Amazons Gaming-Chef 'freut' sich auf ultrateure Next-Gen-Konsolen

Der Markt für Game-Streaming könnte von den stark steigenden Hardware-Preisen für Stand-Alone-Spielkonsolen profitieren. Für Amazons Gaming-Chef Jeffrey Gattis sind dies mit Blick auf die Zukunft des hauseigenen Game-Streaming-Angebots Luna gute Nachrichten.
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Hohe Preise könnten Kunden abschrecken

In einem Interview mit dem Portal The Game Business und der BBC hat Amazons Gaming-Chef Jeffrey Gattis klargemacht, dass sein Unternehmen und dessen Game-Streaming-Plattform Luna von den wahrscheinlich infolge der Speicherkrise stark steigenden Preisen für eigenständige Spielkonsolen profitieren könnten.

Bisher sei Cloud-Gaming stets eher eine "Lösung auf der Suche nach einem Problem" gewesen, weil Stand-Alone-Spielkonsolen immer noch so günstig zu haben waren, dass es kaum einen Grund gab, auf Streaming-Dienste für Spiele zu setzen. Die Geräte seien schlicht relativ günstig zu haben gewesen, was die Kundschaft gegenüber Abonnements für Spiele-Streaming bevorzugte.


Die neue Valve Steam Machine kam zuletzt aber zu Preisen ab 1000 Dollar auf den Markt und es gebe diverse Gerüchte, wonach der Einstiegspreis der kommenden Konsolengeneration auf über 1000 Dollar steigen könnte, so Gattis weiter.

Cloud-Gaming als attraktivere Lösung für viele Gamer?

Allmählich nähere man sich damit einem Punkt, an dem mehr Kunden in Erwägung ziehen würden, sich für eine Cloud-Gaming-Lösung zu entscheiden. Dies sei eine Folge der hohen Kosten für die Anschaffung von dedizierter Gaming-Hardware. Für Luna und damit auch Amazon seien dies grundsätzlich natürlich gute Nachrichten, so Gattis.

Allerdings will Amazon mit Luna eher ein breites Publikum von Menschen ansprechen, die gelegentlich Spiele nutzen, nicht unbedingt die kleinere Gruppe der "Hardcore-Gamer". Gattis geht davon aus, dass weltweit rund 2,5 bis drei Milliarden Menschen insgesamt Spiele nutzen. Dabei würden aber nur 300 bis 500 Millionen dedizierte Geräte für Spiele verwendet.

Amazon versucht mit Luna nach einer längeren Ruhephase wieder verstärkt zu wachsen und hat deshalb jüngst begonnen, Luna im Spielebereich von Prime Video anzubieten. Die Zahl der Nutzer sei dadurch inzwischen um das Fünffache gestiegen, so der Manager. Allerdings gestand er auch ein, dass die ursprüngliche Nutzerzahl relativ klein war, ohne allerdings konkrete Angaben darüber zu machen.

Zusammenfassung
  • Amazons Gaming-Chef sieht Chancen für Luna wegen hoher Konsolenpreise
  • Die nächste Generation an Spielkonsolen könnte über 1000 Dollar kosten
  • Cloud-Gaming war bisher mangels teurer Hardware für viele unnötig
  • Amazon Luna richtet sich primär an Gelegenheitsspieler weltweit
  • Durch die Integration bei Prime Video stiegen die Nutzerzahlen stark

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