Signal erklärt Microsofts Recall mit einem cleveren Trick den Krieg
Signal wehrt sich gegen Microsofts KI-Feature Recall in Windows 11: Der Messenger aktiviert standardmäßig einen Screenshot-Schutz. Die Entwickler greifen dabei zu einem Trick, da Microsoft keine direkte Möglichkeit zur Deaktivierung von Recall anbietet.
Recall wurde als Teil von Microsofts Copilot+-Initiative entwickelt und erstellt alle paar Sekunden Screenshots von allen Aktivitäten auf dem Computer, die dann in einer durchsuchbaren Zeitleiste gespeichert werden. Microsoft bewirbt die Funktion als Gedächtnisstütze für Nutzer, viele sehen es aber als möglichen Eingriff oder ein Risiko für die Privatsphäre. Nach erheblicher Kritik und Verzögerungen wurde das Feature erst im letzten Monat für Copilot+ PCs freigegeben.
Die Kontroverse um Recall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem moderner KI-Funktionen: Sie sammeln in der Regel umfangreiche Daten, ohne dass Nutzer eine granulare Kontrolle darüber haben, welche Anwendungen erfasst werden dürfen. Signals "DRM-Lösung" ist also eine clevere Übergangslösung für dieses Problem.
Signal wurde 2014 gegründet und hat sich als einer der sichersten Messenger etabliert. Der Dienst setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und wird von der gemeinnützigen Signal-Foundation betrieben. Das Unternehmen hat sich wiederholt für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer eingesetzt und kritisiert regelmäßig Praktiken, die diese gefährden könnten. Die aktuelle Maßnahme gegen Recall reiht sich in diese Tradition ein.
Was haltet ihr von Signals Vorgehen gegen Microsofts Recall-Feature? Teilt eure Meinung zu diesem Konflikt zwischen Privatsphäre und KI-Innovation in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Perspektiven!
Siehe auch:
Messenger-App nutzt DRM-Schutz gegen Windows-KI
Signal geht einen ungewöhnlichen Weg, um die Privatsphäre seiner Nutzer unter Windows 11 zu schützen. Der Messenger aktiviert ab sofort standardmäßig eine neue "Screen Security" genannte Einstellung, die verhindert, dass Microsofts KI-Tool Recall (das in Europa allerdings bisher nicht verfügbar ist) Screenshots von privaten Chats in der Windows-App erstellen kann.Recall wurde als Teil von Microsofts Copilot+-Initiative entwickelt und erstellt alle paar Sekunden Screenshots von allen Aktivitäten auf dem Computer, die dann in einer durchsuchbaren Zeitleiste gespeichert werden. Microsoft bewirbt die Funktion als Gedächtnisstütze für Nutzer, viele sehen es aber als möglichen Eingriff oder ein Risiko für die Privatsphäre. Nach erheblicher Kritik und Verzögerungen wurde das Feature erst im letzten Monat für Copilot+ PCs freigegeben.
Kreativer Schutz durch Filmtechnik
Wie Ars Technica berichtet, mussten die Signal-Entwickler zu einem kreativen Trick greifen: Sie nutzen eine API, die eigentlich für den Schutz von urheberrechtlich geschütztem Material gedacht ist. Diese DRM-Technologie wird normalerweise verwendet, um das Aufnehmen von Streaming-Filmen zu verhindern. Die Signal-Entwickler betonen, dass Microsoft ihnen "keine andere Option" gelassen habe, da es keine spezifischen Werkzeuge oder Möglichkeiten gibt, um Apps von der Recall-Erfassung auszuschließen.Windows 11 Recall ausprobiert: das neue 'Killer-Feature' im Hands-On
Einschränkungen für Barrierefreiheit
Die neue Schutzfunktion kann in den Einstellungen unter "Signal Settings > Privacy > Screen Security" deaktiviert werden, was besonders für Nutzer der Sprachausgabefunktion wichtig sein könnte. Allerdings hätte es nach Ansicht der Entwickler nie so weit kommen dürfen. Microsoft filtert bereits standardmäßig private Browser-Fenster aus Recall heraus, bietet aber keine vergleichbare Lösung für Messaging-Apps an.Die Kontroverse um Recall verdeutlicht ein grundsätzliches Problem moderner KI-Funktionen: Sie sammeln in der Regel umfangreiche Daten, ohne dass Nutzer eine granulare Kontrolle darüber haben, welche Anwendungen erfasst werden dürfen. Signals "DRM-Lösung" ist also eine clevere Übergangslösung für dieses Problem.
Signal wurde 2014 gegründet und hat sich als einer der sichersten Messenger etabliert. Der Dienst setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und wird von der gemeinnützigen Signal-Foundation betrieben. Das Unternehmen hat sich wiederholt für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer eingesetzt und kritisiert regelmäßig Praktiken, die diese gefährden könnten. Die aktuelle Maßnahme gegen Recall reiht sich in diese Tradition ein.
Was haltet ihr von Signals Vorgehen gegen Microsofts Recall-Feature? Teilt eure Meinung zu diesem Konflikt zwischen Privatsphäre und KI-Innovation in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Perspektiven!
Zusammenfassung
- Signal aktiviert standardmäßig einen Screenshot-Schutz gegen Microsofts Recall
- Recall erstellt automatisch Screenshots aller PC-Aktivitäten für eine Zeitleiste
- Signal nutzt eine DRM-API, da Microsoft keine direkte Deaktivierung anbietet
- Die Schutzfunktion kann in den Privatsphäre-Einstellungen deaktiviert werden
- Microsoft filtert private Browser-Fenster aus, aber keine Messaging-Apps
- Der Konflikt zeigt Probleme mit KI-Funktionen ohne granulare Nutzerkontrolle
- Signal setzt sich traditionell für den Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer ein
Siehe auch:
- Microsofts KI-Feature: Windows Recall jetzt für alle - außer Europa
- Microsoft startet kontroverses Windows Recall jetzt aber wirklich
- Windows Recall zeichnet Kreditkartendaten trotz Filter weiter auf
- Windows 11: Umstrittene Neuerung Recall jetzt auch für AMD & Intel
- Windows 11: Recall kehrt zurück - erste neue Preview für Insider ist da
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