Mysteriöses chinesisches U-Boot mit turmfreiem Design gesichtet
Ein neues chinesisches U-Boot sorgt für Aufsehen. Satellitenbilder zeigen ein 120 Meter langes Schiff in Shanghai, das völlig ohne den traditionellen Turm auskommt. Militärbeobachter vermuten dahinter ein radikales Tarnkappen-Konzept.
Neben dem fehlenden Aufbau verfügt das Modell über ein X-förmiges Ruder am Heck. Fachleute vermuten zudem einen ummantelten Pumpjet-Antrieb. Solche Systeme reduzieren die Geräuschentwicklung unter Wasser erheblich, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Dadurch sinkt die akustische Signatur, was das Schiff für gegnerische Sonarsysteme schwerer zu orten macht.
Wie das Portal Naval News berichtet, bringt der Verzicht auf den Turm konkrete Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits verringert das glatte Design den Wasserwiderstand, was die Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit im getauchten Zustand erhöht. Andererseits fehlt der Platz für wichtige Systeme wie Periskope, Sensoren, Kommunikationsmasten und Schnorchel. Auch die Navigation und der Schutz der Besatzung an der Wasseroberfläche werden durch das flache Profil deutlich erschwert.
Der Bau des Schiffes unterstreicht das hohe Tempo der chinesischen Rüstungsindustrie. In den vergangenen fünf Jahren liefen dort schätzungsweise 15 bis 20 U-Boote vom Stapel, darunter mehrere völlig neue Klassen. Zeitgleich soll in der Bohai-Werft in Huludao ein weiteres U-Boot ähnlicher Bauart gesichtet worden sein. Westliche Werften fertigen im Vergleich oft nur ein atomgetriebenes Schiff zur gleichen Zeit.
Da offizielle Bestätigungen der Regierung aus Peking fehlen, bleiben viele Details zu dem neuen Modell vorerst unbestätigt. Experten sind auf Satellitenaufnahmen angewiesen, um die Fähigkeiten der neuen U-Boot-Klasse einzuordnen. Fest steht aber, dass China immer wieder alternative Designs testet, um seine Flotte auszubauen.
Wie bewertet ihr den Verzicht auf den klassischen U-Boot-Turm? Teilt uns eure Gedanken dazu gerne unten in den Kommentaren mit.
Siehe auch:
Neues U-Boot in Shanghai gesichtet
Dieser Tage sind Satellitenbilder aufgetaucht, die ein neues chinesisches U-Boot zeigen, das in der Jiangnan-Werft in Shanghai ankert. Das rund 120 Meter lange und zehn bis elf Meter breite Schiff fällt durch ein ungewöhnliches Design auf, da es keinen traditionellen Turm besitzt. Militärbeobachter gehen davon aus, dass die chinesische Marine mit dem stromlinienförmigen Rumpf neue Konzepte erprobt, um Unterwasserfahrzeuge schwerer auffindbar zu machen.Neben dem fehlenden Aufbau verfügt das Modell über ein X-förmiges Ruder am Heck. Fachleute vermuten zudem einen ummantelten Pumpjet-Antrieb. Solche Systeme reduzieren die Geräuschentwicklung unter Wasser erheblich, insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten. Dadurch sinkt die akustische Signatur, was das Schiff für gegnerische Sonarsysteme schwerer zu orten macht.
Wie das Portal Naval News berichtet, bringt der Verzicht auf den Turm konkrete Vor- und Nachteile mit sich. Einerseits verringert das glatte Design den Wasserwiderstand, was die Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit im getauchten Zustand erhöht. Andererseits fehlt der Platz für wichtige Systeme wie Periskope, Sensoren, Kommunikationsmasten und Schnorchel. Auch die Navigation und der Schutz der Besatzung an der Wasseroberfläche werden durch das flache Profil deutlich erschwert.
Unklare Antriebstechnik und Ausbau
Hinsichtlich des Antriebs gehen Analysten aufgrund der Schiffsgröße primär von einem klassischen Kernreaktor aus. Eine alternative Theorie besagt, dass ein hybrides System zum Einsatz kommen könnte. Das Konzept kombiniert einen kleinen Reaktor mit einem außenluftunabhängigen Antrieb, in der Fachsprache Air-Independent Propulsion genannt. Ein solches System erhöht die Reichweite und Ausdauer, ohne die hohe Komplexität eines vollwertigen nuklearen Angriffs-U-Bootes zu erfordern.Der Bau des Schiffes unterstreicht das hohe Tempo der chinesischen Rüstungsindustrie. In den vergangenen fünf Jahren liefen dort schätzungsweise 15 bis 20 U-Boote vom Stapel, darunter mehrere völlig neue Klassen. Zeitgleich soll in der Bohai-Werft in Huludao ein weiteres U-Boot ähnlicher Bauart gesichtet worden sein. Westliche Werften fertigen im Vergleich oft nur ein atomgetriebenes Schiff zur gleichen Zeit.
Da offizielle Bestätigungen der Regierung aus Peking fehlen, bleiben viele Details zu dem neuen Modell vorerst unbestätigt. Experten sind auf Satellitenaufnahmen angewiesen, um die Fähigkeiten der neuen U-Boot-Klasse einzuordnen. Fest steht aber, dass China immer wieder alternative Designs testet, um seine Flotte auszubauen.
Wie bewertet ihr den Verzicht auf den klassischen U-Boot-Turm? Teilt uns eure Gedanken dazu gerne unten in den Kommentaren mit.
Zusammenfassung
- China testet in Shanghai ein neues U-Boot ohne klassischen Turmaufbau
- Dieses 120 Meter lange Schiff besitzt zudem ein modernes X-Ruder am Heck
- Ein stromlinienförmiger Rumpf soll die Ortung durch Sonar erschweren
- Experten vermuten einen leisen Pumpjet-Antrieb oder hybride Reaktoren
- Fehlende Masten schränken jedoch die Navigation an der Oberfläche ein
- Die hohe Baugeschwindigkeit belegt Chinas rasante maritime Aufrüstung
- Satellitenbilder zeigen den Bau weiterer Schiffe dieser neuen Klasse
Siehe auch:
- Russisches "Superwaffen-U-Boot": Neue Details zur Chabarowsk-Klasse
- 800 Mio. versenkt: US-Marine gibt U-Boot nach 10 Jahren Sanierung auf
- Britisches Militär entdeckt russische U-Boote an Unterseekabeln
- Mysteriöse bewaffnete U-Boot-Drohne wird in der Türkei angespült
- China überholt Russland bei Atom-U-Booten, greift nach der Spitze
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