfassung
- Dänemark testet vier unbemannte Segeldrohnen vom Typ 'Voyager'
- Die autonomen Boote überwachen mit modernen Sensoren bis zu 50 Kilometer
- Wind- und solargetriebene Drohnen können monatelang unabhängig operieren
- Schutz kritischer Infrastruktur wie Unterseekabel nach Sabotageakten
- Seit Russlands Angriff auf die Ukraine sind Spannungen im Ostseeraum gestiegen
- Die Überwachungsstrategie ergänzt teure bemannte Kriegsschiffe kostengünstig
- Mehrschichtige NATO-Strategie verbindet Satelliten mit Sensoren und Drohnen
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