Windows 11: Recall kehrt zurück - erste neue Preview für Insider ist da

Microsoft hat die erste Vorabversion von Windows 11 veröffentlicht, in der man jetzt wieder das umstrittene neue Feature Recall anbietet. Die überarbeitete Version kann ab sofort im Dev-Kanal des Windows Insider-Programms ausprobiert werden.
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Recall-Preview zunächst nur auf PCs mit Snapdragon X

Bei der Rückkehr von Windows Recall gibt es noch eine große Einschränkung, die zu beachten ist. Die Funktion steht nur für Insider zur Verfügung, die einen der neuen ARM-basierten Windows-11-PCs mit einer CPU aus der Snapdragon-X-Serie besitzen. Neben Recall steht auch das neue "Click to Do" in einer "Preview" zur Verfügung.

Recall und Click To Do sind vorerst nur in der Windows 11 Insider Preview Build 26120.2415 im Dev-Kanal verfügbar. Hat man einen "Copilot+ PC" mit Snapdragon-Plattform, kann man mit Recall das im Juni mit großem Tamtam gestartete neue Feature ausprobieren, bei dem alle Aktivitäten auf dem jeweiligen PC mithilfe von Screenshot und Texterkennung aufgezeichnet und dann per KI-Suche schnell durchsuchbar gemacht werden. Windows Recall PreviewSo sieht die Einrichtung von Recall jetzt aus

Recall-Snapshots mit einfachen Anfragen durchsuchbar

Man kann dann mit einfachen, in natürlicher Sprache formulierten Anfragen Inhalte aus allen Apps, Websites, Bildern, Dokumenten und anderen Dateien finden, die seit Beginn der Aufzeichnung mit Recall erfasst wurden. Die Funktion ist "ab Werk" grundsätzlich deaktiviert und muss nach der Installation der neuen Insider-Preview aus dem Dev-Channel erst vom Anwender eingeschaltet werden.

Laut einem Eintrag im Microsoft Windows-Blog werden über Windows Update nach der Aktivierung von Recall zunächst die für die Verwendung benötigten KI-Modelle heruntergeladen. Recall ist wie jede andere Anwendung in der Liste für alle Apps aufzufinden. Während der Einrichtung von Recall wird noch einmal ausdrücklich die Zustimmung des Nutzers abgefragt. Windows Recall PreviewPer Zeitstrahl 'reist' man durch die Recall-Snapshots

Microsoft hat im Hinblick auf Sicherheit nachgebessert

Microsoft verlangt grundsätzlich auch die Anmeldung des Nutzers per Windows Hello, wofür immer auch die BitLocker-Datenträgerverschlüsselung und Secure-Boot aktiv sein müssen. Des Weiteren muss der Nutzer die Speicherung der sogenannten Recall-Snapshots erlauben, da sonst keinerlei Snapshots angelegt werden.

Beabsichtigt man später auf Inhalte zurückzugreifen, die mit Windows Recall aufgezeichnet wurden, muss man die App öffnen und sich per Windows Hello authentifizieren. Erst dann lassen sich die Snapshots in der App mit einfachen Anfragen durchforsten. Außerdem kann man in einer Art Zeitstrahl durch die aufgezeichneten Snapshots scrollen, um so zu den Inhalten zu gelangen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt bearbeitet oder betrachtet wurden. Windows Recall PreviewRecall-Snapshots lassen sich jederzeit löschen

Tray-Symbol informiert immer über Status von Recall

Ist Recall aktiv, wird im System-Tray in der Taskleiste immer ein entsprechendes Symbol angezeigt, das über den Status des Dienstes informiert. Das Icon zeigt auch an, wenn Snapshots analysiert und gespeichert werden. Bei Bedarf kann diese Aufzeichnung auch unterbrochen werden. Auf Wunsch kann man auch festlegen, dass bestimmte Aktivitäten nicht mit Recall erfasst werden sollen. Zudem lassen sich die einzelnen Snapshots bei Bedarf auch ganz löschen.

