Windows 11: Umstrittene Neuerung Recall jetzt auch für AMD & Intel

Es hat etwas gedauert, doch jetzt hat Microsoft erstmals eine Vorabver­sion von Windows 11 bereitgestellt, bei der auch Nutzer von PCs mit Prozessoren von Intel und AMD die neue Funktion Recall ausprobieren können. Voraussetzung ist ein moderner Rechner mit integrierter NPU.
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Microsoft

Recall wird breiter getestet

Seit November kann Windows Recall auf Copilot+ PCs mit Qualcomms ARM-Plattformen ausprobiert werden. Jetzt kommen mit der neuen Windows 11 Insider Preview Build 26120.2510 (KB5048780) auch die Besitzer von Systemen mit AMD- und Intel-CPUs diese Möglichkeit. Gleichzeitig wird auch die "Click To Do"-Funktion über Recall hinaus erweitert.

Wer Recall ausprobieren will, benötigt eine Plattform mit ausreichend leistungsfähiger Neural Processing Unit (NPU). Dies gilt für Rechner mit den neuesten AMD Ryzen-Prozessoren und für Modelle, die einen Chip aus der Intel "Lunar Lake"-Reihe besitzen, also aus der Intel Core Ultra 200V-Serie. Um Recall tatsächlich mit der Insider Preview-Build nutzen zu können, muss man zudem die neuesten Treiber für die GPU der Ryzen- bzw. die NPU der Intel-SoCs installieren.

Windows 11 Recall ausprobiert: das neue 'Killer-Feature' im Hands-On

Alle Aktivitäten auf dem Host-PC durchsuchbar

Wie bei den ARM-basierten Copilot+ PCs ermöglicht Recall dem Anwender, schnell und einfach mit simplen Anfragen in natürlicher Sprache zu bestimmten Aufgaben, Bildern, Anwendungen, Dokumenten oder anderen Dateien zurückzukehren, indem man deren Inhalt beschreibt. Das System zeichnet dazu mit Zustimmung des Nutzers Screenshots und andere Informationen auf, die dann mittels Text- und Bilderkennung verarbeitet und zum Durchsuchen per KI-Copilot verfügbar gemacht werden. Windows Recall Es gelten einige weitere Voraussetzungen, um Recall aktiv nutzen zu können, denn die Funktion benötigt unter anderem einigen Speicher und kann auf mobilen Geräten nur dann genutzt werden, wenn der Akkustand mehr als 20 Prozent beträgt. Generell muss der Anwender Recall seinerseits proaktiv einschalten und dabei zustimmen, dass seine Daten für die Analyse und spätere Durchsuchung mit Recall aufgezeichnet werden.

Microsoft macht Recall mit der neuen Vorabversion von Windows 11 jetzt erstmals auch für Nutzer in Europa zugänglich, nachdem es zuvor nur in den USA angeboten wurde. Dabei steht das System auch bei Rechnern mit deutscher Spracheinstellung zur Verfügung. Ferner halten übrigens zeitgleich auch die anderen KI-Funktionen von Windows 11, die bisher nur für Qualcomm-basierte Systeme angeboten wurden, erstmals auch auf PCs mit AMD- und Intel-CPUs Einzug, die eine NPU mit mindestens 40 TOPS KI-Leistung haben.

Dies gilt sowohl für Cocreator in Paint, mit dem man aus einfachen Skizzen per KI aufwändigere Bilder generieren lassen kann, als auch die Funktionen Restyle Image und Image Creator in der Fotos-App von Windows 11. Mit der letztgenannten Funktion kann man über eine in natürlicher Sprache formulierte Anfrage direkt in der Fotos-App eigene KI-Bilder generieren lassen. Das Re-Styling in der Fotos-App ermöglicht die KI-gestützte Bearbeitung von vorhandenen Bildern und Fotos mit einer Reihe von verschiedenen Filtern.

Zusammenfassung
  • Windows 11: Recall-Funktion nun auch für AMD- und Intel-Systeme verfügbar
  • Voraussetzung: Moderner PC mit leistungsfähiger Neural Processing Unit
  • Recall ermöglicht einfache Suche nach Inhalten durch KI-Unterstützung
  • Nutzer müssen Funktion aktivieren und Datenaufzeichnung zustimmen
  • Weitere KI-Funktionen wie Cocreator und Image Creator jetzt breiter nutzbar
  • Europäische Nutzer erhalten erstmals Zugang zu Recall-Funktion
  • Mindestens 40 TOPS KI-Leistung für neue Funktionen erforderlich

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