Facebook kämpft gegen Nutzerschwund, will deshalb zu TikTok werden
Meta baut Facebook massiv um und testet im Herbst einen neuen Startbildschirm im TikTok-Stil. Ein Vollbild-Video-Feed soll die sinkende Interaktion aufhalten und Nutzer länger binden. Zudem erhalten Verkäufer eine eigene KI-gestützte App.
Anwender konsumieren Inhalte auf sozialen Plattformen zunehmend passiv, anstatt eigene Textbeiträge oder Fotos zu veröffentlichen. Daher erhofft sich der Konzern durch den kontinuierlichen Video-Strom eine deutlich längere Verweildauer. Das begünstigt die Ausspielung von Videowerbung, mit der das Unternehmen seine Umsätze langfristig steigern möchte. Immerhin: Wer das klassische Design bevorzugt, kann den neuen Modus in den Einstellungen deaktivieren oder über einen separaten Reiter auf den gewohnten Feed zugreifen.
Ein großer Vorteil des neuen Werkzeugs ist laut Meta die tiefe Integration künstlicher Intelligenz. Das System generiert auf Basis hochgeladener Bilder selbstständig passende Titel, detaillierte Beschreibungen und realistische Preisvorschläge. Zudem lassen sich mehrere Artikel gleichzeitig einstellen und Nachrichten von potenziellen Käufern über ein einheitliches Postfach effizient verwalten. Aktuell ist die Software allerdings nur in den Vereinigten Staaten verfügbar. Ein Start in Europa ist noch unklar.
Um das Vertrauen innerhalb der Plattform zu stärken, führt das Unternehmen zudem eine kostenlose Verifizierung ein. Anwender können ihr Profil durch einen einfachen Selfie-Abgleich bestätigen lassen. Das neue blaue Abzeichen soll Käufern und Nutzern von Facebook Dating mehr Sicherheit geben, dass sie mit echten Menschen interagieren. Zuvor war ein solches Abzeichen an ein kostenpflichtiges Abonnement für 10,50 Euro im Monat gebunden.
Wie bewertet ihr die Entwicklung hin zu mehr Video-Inhalten und separaten Apps? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Fokus auf Videos und KI
Meta strukturiert das soziale Netzwerk Facebook im laufenden Jahr grundlegend um. Um sinkenden Interaktionen entgegenzuwirken, testet das Unternehmen ab Herbst in ausgewählten Märkten einen neuen Startbildschirm. Das öffnet die Anwendung direkt in einem Vollbild-Video-Feed und orientiert sich stark an der Aufmachung von TikTok. Nutzer sehen dann sofort kurze Clips, die von einem Algorithmus basierend auf ihren Interessen ausgewählt werden. An dieser Stelle wird sicherlich vielen Nutzern ein begeistertes "Yay!" entkommen. Nicht.Anwender konsumieren Inhalte auf sozialen Plattformen zunehmend passiv, anstatt eigene Textbeiträge oder Fotos zu veröffentlichen. Daher erhofft sich der Konzern durch den kontinuierlichen Video-Strom eine deutlich längere Verweildauer. Das begünstigt die Ausspielung von Videowerbung, mit der das Unternehmen seine Umsätze langfristig steigern möchte. Immerhin: Wer das klassische Design bevorzugt, kann den neuen Modus in den Einstellungen deaktivieren oder über einen separaten Reiter auf den gewohnten Feed zugreifen.
Eigene App für den Marktplatz
Neben optischen Anpassungen lagert der Konzern spezifische Funktionen in eigenständige mobile Programme aus. Laut einer Meta-Ankündigung steht Vielverkäufern ab sofort die Seller App zur Verfügung. Das Programm richtet sich an professionelle Nutzer von Facebook Marketplace und bündelt sämtliche Verkaufsaktivitäten übersichtlich an einem zentralen Ort auf dem Smartphone.Ein großer Vorteil des neuen Werkzeugs ist laut Meta die tiefe Integration künstlicher Intelligenz. Das System generiert auf Basis hochgeladener Bilder selbstständig passende Titel, detaillierte Beschreibungen und realistische Preisvorschläge. Zudem lassen sich mehrere Artikel gleichzeitig einstellen und Nachrichten von potenziellen Käufern über ein einheitliches Postfach effizient verwalten. Aktuell ist die Software allerdings nur in den Vereinigten Staaten verfügbar. Ein Start in Europa ist noch unklar.
Kostenlose Profil-Verifizierung
Auch für Gruppen-Administratoren und Ersteller von Inhalten gibt es praktische Neuerungen. Die im Mai getestete Applikation Forum soll die Verwaltung von großen Gemeinschaften durch spezielle Analyse-Werkzeuge erheblich erleichtern. Gleichzeitig erhält das Creator Studio eine umfangreiche Überarbeitung, um Produzenten präzisere Handlungsempfehlungen für das Wachstum ihrer jeweiligen Zielgruppe zu liefern.Um das Vertrauen innerhalb der Plattform zu stärken, führt das Unternehmen zudem eine kostenlose Verifizierung ein. Anwender können ihr Profil durch einen einfachen Selfie-Abgleich bestätigen lassen. Das neue blaue Abzeichen soll Käufern und Nutzern von Facebook Dating mehr Sicherheit geben, dass sie mit echten Menschen interagieren. Zuvor war ein solches Abzeichen an ein kostenpflichtiges Abonnement für 10,50 Euro im Monat gebunden.
Wie bewertet ihr die Entwicklung hin zu mehr Video-Inhalten und separaten Apps? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Facebook testet ab Herbst einen neuen Startbildschirm mit Vollbild-Videos
- Der neue Video-Feed lässt sich bei Bedarf in den Einstellungen abschalten
- Eine neue Seller-App für den Marketplace bietet KI-Unterstützung beim Verkauf
- Die Verkaufs-App für professionelle Nutzer startet vorerst nur in den USA
- Die Profil-Verifizierung per Selfie-Abgleich wird zukünftig kostenlos sein
Siehe auch:
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