Windows Recall PreviewWindows Recall PreviewWindows Recall PreviewWindows Recall Preview

Click To Do mit Recall ist die zweite größere Neuerung in der jetzt erschienenen Windows 11 Insider Preview Build 26120.2415 im Dev-Kanal. Damit lassen sich die in den Snapshots gespeicherten Informationen auf Wunsch für weitere Aktivitäten nutzen. Man kann etwa Text kopieren oder speichern, das Internet danach durchsuchen oder eine URL öffnen.

Bei Bildern will Microsoft unter anderem das Kopieren, Speichern und Teilen sowie das Öffnen in anderen Anwendungen ermöglichen. Zudem können Bilder oder Fotos auch mit Bing gesucht oder mit der Fotos-App oder Paint bearbeitet werden.

Wie immer kann es in Verbindung mit neuen Features zu einigen Fehlern kommen, die Microsoft in seinem Blog-Eintrag wie folgt beschreibt:
  • Sie müssen Secure Boot aktiviert haben, damit Recall Snapshots speichern kann. Stellen Sie sicher, dass Secure Boot aktiviert ist, bevor Sie Recall ausprobieren. Dieser Support-Artikel hilft Ihnen, Secure Boot zu aktivieren.
  • Wenn Sie in Recall auf Links klicken, um Feedback zu übermitteln, kann es zu einer Verzögerung beim Laden der Feedback-Hub-Anwendung kommen. Haben Sie etwas Geduld und die Anwendung wird angezeigt.
  • Recall kann unter "Windows-Funktionen ein- oder ausschalten" aktiviert oder deaktiviert werden. Wir speichern die Recall-Binärdateien auf der Festplatte, während wir das Hinzufügen/Entfernen testen. In einem zukünftigen Update werden wir die Binärdateien vollständig entfernen.
  • Bei einigen Benutzern kommt es zu einer Verzögerung, bevor Schnappschüsse in der Zeitleiste erscheinen, während sie ihr Gerät verwenden. Wenn die Schnappschüsse nicht nach 5 Minuten angezeigt werden, starten Sie Ihr Gerät neu. Wenn das Speichern von Schnappschüssen aktiviert ist, Sie aber feststellen, dass keine Schnappschüsse mehr gespeichert werden, starten Sie Ihr Gerät neu.
  • Einige Benutzer sehen möglicherweise die Meldung "Stellen Sie sicher, dass Recall Schnappschüsse speichert", während auf der Einstellungsseite für Recall das Speichern von Schnappschüssen aktiviert ist. Starten Sie Ihr Gerät neu, um dieses Problem zu beheben.
  • Als Filter hinzugefügte Websites werden möglicherweise gespeichert, wenn sich der Inhalt im geteilten Bildschirm oder im Seitenleistenbereich von Edge befindet. Dieses Problem wird in einem Update behoben.
  • Stellen Sie sicher, dass Sie Microsoft 365-Apps auf die neueste Version aktualisieren, damit Sie wieder in bestimmte Dokumente springen können.
  • Recall funktioniert derzeit möglicherweise nicht mit einigen barrierefreien Anwendungen.

Zusammenfassung
  • Windows 11: Recall kehrt zurück - erste Vorabversion im Insider-Programm
  • Recall nur für ARM-basierte PCs mit Snapdragon-X-Serie-CPU verfügbar
  • Aufzeichnung von PC-Aktivitäten mittels Screenshots und Texterkennung
  • KI-gestützte Suche in aufgezeichneten Inhalten durch natürliche Sprache
  • Aktivierung erfordert Windows Hello und BitLocker-Datenträgerverschlüsselung
  • 'Click To Do' ermöglicht Nutzung gespeicherter Informationen für Aktivitäten
  • Einige Fehler und Einschränkungen bei der Nutzung von Recall bekannt

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