Samsung erhöht die DRAM-Produktion, weil Apple Speicher braucht

Samsung will den Preisanstieg bei DRAM-Chips stoppen und bündelt die Endfertigung an einem einzigen Standort. Die höhere Kapazität soll den Markt beruhigen. Gleichzeitig schafft der Konzern so aber ein neues Risiko für die weltweite Lieferkette.
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Samsung baut DRAM-Produktion aus

Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung strukturiert bis Ende des Jahres 2026 seine Fertigung für Arbeitsspeicher um. Ziel ist es, die Produktionskapazität für DRAM (Dynamic Random Access Memory) um rund 15 Prozent zu steigern. Das Unternehmen reagiert damit auf die anhaltende globale Knappheit von Speicherbausteinen. Das hat die Preise für Standard-DRAM im ersten Halbjahr bereits um über 80 Prozent in die Höhe getrieben.

Besonders Großkunden wie Apple leiden unter den extremen Bauteilpreisen, die im schlimmsten Fall an die Endkunden weitergegeben werden müssten. Das Problem für die Kalifornier: Der Konzern darf aufgrund von Restriktionen der US-Regierung aktuell keine günstigeren Speicherchips von chinesischen Zulieferern beziehen. Apple übt daher Druck auf die Politik aus, um die Beschränkungen aufzuheben. Samsung möchte mit der Produktionssteigerung genau das verhindern und die Nachfrage des wichtigen Kunden aus eigener Kraft decken.


Zentralisierung der Fertigung

Um das Ziel zu erreichen, plant der Hersteller logistische Veränderungen. Wie SE Daily berichtet, bündelt der Konzern die Endfabrikation am Standort Hwaseong im ersten Komplex. Im letzten Schritt der Wafer-Herstellung werden die zuvor produzierten Speicherelemente miteinander verbunden.

Bisher waren die finalen Produktionsschritte auf den zweiten Hwaseong-Komplex sowie den weiter entfernten Standort Cheonan verteilt. Der ständige Transport der Wafer zwischen den Fabriken kostete viel Zeit und verringerte die Gesamteffizienz der Fertigung. Durch die Zusammenlegung lassen sich die Bauteile künftig in großen Mengen direkt an die Endverarbeitung übergeben, was den Ausstoß erhöht.

Leere Reinräume sparen Zeit

Für die Erweiterung muss Samsung keine komplett neuen Gebäude errichten. Am Hwaseong-Campus stehen ungenutzte Reinräume zur Verfügung, da das Unternehmen dort zuvor veraltete Produktionslinien für Speicherchips abgebaut hat. Die Nutzung der bestehenden Infrastruktur spart hohe Investitionskosten und wertvolle Bauzeit. Zusätzlich plant der Hersteller, frei werdende Flächen an den anderen Standorten für weitere Produktionslinien zu nutzen.

Durch die Umstrukturierung stellt Samsung dem Markt schneller neue Kapazitäten zur Verfügung, was den aktuellen Engpass lindern soll. Gleichzeitig wächst durch den Umbau die Abhängigkeit der Tech-Branche von einzelnen großen Produktionsstätten. Technische Ausfälle an dem nun zentralisierten Standort hätten direkte Auswirkungen auf die globale Lieferkette für Elektronikgeräte.

Wie bewertet ihr die Marktmacht von Samsung bei Speicherchips? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu den aktuellen Hardware-Preisen gerne mit uns in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Samsung plant eine Steigerung der DRAM-Produktion um rund 15 Prozent
  • Der Technologiekonzern reagiert damit auf die globale Speicherknappheit
  • Die hohen Preise belasten Großkunden wie Apple durch US-Restriktionen
  • Durch die Bündelung der Produktion in Hwaseong steigt die Effizienz
  • Die Nutzung bestehender Reinräume spart hohe Kosten und viel Bauzeit
  • Die stärkere Zentralisierung erhöht jedoch die Risiken bei Ausfällen

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